Zwei kommen, einer geht: Der Kirchhörder SC verliert seinen Stammtorhüter

rnFußball-Westfalenliga

Der Kirchhörder SC treibt den Umbruch weiter voran. In Kagan Atalay und Viktor Schumacher kommen schnelle Außenspieler. Gleichzeitig vermeldet der Westfalenligist einen prominenten Abgang.

Dortmund

, 26.04.2019, 15:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem Derby gegen den BSV Schüren am Sonntag (15 Uhr, Kobbendelle 6, 44229 Dortmund) wissen sie beim Kirchhörder SC vielleicht schon mehr, was ihre Zukunft betrifft. Verliert der Tabellen-16. das Duell mit dem Dortmunder Nachbarn, ist der Abstieg aus der Fußball-Westfalenliga kaum noch zu verhindern.

„Wenn wir am Sonntag nicht gewinnen, wird es sehr, sehr schwierig, Lennestadt noch einzuholen“, sagt Kai Gräfenkämper, Sportlicher Leiter beim KSC. Bereits heute beträgt der Vorsprung des FCL auf Kirchhörde sieben Punkte. „Und es werden ja auch nicht mehr Spiele“, so Gräfenkämper, der aber auch betont: „Ein Abstieg kann auch eine Chance für den Verein sein.“

Ein einschneidender Umbruch ist ohnehin geplant, und die Verantwortlichen treiben diesen auch ungeachtet der nicht geklärten Liga-Zugehörigkeit in der kommenden Saison zügig voran. „Wir planen für sowohl für die Landes- wie auch die Westfalenliga“, sagt der Sportliche Leiter. Heißt: Alles Neuzugänge haben entsprechende Zusagen gegeben.

Schnelle Spieler für die Außenbahnen

Nach den Transfers von Simon Rudnik, 27, vom TuS Ennepetal sowie dem früheren Schalker Jugendspieler Mehmet Sahin (Türkiyemspor Hagen) hat der Kirchhördes SC am Freitag zwei weitere Neuzugänge bekannt gegeben. Vom Bezirksligisten TuS Eichlinghofen wechselt Kagan Atalay, 28, an die Kobendelle. Vom SV Brackel 06 kommt Viktor Schumacher, 25 Jahre alt.

„Beide sind auf den Außenbahnen sehr flexibel einsetzbar“, sagt Gräfenkämper. Und, das ist den Verantwortlichen des KSC besonders wichtig, „sie bringen viel Geschwindigkeit mit“, so der Sportliche Leiter. „Das ist etwas. das uns in dieser Saison auf jeden Fall gefehlt hat.“

Atalay, der bereits beim ASC 09 und dem FC Brünignhausen gespielt hat, und Schumacher sollen nicht die letzten Zugänge beim Kirchhörder SC bleiben. Der Verein sucht noch einen Stürmer, wie Gräfenkämper bestätigt. „Einen Neuner, der für 15 bis 20 Tore in der Saison gut ist.“

Stammkeeper Oliver Roll verlässt den Kirchhörder SC

Zudem muss sich der Klub auch auf der Torwartposition neu orientieren. Der etatmäßige Stammkeeper Oliver Roll wird Kirchhörde nach sieben Jahren verlassen und sich im Sommer dem Westfalenliga-Konkurrenten Concordia Wiemelhausen anschließen.

„Ich wünsche ihm alles Gute“, sagt Gräfenkämper, der sich allerdings auch enttäuscht zeigt. „Wir hatten uns mündlich eigentlich schon auf eine Verlängerung verständigt. Daher finde ich es schade, dass es nun so gekommen ist.“

Roll, 25 Jahre alt, wird in Wiemelhausen auf einen weiteren Kirchhörder treffen. Auch Markus Scherff zieht es zur Concordia. Weitere Abgänge aufseiten des KSC sind Dimitrios Kalpakidis, der noch keine neue Heimat gefunden hat, sowie das Offensivduo Christian Wazian und René Richter, die beiden zum Holzwickeder SC wechseln werden.

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