Zwei Pleiten für DJK TuS Körne in einer Woche - eine beim Verband, eine im Derby

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Hinter der DJK TuS Körne liegt eine schwierige Woche. Innerhalb weniger Tage musste der Bezirksligist zwei schmerzhafte Niederlagen einstecken. Doch nur eine der beiden ist sportlicher Natur.

Dortmund

, 10.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war laut Trainer Dominik Grobe die erste wirklich intensive Trainingswoche bei der DJK TuS Körne. Hinzu kamen für den Bezirksligisten zwei besondere Niederlagen. Eine gab es im Testspiel gegen den Landesligisten SV Brackel, die andere hat eine wochenlange Vorgeschichte.

Zwei Vereine hatten vor Wochen gegen die Aufstiegsregelungen des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) Einspruch eingelegt. Neben der SG Gahmen aus der Kreisliga A2 sah sich auch die DJK TuS Körne um eine mögliche Aufstiegschance gebracht. Letztlich landeten die Einsprüche beim Sportgericht.

Tordifferenz verhindert Aufstieg

Am Montag (3. August) folgte die endgültige Entscheidung: Beide Einsprüche wurden abgelehnt. Für Trainer Dominik Grobe ein enttäuschendes aber zugleich erwartbares Ergebnis: „Es ist natürlich bitter, das wir letztlich nur aufgrund der minimal schlechteren Tordifferenz nicht aufsteigen. Wir haben aber auch nicht ernsthaft damit gerechnet, dass der Einspruch jetzt noch erfolgreich sein könnte.“

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Nur drei Tore trennten den Bezirksligisten nach der Hinrunde vom späteren Aufsteiger Türkspor Dortmund. Die Hoffnungen von Grobe und seiner Mannschaft sind jetzt allerdings gänzlich verblasst. „Wir haben die Entscheidung am Dienstag kurz mit der Mannschaft besprochen und jetzt ist das Thema auch beendet. Wir schauen jetzt nur noch auf die neue Saison“, so Grobe.

Und da stand am Sonntag das Testspiel gegen den Landesligisten SV Brackel auf dem Vorbereitungsprogramm. Im Falle eines Aufstiegs wäre somit aus der jetzigen Testbegegnung vermutlich ein ernstes Ligaduell geworden. Ein besonderer Test also für Grobe und seine Mannschaft und das nach der ersten echten Trainingswoche.

Wechselregel sorgt für Unmut

„Diese Woche war schon sehr intensiv. Bei diesen Temperaturen ist ein solches Spiel dann natürlich extrem hart. Wir haben aber trotzdem gut dagegen gehalten“, unterstreicht Grobe. Dennoch habe Brackel erwartungsgemäß etwas mehr vom Spiel gehabt. Das spiegelt sich auch im 0:2-Endergebnis wider.

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Der TuS-Trainer war trotzdem zufrieden: „Die Jungs waren jetzt einfach auch lange raus, da ist klar, dass es erst wieder etwas Eingewöhnungszeit brauch. Und da wir nur viermal wechseln dürfen, müssen einige Jungs direkt 90 Minuten durchspielen. Das merkt man dann“, so Grobe.

Kritik an den aktuellen Wechselregeln gab es auch von Brackel-Trainer Giovanni Schiattarella: „Die Belastungssteuerung kann dadurch wirklich zu einem Problem werden. Ich musste heute sieben Spieler aus dem Kader streichen, die eigentlich hätten spielen können“, so Schiattarella.

„Spiel mit Meisterschaftscharakter“

Dadurch, dass man in Testspielen nicht so wechseln könne, wie es für Testspiele ursprünglich angedacht sei, müsse man im Vorbereitungsplan vermehrt Pausen einbauen. „Wir geben den Jungs immer mal wieder freie Tage, damit wir keine Verletzungen riskieren“, erklärt der Coach. „Auch aus diesem Grund sind wir bereits frühzeitig mit dem Training angefangen.“

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Dass sich seine Mannschaft bereits seit knapp sechs Wochen im Trainingsbetrieb befindet, wurde auch beim Test gegen Körne deutlich. Zwar sei auch seinem Team nach knapp 70 Minuten die Luft ausgegangen, dennoch habe man laut Schiattarella bereits einige Fortschritte gesehen.

„In den ersten Tests waren wir schon früher an unseren Grenzen. Man merkt, dass sich die Jungs immer weiter steigern. Wir haben uns einige Torchancen erspielt.“ Insgesamt sei es ein vergleichsweise intensives Spiel gewesen. Davon zeugen auch mehrere gelbe Karten in der zweiten Halbzeit. „Das hatte wirklich schon den Charakter eines Meisterschaftsspiels. Es war hart, aber keinesfalls unfair“, betont der Brackel-Trainer. Er sah die Treffer von William Valenti (14.) und Mehmet Erdogan (25.)

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