Zukunft in Brünninghausen? Robin Gallus hat seine Entscheidung gefällt - Hendrik Brauer auch

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Der ehemalige Oberligist FC Brünninghausen vermeldet die Vertragsverlängerung eines wichtigen Akteurs. Ein anderer Führungsspieler verlässt dagegen den Klub für seinen Ex-Verein.

Dortmund

, 11.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Robin Gallus hat ein paar Tage die Füße hochgelegt. Abschalten von einer stressigen Saison, in der er als einziger Brünninghauser bei allen 34 Ligaspielen im Einsatz war. Nachdenken über die Folgen der Katastrophen-Saison, die mit dem Abstieg in die Westfalenliga endete. Entscheiden, ob er den Betriebsunfall mit reparieren möchte, wie er es zumindest als der Klassenerhalt noch möglich war, intern angekündigt hatte. Sogar Co-Trainer von Maximilian Borchmann sollte er werden.

„Robin ist ein großes Thema“

Doch daraus wird nun nichts. Wie Gallus dieser Redaktion bestätigte, wird der 27-Jährige zum TuS Ennepetal wechseln. Zu jenem Oberliga-Klub also, von dem er vor zwei Jahren nach Brünninghausen gewechselt war und bei dem er zuvor in vier Jahren 35 Tore erzielt hatte.

„Robin ist bei uns natürlich ein großes Thema“ sagte Ennepetals Sportlicher Leiter Thomas Riedel. Mit der Mannschaft des TuS kann Gallus ohnehin gut, war mit ihr auf Mannschaftsfahrt in Mallorca. Riedel sagte vor Gallus‘ Bestätigung: „Wir würden uns drüber freuen, aber wir haben Geduld und ich halte mich auch zurück, bis er die Sache in Brünninghausen geklärt hat.“ Die Sache war die entscheidende Nachricht an FCB-Geschäftsführer Klaus-Dieter Friers, der ebenfalls frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt war und sich nun um einen neuen Spielmacher und Co-Trainer kümmern muss: „Klar sind wir enttäuscht“, sagt Friers. Gallus sei bis zum Schluss in die Kaderplanung involviert gewesen.

Brauer bleibt in Brünninghausen

Immerhin: Es gibt auch eine gute Nachricht für den FCB, denn Hendrik Brauer hat verlängert. Der 23-Jährige, der vor der Saison vom Oberligisten aus Lippstadt gekommen war und immer klar kommuniziert hatte, dass er nur bei Klassenerhalt in Brünninghausen bleiben wolle, hat sich „Gott sei Dank“, so Friers, umentschieden: „Ich hatte zwar Gespräche mit ein, zwei anderen Klubs, aber es hat nicht sein sollen. Und dann hat mir das Gesamtpaket in Brünninghausen halt am Besten gefallen.“

Brauer habe viel mit Trainer Borchmann gesprochen: „Er hat mich mit seinem Projekt überzeugt und will Spieler, die mehr machen wollen als alle anderen.“ Zu denen zählt Brauer definitiv, mit 15 zog er von zu Hause aus „um mindestens Oberliga zu spielen.“ Für ihn ist klar, dass die Westfalenliga für ihn und das Team ein einjähriges Intermezzo bleibt: „Ich bin geblieben, um die Ärmel hochzukrempeln und wieder aufzusteigen.“

Suche nach Mittelfeldspielern

Mit welchen Teamkollegen er dieses Unterfangen angeht, steht dagegen noch nicht so richtig fest. Brauer ist als Führungsspieler fest eingeplant, auch im Tor (Jan und Leon Broda) sowie im Angriff sind die Brünninghauser (Florian Gondrum) gut besetzt.

Doch im Mittelfeld wird es nach dem plötzlichen Abgang von Gallus, dem ebenfalls nicht eingeplanten von Adil Elmoueden (geht wie Can Sakar zum RSV Meinerzhagen) und den schon feststehenden von Tim Dudda und Nino Saka eng: „Am Ende brauchen wir eine Westfalenliga-taugliche Truppe“, sagt Friers, der nun umso mehr auf der Suche nach echten Verstärkungen ist.

Schwierige Suche

Schon vor dem feststehenden Abstieg hatte er geunkt, dass es schwierig werden könnte, nach dem Saisonende noch an Spieler heranzukommen, die wirklich weiterhelfen können. Diese Voraussage bewahrheitet sich gerade, weil die meisten Kandidaten bereits woanders zugesagt haben. Brauer bleibt deshalb entspannt: „Ich bin überzeugt, dass Max und Klaus-Dieter eine gute Mannschaft zusammenbekommen.“

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