Doppeltorschütze Röer ist „einfach nur erleichtert“: Beim SV Lippramsdorf fällt Ballast ab

rnFußball: Bezirksliga

Es war mal so gar kein Start nach Maß für den SV Lippramsdorf am Sonntag gegen den TuS Wüllen. Doch das Team von Trainer Michael Hellekamp ließ sich nicht aus der Bahn werfen.

von Christopher Kremer, Jürgen Patzke

Lippramsdorf

, 10.12.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ich bin einfach nur erleichtert“, sagte Julian Röer, Stürmer des SV Lippramsdorf. Sein Trainer Michael Hellekamp fasste seine Gefühlslage mit „erleichtert und glücklich“ zusammen. Mit 4:1 setzten sich die Lippramsdorfer gegen den TuS Wüllen durch und fuhren drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten im Absteigskampf ein. Zwei Zähler liegt der LSV nun vor dem ersten Abstiegsplatz. Es war der erste Erfolg seit Ende Oktober (4:2 gegen Alstätte).

So saß das Team auch etwas länger als sonst nach dem Abpfiff in der Kabine zusammen. „In den vergangenen Wochen haben wir oft genug den Kürzeren gezogen“, erklärte Hellekamp. Dementsprechend sei die Stimmung am Sonntag deutlich besser gewesen. „Bei vielen ist Ballast abgefallen“, sagte der Trainer. „Vielleicht haben wir auch ein bisschen mehr getrunken als sonst.“

Eigentlich alles in der eigenen Hand

Doch dabei begann das Duell schlecht für die Lippramsdorfer. „Das Gegentor nach einem Standard, obwohl ich noch auf gewisse Dinge hingewiesen hatte, ist natürlich umso ärgerlicher“, erklärte Hellekamp. Anschließend hätten die Lippramsdorfer trotzdem eigentlich alles in der eigenen Hand gehabt, sagte Röer. „Wir haben weiter versucht, Fußball zu spielen“, erklärte Hellekamp.

Für Röer, der nach 32. Minuten zum Ausgleich traf, war der Halbzeitstand nicht wirklich gerechtfertigt. Durch den Treffer „konnten wir aber nach Wiederanpfiff frei aufspielen“, sagte der Torjäger. Er selbst war es nach acht Minuten in der zweiten Halbzeit, der zur 2:1-Führung für die Lippramsdorfer traf.

„Eine verrückte Grätsche“

Dass in dieser Phase nicht der Ausgleich der Gäste fiel, hatten die Lippramsdorfer Jonas van Buer zu verdanken. „Ich weiß nicht, wie er den Ball noch vor der Linie klären konnte“, sagte Hellekamp. „Das war eine verrückte Grätsche.“ Und so hatte der Trainer noch ein bisschen Angst, dass das Spiel noch kippen könnte. „Ich würde lügen, wenn nicht.“

Zumindest bis zu 89. Spielminute: Constantin Dewert traf zum 3:1. In der vierten Minute der Nachspielzeit erhöhte Henrik Kleinefeld auf 4:1. „Dass das Ergebnis nicht unbedingt den Spielverlauf widerspiegelt, ist uns auch schon wiederfahren“, bilanzierte Hellekamp.

Ein Spiel steht in diesem Jahr für den SV Lippramsdorf noch aus: Mit Union Lüdinghausen wartet am Sonntag (14.45 Uhr) erneut ein Konkurrent aus dem Tabellenkeller. „Jeder kann die Tabelle lesen“, sagte Hellekamp. „Wir müssen auf den Punkt topfit sein.“

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