Eine Runde weiter: Der TuS Haltern gewinnt gegen Vestia Disteln

Kreispokal

Die Überraschung blieb aus: Der TuS Haltern am See hat Bezirksligist Vestia Disteln besiegt und ist in die nächste Runde des Kreispokals eingezogen.

Herten

von Michael Steyski, Olaf Krimpmann

, 16.09.2020, 21:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Paul Keller (l.) und der TuS Haltern am See sind im Kreispokal eine Runde weiter.

Paul Keller (l.) und der TuS Haltern am See sind im Kreispokal eine Runde weiter. © Olaf Krimpmann

Der TuS Haltern am See ist im Kreispokal dank eines 3:1-Sieges bei Bezirksligist Vestia Disteln in die nächste Runde eingezogen. Der Oberligist löste die Pokalaufgabe an der Fritz-Erler-Straße dank einer bemerkenswerten Effektivität.

Knapp eine Viertelstunde passierte vor beiden Toren nichts, ehe Halterns Lennart Rademacher erstmals Mark Mahlmeister im Vestia-Tor prüfte. Bei der anschließenden Ecke brannte es lichterloh im Distelner Strafraum: Paul Keller traf aus kurzer Distanz die Latte, ehe Tim Forsmann den zu kurz abgewehrten Ball aus dem Hinterhalt zum 0:1 in die Maschen drosch (14.).

Disteln versuchte mitzuspielen, fand jedoch nur wenige Lücken in der Halterner Defensive. Der Oberligist agierte weiter unaufgeregt und nutzte auch seine zweite wirkliche Torchance zu einem Treffer. Julian Göcke, per Steilpass in Szene gesetzt, schloss aus zwölf Metern ab, Jannick Landwehr fälschte den Ball unhaltbar für seinen Torhüter zum 0:2 ab (40.).

Semih Gülsoy baut die Führung für den TuS Haltern am See aus

Die Gastgeber, bei denen frühzeitig Verteidiger Janik Bröcker verletzt ausfiel, hatten kurz vor der Pause die Gelegenheit, noch einmal heran zu kommen: Philipp Müller kam in der 43. Minute zum Abschluss, TuS-Keeper Backmann-Stockhofe lenkte den Ball zur Ecke. Mit der 2:0-Führung im Rücken spielte der Oberligist nach der Halbzeit souverän auf, Disteln versuchte weiter mitzuspielen, doch ein Klassenunterschied blieb zunächst sichtbar.

Folglich legte der TuS in der 56. Minute nach: Nach einer von Stefan Oerterer getretenen Ecke sprang Semih Gülsoy höher als Vestia-Keeper Mahlmeister, dem das Rund über die Fäuste ins Tor flog.

Das war die Vorentscheidung: Allerdings ließen sich die Platzherren nicht hängen. Ein glückliches Händchen bewies Trainer Jörg Breski mit der Einwechslung von Jan-Niklas Lobert: Lobert steckte den Ball in der 72. Minute durch auf Tim Gilgner, der in Klasse-Manier Halterns Keeper Backmann-Stockhofe umkurvte und den Ehrentreffer für seine Farben erzielte.

Am Ende drückte Vestia noch, Jan-Niklas Lobert hatte zwei gute Möglichkeiten: Einmal scheiterte der Distelner aussichtsreich am Torhüter, einmal verzog er frei stehend. Das war eben der Unterschied: Die Effizienz hatte der TuS Haltern „gepachtet“.

Distelns Trainer Jörg Breski schwankte am Ende zwischen Lob und Tadel: „In der ersten Halbzeit schenken wir dem Gegner beide Tore, in der zweiten machen meine Jungs ein Bombenspiel. Das war Werbung für den Fußball.“ Halterns Teamchef Timo Ostdorf wirkte gelassener: „Wir haben die Pflichtaufgabe erfüllt gegen einen guten Gegner, der uns gefordert hat.“

Vestia Disteln: Mahlmeister – Bröcker (23. Wagner), Landwehr, Kenzlers, Müller (46. Gilgner), Hahnenkamp, Rottenberg, Schumski (65. Lobert), Kadura, Koseler, Gola.

TuS Haltern: Backmann-Stockhofe – Michalak (58. Tural), Forsmann, Keller (69. Schorn), Kaiser (46. Büscher), Eisen, Oerterer, Gülsoy, Göcke, Rademacher, Sandkühler (58. Trachternach).

Tore: 0:1 Forsmann (15.), 0:2 Göcke (40.), 0:3 Gülsoy (56.), 1:3 Gilgner (72.).

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