Wetter schreckt Teilnehmer beim City-Lauf nicht ab

Leichtathletik

Das trübe und regnerische Wetter nahmen 1700 Läuferinnen und Läufer beim 27. Dortmunder City-Lauf mit sportlicher Leichtigkeit und ließen sich die Freude an ihrem Stadtrundgang im Laufschritt trotz des Wassers von oben und unten nicht vermiesen.

DORTMUND

von Von Peter Middel

, 12.09.2011, 15:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Florian Wolter gewann den A-Lauf des 27. Dortmunder City-Lauf.

Florian Wolter gewann den A-Lauf des 27. Dortmunder City-Lauf.

Die einzige Läuferin, die sich bei der feuchten Angelegenheit in ihrem Element fühlte, war Schwimmerin Sonja Schöber, die sich als Nicht-Leichtathletin im 10-Kilometer-Lauf einen respektablen zehnten Rang in 45:21 Minuten erkämpfte. Dem Wetter nichts Gutes abgewinnen konnte dagegen Organisator Volker Hartmann (evensport): „Da bereitet man eine Veranstaltung neun Monate lang vor, und dann macht einem Petrus einen Strich durch die Rechnung. Durch die dunklen Wolken fehlten uns zahlreiche Nachmeldungen, und auch bei unserem Verkauf, der der LGO zugute gekommen wäre, hatten wir Probleme, denn niemand isst und trinkt gerne im Regen.“

Organisatorisch klappte bei der 27. Auflage des City-Laufes trotz des Dauerregens alles wie am Schnürchen. Dafür sorgten 100 Kampfrichter und Helfer vor und hinter den Kulissen. Volker Hartmann freute sich vor allem darüber, dass viele Leistungsträger der LGO kräftig mit anfassten. So baute Diskuswerfer Philippe Grewe am Veranstaltungstag bereits um 5 Uhr in der Früh die Straßenbarrieren auf. Dabei profitierte er von seiner Bärenkraft, so dass er wie „Zwei“ schuftete. Auch Langstreckler Philipp Hövelmann, der tags zuvor noch bei den Deutschen Meisterschaften in Oelde startete, war bereits im Morgengrauen auf den Beinen und half beim Aufbau mit.

Die deutsche 800 Meter-Meisterin Jana Hartmann, die sich vor kurzem vom Saisonstress bei einer einwöchigen Nordeuropa-Kreuzfahrt auf der Aida erholte, half zusammen mit LGO-Mitarbeiterin Tina Czybulka bei der Siegerehrung. „Das Ausspannen und das Sich-verwöhnen-lassen auf dem Schiff haben mir gut getan. In einer Woche fang ich mit dem Wintertraining an“, kündigte Dortmunds Vorzeigeathletin an. Die große Hilfsbereitschaft zauberte trotz der trüben Witterung ein vorübergehendes Lächeln in das Gesicht von Organisator Volker Hartmann. „Nicht nur unsere Leute, sondern auch unsere Partner haben im Vorfeld voll mitgezogen“, lobte Hartmann. Schon zu den Stammgästen des Dortmunder City-Laufes zählt die Viermärker Waldlaufgemeinschaft, deren Einsatz Margot Jessat koordinierte.

„Wir sind von Anfang an dabei, denn für uns ist die Veranstaltung immer ein gesellschaftliches Ereignis“, erläuterte die eifrige Viermärkerin, die sich besonders darüber freute, dass sich unter den 41 Starterinnen und Startern ihres Vereins 13 Nachwuchsleute befanden. Eine Veranstaltung von der Größenordnung des City-Laufs kommt ohne tat- und finanzkräftige Sponsoren nicht mehr aus. Unterstützung erhielt die LGO durch die Ruhr Nachrichten, die BMW-Niederlassung Dortmund, die Signal-Iduna-Versicherung, Windstopper, die Kuhbar, die qualitativ hochwertiges Eis für die Bambinis lieferte, und die Firma Brooks, die zahlreiche Preise für die Siegerehrung zur Verfügung stellte.

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