ATV-Basketballer müssen weiter warten: Viel Verständnis und ein Ärgernis

rnBasketball: Landesliga

Die Basketballer des ATV Haltern sollten eigentlich am Wochenende in die Saison starten. Daraus wird aber doch nichts. Spielertrainer Carsten Ulrich war wenig überrascht.

Haltern

, 28.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zuerst wurde der Saisonstart der Basketballer auf das letzte Oktoberwochenende verschoben. Dann, elf Tage vor dem Beginn der neuen Spielzeit, wurde der Start erneut verschoben.

Eigentlich sollten Carsten Ulrich, Spielertrainer des ATV Haltern, und seine Mitspieler am 31. Oktober nach der langen Pause erstmals wieder in der Landesliga 7 an den Start gehen. Doch daraus wird nun nichts, der Saisonstart wurde auf Januar 2021 verschoben.

„Da müssen wir erst mal gucken, ob wir dann überhaupt spielen können“, sagt Ulrich, der auch einen kompletten Saisonabbruch für möglich hält. In den letzten Wochen und Monaten sei viel an einem passenden Hygienekonzept für die Saison gearbeitet worden. „Die Arbeit war jetzt erst mal für nichts“, stellt er fest.

In der Schule „müssen laufend welche in Quarantäne“

Verwundert hat ihn die Entscheidung des Westdeutschen Basketball-Verbandes (WBV) aber nicht. „Wenn man sich die Zahlen (der Corona-Infektionen, Anm. d. Red.) anguckt, war das nicht überraschend.“ Er und seine Mitspieler hätten bereits ein ungutes Gefühl gehabt. „Wir haben uns schon gedacht, dass das nicht gutgehen kann.“

Dementsprechend sei die Verkündung der erneuten Verschiebung auch nichts gewesen, „das uns jetzt komplett umgehauen hat“. Schade sei es natürlich trotzdem, auch wenn jeder die Entscheidung verstehen und nachvollziehen könne.

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Eines ärgert den Spielertrainer jedoch: „Die Entscheidung wurde immer hinausgezögert.“ Als Lehrer kriegt Carsten Ulrich regelmäßig hautnah mit, wie sehr sich die Corona-Pandemie auf das Leben aller auswirkt. „Ich erlebe das ja in der Schule, da müssen laufend welche in Quarantäne.“

Das hätte den Spielern womöglich auch gedroht - ähnlich wie nun im Amateurfußball, wo sich die Spielabsagen immer stärker häufen und auch immer öfter sogar ganze Mannschaften in häusliche Quarantäne müssen.

Freundschaftsspiele gegen andere Vereine sind erst mal nicht geplant

Froh ist der Halterner aber darüber, dass zumindest noch die Hallen offen sind und trainiert werden darf. Natürlich aber auch nur unter Auflagen, betont er. Auch Freundschaftsspiele sind in den kommenden Monaten möglich, hieß es vonseiten des WBV, als er die Verschiebung des Saisonstarts verkündete.

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Freundschaftsspiele zu organisieren, so vermutet Ulrich, werde aber schwer sein. Denn damit gehe ein großer Aufwand einher, den nicht jeder Verein stemmen könne oder wolle.

Vielleicht werde es mal ein internes Spiel mit der U18 des ATV Haltern geben. Dabei solle es dann aber auch nur darum gehen, „mal ein paar Spielzüge zu laufen“. Es wäre zumindest besser als bis mindestens Januar weiterhin nur zu trainieren.

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