Ausfallzeit ist bekannt: TuS Haltern muss vorerst auf Stammspieler verzichten

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Noah Korczowski hatte nach seiner Auswechslung gegen die TSG Sprockhövel vergangenen Sonntag bereits eine Vermutung. Nun hat er Gewissheit: Er fehlt dem TuS Haltern in den kommenden Wochen.

Haltern

, 29.09.2020, 13:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der TuS Haltern am See muss in den kommenden Wochen auf einen seiner Stammspieler verzichten. Noah Korczowski verletzte sich im Oberliga-Spiel gegen die TSG Sprockhövel am vergangenen Sonntag. Die Ausfallzeit und Schwere der Verletzung ist nun bekannt. In der langen Oberliga-Saison dürfte es für Haltern nicht die letzte Verletzung gewesen sein. TuS-Trainer Timo Ostdorf erklärt, wie er weitere Verletzungen verhindern möchte.

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„Das war einfach ein doofer Schritt“, sagt Noah Korczowski. Von hinten spürte er einen leichten Schubser, der ihn aus dem Gleichgewicht brachte. Es zwickte im Oberschenkel. Sofort merkte er, dass der Muskel gerissen sein könnte. „Das wäre nicht mein erster Muskelfaseriss“, sagte der ehemalige Spieler des früheren Deutschen Meisters RW Essen am Tag nach dem Spiel.

Diagnose liegt vor: Vermutung hat sich bestätigt

Mittlerweile liegt die Diagnose vor: Laut Arzt hat sich der 26-Jährige einen kleinen Muskelfaserriss zugezogen. Korczowkski rechnet mit einer Ausfallzeit zwischen drei und vier Wochen. Die hält auch sein Trainer Ostdorf für realistisch.

Bei 42 Spielen und vielen englischen Wochen in der Oberliga Westfalen besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich noch viele weitere Spieler Zerrungen und Faserrisse zuziehen werden. „Die Gefahr ist uns bewusst“, sagt Ostdorf. „Jede Verletzung in dieser langen und harten Saison trifft uns empfindlich.“ Durch Korczowskis Profi-Erfahrung ist dieser Ausfall zudem extra bitter.

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Um die Spieler nicht zu sehr zu belasten, achtet das Halterner Trainerteam daher auf die richtige Regeneration in den Trainingseinheiten zwischen den Spielen. „Man darf nicht vergessen“, sagt Ostdorf, „die Jungs gehen auch noch zwischen acht und zehn Stunden arbeiten.“ Da regeneriert der Körper nicht so sehr, dass ein Spieler alle drei, vier Tage 90 Minuten spielen kann.

Rotation und Gespräche

Neben der Regeneration setzen die Halterner auch auf Rotation. So wechselte Ostdorf nach der Partie gegen den Holzwickeder Sportclub vergangen Donnerstag (0:4) im Vergleich zum 1:2 gegen Sprockhövel am Sonntag auf drei Positionen. „Unabhängig vom Ergebnis“, wie Ostdorf erklärt. Wichtiger ist, die Fitness der Spieler nicht zu sehr auszureizen.

In vielen Gesprächen mit den Spielern will der Trainer aber auch ehrliche Antworten hören. „Wir fragen ständig nach, ob jemand was spürt.“ So sollen Spieler, die sich bereits im kritischen Bereich befinden, sagen, wenn etwas zwickt. Dann würden diese Spieler rausgenommen. „Wir haben ja nicht die Möglichkeit, die Blutwerte der Spieler auf Überlastung zu untersuchen“, so Ostdorf.

Korczowski selber merkte vor dem Spiel und der Verletzung keine Überlastung. „Das war einfach eine unglückliche Situation“, sagt der Verteidiger. Auch die kann es geben. Umso wichtiger für den TuS Haltern am See, dass er vermeidbare Muskelverletzungen weitestgehend verhindert.

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