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Zu schnell für den Fußball: Emil Bekker sprintet jetzt für die LG Olympia Dortmund

Leichtathletik

Vor Kurzem stand Emil Bekker noch auf dem Fußballplatz und kickte für die C-Junioren des Kirchhörder SC. Doch der 17-Jährige war zu schnell für seine Gegenspieler. Nun ist er 100-Meter-Sprinter

Dortmund

, 14.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Zu schnell für den Fußball: Emil Bekker sprintet jetzt für die LG Olympia Dortmund

Emil Bekker (v.) lief die 100 Meter in 10,93 Sekunden. © LG Olympia

Fassungslos schaute Emil Bekker (LG Olympia) nach dem 100-Meter-Finale der Borsig-Spiele in Gladbeck auf die Anzeigetafel und mochte seine Siegerzeit von 10,93 Sekunden kaum glauben. „Ich bin überglücklich mit dieser Zeit, denn damit hatte ich niemals gerechnet, nachdem es im Vorlauf nicht so ganz rund lief“, sagte der 17-Jährige und wollte die ganze Welt umarmen.

„Am Start ist Emil eine Kanone, aber am Schluss muss er noch lockerer werden“, analysierte sein ebenso überraschter Trainer Andreas Schulz, der ihm eine solche Leistung erst im nächsten Jahr zugetraut hatte.

Bis vor Kurzem war Bekker noch Fußballer

Erst vor wenigen Monaten hatte sich Bekker für die Leichtathletik entschieden, nachdem er bis dahin im Dress des Kirchhörder SC dem Fußball nachgelaufen war. „Ich habe dabei gemerkt, wie schnell ich war, und dass mir auf dem Platz niemand folgen konnte. Da habe ich mich entschlossen, es einmal als Sprinter zu versuchen“, erklärte der LGOer, dem die Leichtathletik nicht in die Wiege gelegt wurde.

Sein Vater versuchte sich als Wasserballer, und auch die Mutter kam nicht von der Leichtathletik. Nur der Großvater wartete mit erfreulichen Mittelstreckenzeiten auf, und sein Enkel machte schon bei den Stadtschul-Meisterschaften am Phoenix-See seine läuferischen Möglichkeiten deutlich. „Das ist meine erste Sommersaison, und deshalb bin ich von mir selbst überrascht“, so Bekker.

Ein pflegeleichter Schützling

Für Trainer Andreas Schulz ist Emil ein pflegeleichter Schützling. „Er ist ehrgeizig und weiß, dass er gut werden will und kann, und dass er dafür entsprechend trainieren muss“, sagt er. So wollen sich beide nun darauf konzentrieren, Bekkers Schwäche, dass er in der Schlussphase des Sprints oft verkrampft, zu beseitigen. „Es stehen die Titelkämpfe vor der Tür, und dabei muss auch noch eine Steigerung drin sein“, hat sich der LGOer vorgenommen.

Das sollte auch über 200 Meter möglich sein, denn über diese Distanz hat er seine Möglichkeiten noch längst nicht ausgereizt. „Ich bin sicher, dass ich da noch Luft nach oben habe“, meint er selbstbewusst. Über beide Sprintdistanzen hat er sich für die deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm qualifiziert und freut sich besonders darüber, dass er dazu beigetragen hat, dass er mit seinen Staffelkameraden, dem 4x100-Meter-Quartett, die DM-Norm erfüllte.

Zur Zeit besucht Emil Bekker noch das Hörder Phoenix-Gymnasium, wird aber zum Schuljahresende zum Goethe-Gymnasium, der NRW-Sportschule, wechseln, um auch schulisch alle seine Möglichkeiten auszureizen.

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