Wie zuletzt Toni Kroos - Zwei Dortmundern gelingt der Kunstschuss ins Glück

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Es benötigte Glück, Wind und Technik, um zu packen, was im Fußball nicht allzu häufig gesehen wird: Eine direkt verwandelte Ecke. Dieser Geniestreich gelang zuletzt gleich zwei Kickern.

von Dennis Winterhagen, Patrick Radtke

Dortmund

, 23.02.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vergangenen Sonntag, rund 13.40 Uhr, Moltkestraße, Lünen: Für den SV Körne geht es um drei wichtige Zähler im Aufstiegsrennen beim Gastspiel in Lünen, gegen die Zweitvertretung des BV 05.

Noch ist die Spielnotizkarte des Schiedsrichters Ilyas Özdemir in der Kategorie Torschützen leer. Dies ändert sich innerhalb der nächsten Augenblicke allerdings.

Von dem Pfosten an den Rücken und dann ab ins Tor

Von der rechten Seite gelingt Marc Grabemann das Kunststück eines direkten Eckball-Tores - das, was zuletzt auch Deutschlands Nationalspieler Toni Kroos beim 3:1 in der spanischen Supercopa gegen den FC Valencia gelang.

Im hohen Bogen fliegt der Ball in den Strafraum, der Lüner Torhüter streckt sich, versucht den Ball irgendwie noch zu erreichen, kommt aber nicht ran. Die Kugel knallt an den Innenpfosten, von da an den Rücken des auf der Linie platzierten Lüners und dann ins Tor.

Der Jubel ist groß beim SV, die Bescheidenheit bei Grabemann ebenso: „Vielleicht haben die Wind-Verhältnisse dazu beigetragen, geplant war es nicht. Das macht es natürlich umso schöner, dass der Ball dann hinten reinfliegt“, meint er, der sich vage daran erinnert, dass ihm Ähnliches eventuell nicht zum ersten Mal geglückt ist. „Vielleicht mal in der E-Jugend“, erzählt er.

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Gezielt geübt wird das Ganze allerdings nicht - Zufall war es aber auch nicht. „Vielleicht mal nach dem Training, legen wir uns mit ein paar Jungs den Ball an die Eckfahne und versuchen ihn reinzudrehen“, berichtet er. Es hat sich gelohnt.

Ömer Akman von Türkspor Dortmund: „Es ist natürlich ein geiles Gefühl“

Anderes Datum, anderer Ort. Circa 19.40 Uhr am vergangenen Dienstag, Westerholz, Dortmund: Türkspor Dortmund sah sich einer schwierigen Aufgabe gegenüber: Im Kreispokal wartete der zwei Ligen höher angesiedelte Westfalenligist Westfalia Wickede.

Nur ein Dosenöffner fehlte der Partie bis zur 39. Minute noch. Bis dahin hatte sie schon alles zu bieten, was sie im Vorfeld versprach. Und dann kam es zur direkt verwandelten Ecke, die bei Türkspor, vor allem bei Ömer Akman, noch lange im Gedächtnis bleiben wird – auch wenn es nicht zum ersten Mal passiert ist. „Ich hab das schon mal gemacht“, erinnert sich Akman. „Damals, bei Rot-Weiß Oberhausen II ist mir das bereits gelungen“, erklärt der Neuzugang.

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„Es ist natürlich ein geiles Gefühl“, beschreibt er die Situation und fügt an: „Für die Mannschaft war es enorm wichtig“. So ebnete sein Führungstreffer letztlich auch den Weg zum 3:0-Erfolg seines Teams gegen Wickede. „Ich versuche den Ball immer so nah wie möglich an den Torwart zu bringen, sodass einer noch seinen Kopf dranhält und wir so ein Tor schießen“, meint er abschließend über seinen besonderen Treffer – der ihn vielleicht erneut ins Rennen um das Tor der Woche bei Soccerwatch.tv bringt.

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Denn da befindet er sich bereits seit vergangener Woche, kämpft unter anderem mit Söldes Patrick Johann um die Auszeichnung. Gewinnt er, kommt er quasi eine Runde weiter. Sein Treffer steht dann zur Auswahl zum Tor des Monats. Setzt er sich auch da durch, wird er Teil der Soccerwatch-TV-Traumelf, die im kommenden Sommer gegen eine Auswahl von Ex-Profifußballern antritt.

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