„Das war´s erst mal mit Fußball“: Flaesheimer (22) zieht einen Schlussstrich

rnFußball: Kreisliga A

Nach der dritten schweren Verletzung ist für einen Flaesheimer erst mal Schluss. Die erste Diagnose im Krankenhaus sorgte derweil für Kopfschütteln. Es sei eine Zerrung, sagte die Ärztin.

Flaesheim

, 22.09.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Concordia Flaesheim hatte in den vergangenen Jahren immer wieder großes Verletzungspech. Trainer Michael Onnebrink musste seine Startelf regelmäßig aufgrund neuer Ausfälle umbauen. Im vorletzten Testspiel vor dem Saisonstart hatte sich zuletzt schon wieder einer seiner Kicker verletzt. Er macht jetzt Schluss.

Gerade wollte Maik Knoblich gegen den SuS Olfen einen Freistoß schießen, da blieb er im Kunstrasen hängen. Sofort war klar, es geht nicht mehr weiter. „Ich hatte beim letzten Mal den Fuß gebrochen, dass war ein Witz dagegen“, sagt der 22-Jährige über den Schmerz, den er daraufhin in seinem linken Knie spürte.

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Nach dem Spiel wurde er mit einem Krankenwagen nach Datteln gebracht. Die erste Diagnose der behandelnden Ärztin vor Ort war für den Linksfuß nicht nachvollziehbar. Zu groß war der Schmerz, um zu glauben, dass es sich nur um eine Zerrung handelte. Das äußere Band sei an seinem Knie nicht auffindbar gewesen, erzählt er. Ein MRT bestätigte später, dass es mehr als nur eine Zerrung war. Vielmehr war die Sehne angerissen.

„Irgendwann hat man halt auch keinen Bock mehr“

Mehrere Wochen musste Knoblich daraufhin mit Krücken und einer Schiene herumlaufen. „Das war schon nervig“, sagt er. Die Krücken sind nun aber wieder weg, die Schiene ist jedoch geblieben. Die nächsten drei bis vier Wochen stehen mehrere Termine beim Physiotherapeuten an. „Momentan geht es mir ganz gut“, sagt der Linksfuß, der in der Vergangenheit schon mit zwei Fußbrüchen binnen weniger Monate lange ausfiel.

Maik Knoblich (h.) hat sich erneut schwerer verletzt.

Maik Knoblich (h.) hat sich erneut schwerer verletzt. © Jürgen Patzke

„Das war´s erst mal mit Fußball“, erklärt er nun. Schon nach seinem zweiten Fußbruch habe er gesagt, dass er bei einer weiteren schweren Verletzung aufhören werde. „Es macht halt keinen Sinn.“ Immer wieder kämpfte er sich nach mehreren Monaten Pause wieder zurück, nur um dann von der nächsten Verletzung zurückgeworfen zu werden. „Irgendwann hat man halt auch keinen Bock mehr“, sagt er über das ständige Auf und Ab.

Dennoch denkt Knoblich weiterhin positiv. „Es geht auch schlimmer“, sagt er. Im Alltag sei er nicht allzu sehr beeinträchtigt. Läuft alles nach Plan, verschwindet auch die Schiene an seinem Bein in einigen Wochen wieder.

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