Wylczoch hält Wickede im Rennen - Eving gratuliert Erndtebrück

Die Dortmunder Klubs

Wickedes Spielertrainer Marko Schott hatte so seine Vorstellungen, wie ein Text über den 3:2 (1:2)-Sieg in Hordel aussehen sollte. „Über allem muss stehen: Hurra, wir leben noch!“

DORTMUND

von Von Alexander Nähle

, 08.05.2011, 19:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Traf per Elfmeter zum 2:2: Marko Schott (l.).

Traf per Elfmeter zum 2:2: Marko Schott (l.).

Eine Rolle spielen müsse auch, dass Wickede phasenweise in alte Strickmuster verfallen war und so den 1:2-Rückstand ermöglichte. „Da waren wir wieder mit anderen Dingen beschäftigt, nur nicht mit Fußball.“ Zwischenzeitlich hatte Mike Andretzki für die Westfalia getroffen. Aber es gab ja noch die Reaktion. Angetrieben von Roman Schymanietz, der sich nach seiner Krampfader-Operation in den Dienst der Mannschaft stellte, erspielte sich Wickede Vorteile. Schott traf per Handelfmeter zum 2:2 (70.). Sven Ricke besorgte den Siegtreffer (83.). „Wir sehen das mit gemischten Gefühlen. Klar, wir haben eine Reaktion gezeigt. Weil die Konkurrenz aber punktet, kommen wir nicht weg. Hätten wir verloren, wären wir wohl fast abgestiegen.“ Aber Wickede lebt ja noch.  

Nach der Partie gratulierten die Evinger dem Gastgeber zur Meisterschaft. Weil die Konkurrenz patzte, ist den Erndte-brückern mit zehn Punkten Vorsprung Platz eins nicht mehr zu nehmen. „Wir haben das gerne gemacht, weil die beste Mannschaft aufsteigt“, sagte Evings Trainer Daniel Rios. Gut 600 Zuschauer sahen eine attraktive Partie, zu der auch die Evinger beitrugen.

„Wir haben bewiesen, Qualität in der Mannschaft zu haben“, erklärte Rios. „Das war schon hohes Niveau.“ Mit vielen Chancen trösteten beide Teams die Zuschauer über die mangelnden Tore hinweg. Dimitrios Kalpakidis, Bastian Erzen, Sundi Gomes und Sascha Rammel vergaben für die Evinger. Den Coach ärgerte es nicht groß. Denn sein Team hatte trotz kleinem Kader gezeigt, gegen die Großen der Liga bestehen zu können. Neben Rios, der sich einwechselte, saß nur noch Eray Ekiz auf der Bank. Und das Remis sei noch höher zu bewerten, weil die Erndtebrücker unbedingt vor eigenem Publikum den Titel sichern wollten. „Sie haben Vollgas gegeben. Auch sie erspielten sich gute Gelegenheiten“, kommentierte Rios. „Wir aber haben immer dagegengehalten.“

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