Der HSC und der TuS Haltern trauern um einen ihrer engagiertesten Fans

Nachruf

Wilfried Albrink ist am 28. April 2021 verstorben. Viele Jahrzehnte begleitete er als Mitglied den TuS Haltern und den HSC Haltern-Sythen. Keine Auswärtsfahrt war ihm zu weit.

Haltern

, 02.05.2021, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wilfried Albrink war jahrzehntelang treuer Anhänger des HSC Haltern-Sythen und des TuS Haltern am See.

Wilfried Albrink war jahrzehntelang treuer Anhänger des HSC Haltern-Sythen und des TuS Haltern am See. Am 28. April 2021 ist der Halterner im Alter von 88 Jahren gestorben. © Manfred Rimkus (Archiv)

„Er war ein extrem treuer und engagierter Fan“, sagt Barthold Budde, Vorsitzender des HSC Haltern-Sythen, über Wilfried Albrink. Im Alter von 88 Jahren ist der Halterner am 28. April 2021 verstorben. Mit ihm verliert die Halterner Sportwelt einen überaus leidenschaftlichen Menschen, dem lange Zeit keine Auswärtsfahrt zu weit war.

„So lange es ging, fuhr er mit zu jedem Auswärtsspiel“, erzählt Barthold Budde. In der Halle am Schulzentrum war Albrink, der dem HSC 1989 beigetreten war, ohnehin bei jedem Heimspiel der Herren I dabei. Oft kam er auch schon etwas früher, um sich auch Spiele der zweiten Herrenmannschaft des HSC anzugucken.

„Wilfried ließ sich nicht lumpen“

Selbst wenn er es mal nicht pünktlich in die Halle schaffte, war ihm eines immer sicher: Der Stammplatz auf der mittleren Tribüne, ganz oben rechts, erzählt Andreas Geilmann-Ebbert. Von dort verfolgte Wilfried Albrink, der 1953 auch dem TuS Haltern am See beigetreten war und seitdem in der Stauseekampfbahn regelmäßiger Gast war, die Spielzüge der Handballer.

Auch der TuS Haltern trauert. „Er ist ein Fan, der jedes Fußballspiel guckt“, sagte Werner Schemmer, Ehrenpräsident des TuS, vor einigen Jahren über den gelernten Schmied. Albrink arbeitete fast 50 Jahre für die Gelsenwasser AG - zunächst als Geselle, später dann als Maschinenmeister. „Er war ein Urgestein bei uns“, sagt auch Martin Reismann vom TuS. „Er war immer mit dem Herzen dabei.“

Genauso wie seine Frau Maria, die ebenfalls stets als Zuschauerin in der Halle und in der Stauseekampfbahn dabei war, aber leider bereits vor einigen Jahren starb. Die beiden hatten sich einst im Römertheater an der Rekumer Straße kennengelernt, am 28. Mai 1954 heirateten sie schließlich.

2004 feierten Maria und Wilfried Albrink ihre Goldene Hochzeit.

2004 feierten Maria und Wilfried Albrink ihre Goldene Hochzeit. Beide waren viele Jahre lang regelmäßig bei den Spielen des TuS Haltern am See und des HSC Haltern-Sythen dabei. © Holger Steffe

In den darauffolgenden Jahrzehnten erlebten sie zahlreiche Siege, Aufstiege, aber auch Niederlagen und Abstiege mit dem TuS und dem HSC. Wenn es mal nicht so gut lief, habe Wilfried Albrink immer ordentlich gewettert, erinnert sich Barthold Budde. Wenn es dann wieder besser lief, „war er aber auch der, der sich am meisten gefreut hat“, so der HSC-Vorsitzende weiter.

Bei besonderen Erfolgen gab er gerne mal eine Kiste Bier für die TuS- und HSC-Herren aus, brachte die Kaltgetränke auch schon mal persönlich in die Kabine. „Wilfried ließ sich nicht lumpen“, sagt Andreas Geilmann-Ebbert. Genau so werden ihn sowohl die Handballer als auch die Fußballer aus Haltern in Erinnerung behalten: Als einen der größten Fans der Seestadtsportler.

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