Westfalia Wickede in der Krise - Marcel Großkreutz erklärt im Interview, was jetzt hilft

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Westfalia Wickede in der Krise. Einer wie Marcel Großkreutz (34) könnte Abhilfe schaffen. Im Interview mit Alexander Nähle nimmt sich der Routinier auch durchaus selbst in die Pflicht.

Dortmund

, 23.11.2019, 19:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das haben sie sich alle ein bisschen anders vorgestellt bei Westfalia Wickede. Dass der Umbruch mit vielen neuen und vor allem jungen Spielern für eine holprige Saison sorgen würde, hatten sie im Pappelstadion eingepreist. Doch dass die Westfalia nach vierzehn Spielen mit nur zwölf Punkten auf einem Relegationsplatz stehen würde?

Selbstvertrauen im Testspiel

Marcel Großkreutz ist einer der wenigen verbliebenen Routiniers im Kader des Westfalenligisten. Am Donnerstagabend fuhr er sogar zum Testspiel mit der Mannschaft nach Mühlhausen, bei dem sich die Mannschaft von Alexander Gocke mit dem 4:1-Erfolg ein bisschen Selbstvertrauen holen konnte. Einen Tag danach hat Alexander Nähle mit ihm gesprochen.

Es wäre einfach, einen Grund für die Situation zu nennen, um den enttäuschenden 14. Platz Ihrer Westfalia zu erklären. Denn dann gäbe es ein Rezept dagegen. Versuchen Sie es trotzdem?

Wenn ich hinten anfange, suchen wir nicht die einfache Lösung. Wir versuchen es spielerisch, dabei wäre ein klärender Ball besser. Ohne die vielen individuellen Fehler wären wir nicht da unten.

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Gibt es eine Tendenz?

Nein, denn vor dem katastrophalen 1:6 in Lennestadt haben wir gar nicht mal so schlecht gespielt. Aber das war jetzt natürlich eine Katastrophe.

Betrifft das alle Mannschaftsteile?

Vorne nutzen wie unsere Chancen auch nicht. Das kommt dann auch noch dazu.

Haben Sie eine Erklärung für die Situation?

Also, die Qualität ist da. Wir haben aber auch viele junge Leute, für die diese Situation besonders schwierig ist. Und wie ich sagte, müssen wir die individuellen Fehler abstellen.

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Hatten Sie mit solchen Problemen gerechnet?

Dass es nach Abgängen von Leuten wie Andreas Toetz, Marco Dej und Benedict Zwahr keine leichte Saison werden würde, wusste ich. Dass wir so tief reinrutschen, hatte ich dann auch nicht erwartet.

Was hilft jetzt?

Siege! Wir wollen noch vor der Winterpause aus der Gefahrenzone. Ich habe keine Lust, die komplette Saison im Keller zu stehen. Wir trainieren diese und kommende Woche viermal. Wir wollen es schaffen.

Inwiefern können Sie als Routinier der Mannschaft helfen?

Durch Leistung. Ich bin nicht so der Typ, der rumschreit. Für die lauten Töne ist eher Anil Konya hinten zuständig. Ich hoffe, dass er uns schnell wieder zur Verfügung steht. Aber wir müssen es auch gemeinsam schaffen.

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