Zwei Szenarien könnten dem ASC helfen

Fußball: Oberliga Westfalen

Adrian Alipour richtet den Fokus ganz klar auf die eigenen Ergebnisse - und die sollen dazu führen, dass der ASC 09 Dortmund den fünftletzten Platz hält. Er weiß aber auch, dass sich alle Aplerbecker darüber Gedanken machen, ob nicht vielleicht weniger Teams absteigen als gedacht.

DORTMUND

, 03.05.2017, 08:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zwei Szenarien könnten dem ASC helfen

Der Trainer kennt den Weg: Jetzt hofft Adrian Alipour, dass seine Aplerbecker Mannschaft auch den Kurs in Richtung Klassenerhalt in der Oberliga hält.

Natürlich hat sich auch der Coach damit befasst und zwei Szenarien gefunden, die dem ASC auch als potenziellem Viertletzten den Oberliga-Verbleib ermöglichen.

Die Rechnung geht von den höheren Ligen aus: Steigt der Regionalliga-West-Meister Viktoria Köln in der Relegation auf und bleibt der SC Paderborn in der 3. Liga Viertletzter (drei Absteiger), müssten aus der Regionalliga nur drei Teams absteigen. Nur so bliebe die Regionalliga bei ihrer Sollgröße von 18 Mannschaften. Und das hieße, dass auch nur drei Teams aus der Oberliga runtermüssen, da die Anzahl an Aufsteigern in die Regionalliga (2) und aus der Westfalenliga (2) festgelegt ist.

Auch Liga 2 spielt eine Rolle

„Und es wäre für uns auch günstig, wenn Fortuna Düsseldorf (zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz) aus der 2. Liga absteigt. Da zwischen Profiliga-Team und Reserve eine Liga Distanz sein müsste, bedeutete dies, dass die 2. Mannschaft der Düsseldorfer zwangsweise in die Oberliga Nordrhein muss.“ Um Alipours Gedankengang fortzuführen: Dann bliebe die U23 des FC Schalke 04 in der Regionalliga, es käme also auch auf diesem Wege eine Mannschaft weniger in die Oberliga Westfalen, was ebenfalls einen Absteiger weniger aus der Oberliga zur Folge hätte.

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Und im für Aplerbeck besten Fall treffen beide Szenarien zu, dann steigen nur zwei Teams ab. Da der ASC auf den Vorletzten SuS Stadtlohn sieben Zähler Vorsprung hat, wäre er so gut wie durch.

Genug gerechnet: Alipour lässt diese Gedanken kurz zu, nicht aber in der täglichen Arbeit. „Wir gehen immer noch vom wahrscheinlichsten Fall aus, dass vier Teams runter müssen. Und selbst wenn es nur drei trifft, sind wir längst nicht auf der sicheren Seite.“

Es bleibt eng

Aplerbeck hat im Vergleich zum Viertletzten SC Paderborn II nur das bessere Torverhältnis. Zum Drittletzten, dem Tabellen-16. Roland Beckum, sind es gerade mal zwei Punkte. „Roland spielt noch gegen Erkenschwick. Das gewinnen sie. Für uns bedeutet das, dass wir am Sonntag gegen Neuenkirchen unbedingt gewinnen müssen.“ Dabei sieht der Coach den psychologischen Vorteil bei seiner Mannschaft: „Vor ein paar Wochen hatten die Neuenkirchener den Abstiegskampf noch gar nicht auf dem Schirm. Jetzt haben sie vier Spiele hintereinander verloren und finden sich in einer Situation wieder, auf die sie gar nicht vorbereitet sind“, sagt der Trainer. „Wir hingegen haben den Abstiegskampf seit dem ersten Spieltag im Kopf.“

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Jetzt gelte es, den Lohn für den Einsatz unter ständigem Druck einzufahren. „Wir wollen auch kommende Spielzeit ein Derby gegen den FC Brünninghausen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, dem FCB meinen Respekt zu einer starken ersten Saison in der Oberliga zu zollen. Wenn ich sehe, dass sie jetzt gegen Bielefeld II aus einem 0:2 ein 3:2 machen und eine solche Moral beweisen, dann haben sie es völlig verdient, in der Liga zu bleiben.Alexander Nähle

Jeffrey Malcherek verlässt den ASC 09 und wechselt zum Lüner SV.

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