Auf Hullern folgt Disteln: Der TuS will im Pokal erneut weiterkommen

Fußball: Kreispokal

Der TuS Haltern am See trifft im Kreispokal auf Vestia Disteln. Der Trainer des Bezirksligisten vergleicht beide Mannschaften mit den Römern und den Galliern aus Asterix und Obelix.

Haltern

von Olaf Krimpmann

, 16.09.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Andre Anhuth - hier im Pokalspiel gegen den SV Hullern - wird dem TuS Haltern am See noch einige Wochen fehlen.

Andre Anhuth - hier im Pokalspiel gegen den SV Hullern - wird dem TuS Haltern am See noch einige Wochen fehlen. © Jürgen Patzke

Das Pokalspiel des SV Vestia Disteln gegen TuS Haltern am See sei ein Kampf wie der der tapferen Gallier gegen die Römer, sagt Jörg Breski. Ob Distelns Trainer die Geschichte wohl auch weiter im Blick hat? Eins muss man dem Übungsleiter und offenbar überzeugten Asterix-Leser lassen: Den TuS aus der Römerstadt Haltern mit den Römern gleichzusetzen, die der legendäre Comic-Held Asterix mit seinem Kumpel Obelix regelmäßig vermöbelt, ist ein passendes Bild. Aber um jetzt mal richtig klugzuscheißen: Die Blütezeit des römischen Imperiums währte nach Asterix noch ein paar Jahrzehnte, ehe es erodierte. Was das alles bedeuten soll?

Fakt ist, dass TuS Haltern am See sportlich schon besser aufgestellt war als in diesen Wochen; vor zwölf Monaten kickte das Team vom Stausee noch in der Regionalliga. „Aber die können sich das Beste aus der Ober- und der Landesligamannschaft zusammenholen für das Spiel“, sagt Jörg Breski. „Wir müssen zusehen, elf Spieler auf den Platz zu bekommen.“ Jedoch, um das Bild vom Krieger Asterix jetzt auf die Spitze zu treiben: Die tapferen Gallier haben die Römerlager Babaorum und Kleinbonum schon mehrfach dem Boden gleichgemacht.

„Und wo besser als im Kreispokal können die das?“

Zumindest im Comic ist das möglich, aber auf dem Spielfeld sieht das wohl etwas anders aus. Distelns Bezirksliga-Spieler dürften heute Abend mit schweren Beinen auflaufen. „Sonntag mussten wir 85 Minuten bei 27 Grad mit zehn Mann spielen, da sind viele doppelt gelaufen – einige von denen werde ich auch im Pokal brauchen“, sagt Jörg Breski.

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Die Distelner Reihen haben sich früh in der Saison gelichtet, fürs Pokalspiel fallen zusätzlich noch Jonas Weeke und Luis Sliwa angeschlagen aus. Breski: „Und die, die zurückkommen, sind nicht bei 100 Prozent.“ Halterns Trainer Timo Ostdorf lässt sich von diesen Meldungen nicht ins Bockshorn jagen: „Das höre ich so oft, dass der Gegner keine Leute hat! Und dann stehen da doch 14, 15 Mann mit Messern zwischen den Zähnen.“

Der Halterner Übungsleiter nimmt das Pokalspiel ernst – aus nachvollziehbaren Gründen: „Für alle jungen Spieler ist es wichtig, Minuten bei den Senioren zu sammeln. Und wo besser als im Kreispokal können die das?“ Mit welcher Startformation der TuS an der Fritz-Erler-Straße auflaufen wird, ist ungewiss. Definitiv ist, dass Routinier Kevin Lehmann wie André Anhuth fehlen werden – beide fallen mit Muskelfaserrissen für mehrere Wochen aus.

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