Halterner Verein freut sich über 116.088 Euro für ein langersehntes Projekt

rn„Moderne Sportstätten 2022“

Mit dem Programm „Moderne Sportstätten 2022“ sollen Vereine in ganz NRW unterstützt werden. In Haltern bewarben sich elf Vereine für die Förderung. Einer freut sich nun über 116.088 Euro.

Haltern

, 09.07.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von dem Programm „Moderne Sportstätten 2022“ profitieren in Nordrhein-Westfalen bereits über 500 Vereine. Die Stadt Haltern sollte über 500.000 Euro aus dem Programm bekommen. Auch Halterner Vereine konnten sich für die Fördergelder bewerben. Einer freut sich jetzt über eine Förderung in Höhe von 116.088 Euro. Damit soll ein Teil eines Projektes finanziert werden, das den Verein schon seit über zehn Jahren beschäftigt.

Genau 515.015 Euro sollten nach Haltern fließen. Insgesamt elf Vereine hatten sich für die Fördergelder beworben. Das führte allerdings schnell zu der Erkenntnis, dass nicht alle Vereine ihre beantragten Gelder bekommen können - oder zumindest nicht in vollem Umfang. So war es nun auch beim Tanzsportclub Haltern.

„Wir haben direkt gesagt, das ist unsere Chance“

Doch auch wenn es nicht die ganze beantragte Summe gab, „ging ein breites Grinsen durch den Vorstand“, erzählt Anja Lohkämper, Vorsitzende des Tanzsportclubs Haltern. Die Zusage erhielt der Verein am Dienstag, 7. Juli. Schon seit 2006 sucht der Verein ein eigenes Sportquartier, im Sommer 2019 konnte der stellvertretende Vorsitzende Horst Westermann endlich Vollzug melden: Eine rund 800 Quadratmeter große Halle am Schultenbusch, die zuvor von den Maltesern genutzt wurde, wurde als geeignete Immobilie ausgemacht. Der Mietvertrag wurde unterschrieben, die Freude war groß.

Doch die wirklich schwere Arbeit lag und liegt noch immer vor den Mitgliedern des TSC Haltern. Die Halle muss umgebaut werden. Umkleiden werden benötigt und zwei Tanzflächen sollen dort entstehen. Das kostet allerdings auch eine Menge Geld. Einen mittleren fünfstelligen Betrag hatte der Verein schon selbst aufgebracht. Dann wurde das Programm „Moderne Sportstätten 2022“ ins Leben gerufen.

„Wir haben direkt gesagt, das ist unsere Chance“, erinnert sich Anja Lohkämper. Zwar erhält der Verein nun nur 51 Prozent der beantragten Summe, doch auch damit „kann man schon eine Menge machen“, freut sie sich. Der TSC habe auch von Anfang an Planungen für den Fall, dass er keine Förderungen erhält, gemacht. Die geplanten Umbauarbeiten wurden von Anfang an in drei Bauabschnitte unterteilt. Da der Verein nicht die volle Summe erhält, werde nun eben erst mal nicht alles, was in Abschnitt eins geplant war, umgesetzt, so Lohkämper.

Horst Westermann kümmert sich seit Jahren um das TSC-Projekt

Einen besonderen Dank richtet sie an ihren Stellvertreter Horst Westermann. Die vielen Stunden, die dieser bislang in die Planung des eigenen Sportquartiers gesteckt hat, seien vom Aufwand vergleichbar mit einem Vollzeitjob. „Und das macht er alles ehrenamtlich“, sagt die Vorsitzende. Bei dem ganzen Projekt sei Westermann federführend gewesen.

Jetzt sollen die Bauarbeiten am besten so schnell wie möglich beginnen. Die 116.088 Euro aus dem Fördertopf sind zwar noch nicht auf dem Konto des TSC Haltern angekommen, „aber jetzt dürfen wir anfangen“. Nun beginnt die Suche nach den passenden Handwerkern, die die aufwendigen Arbeiten im neuen Quartier der Halterner Tänzer angehen können.

In der Vergangenheit hatte sich der Verein sogar mit einem Neubau beschäftigt. „Wir haben ein Jahr intensive Vorbereitungsarbeit und viel Herzblut investiert, doch am Ende ließ sich der Bebauungsplan nicht realisieren“, sagte Horst Westermann im vergangenen Sommer. Mit der Halle am Schultenbusch und dem unterzeichneten Mietvertrag endete dann aber endlich eine lange Odyssee. Dank des Programms „Moderne Sportstätten 2022“ ist das Ziel eines fertiggestellten eigenen Quartiers nun wieder einen Schritt näher gerückt.

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