Wilke geschockt: Kowalska fällt zwei Monate aus

BVB-Handball

Ganz hatte Dagmara Kowalska ihren Humor noch nicht verloren. „Pediküre geht noch“, meinte die Handballerin von Zweitligist Borussia Dortmund, „die Zehen sind ja nicht eingegipst“. Der Rest des Beines schon, bis hoch zum Knie hatten die Ärzte am Dienstag Hand angelegt bei der polnischen Nationalspielerin.

DORTMUND

von Von Gerd Strohmann

, 05.01.2011, 12:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wird dem BVB lange fehlen: Dagmra Kowalska.

Wird dem BVB lange fehlen: Dagmra Kowalska.

Eigentlich hatte sie in den letzten sechs Wochen kaum noch trainiert, doch zu den Spielen war sie immer wieder aufgelaufen, ihr Pflichtgefühl war zu groß, um vor der Verletzung zu kapitulieren. „Ich konnte die Schmerzen akzeptieren“, meinte sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Nun aber ging nichts mehr, eine erneute Kernspintomographie ließ keine andere Wahl als den Fuß in Gips zu legen. „Die Ärzte haben nach der Untersuchung gesagt, wenn wir jetzt nicht reagieren, dann drohe Dagmara das Karriereende“, erklärte gestern Trainer Gustl Wilke. Denn über allem schwebte die Riesengefahr, die Sehne werde ganz reißen, keiner könne dann voraussagen, ob die gefährlichste Dortmunder Torschützin wieder auf zwei gesunde Beine komme.

Es hatte also alles nichts geholfen, nicht die Stoßwellentherapie und schon gar nicht das Beine hochlegen. Und vielleicht wäre es ja sogar gut gewesen, wenn sie schon zuvor einfach nicht mehr auf die Zähne gebissen, sondern die Ampel auf Rot gestellt hätte. „Jetzt wird es ganz schwer für uns“, meinte ein spürbar geschockter Gustl Wilke, „Dagmara ist einfach eine Ausnahmespielerin für uns“. Die so Gepriesene aber richtete den Blick schon wieder nach vorn. Ein „bisschen blöd“ sei es schon, meinte sie, aber Ende Februar wolle sie möglichst wieder am Ball sein. Und bis dahin hat sie ja einige Zeit für die Pediküre.

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