Spannung bis zum Schluss: Glanzparade beschert dem HSC Haltern-Sythen „ganz wichtige Punkte“

rnHandball: Oberliga

Der HSC Haltern-Sythen schlägt den VfL Mennighüffen denkbar knapp. Ein HSC-Spieler wurde Sekunden vor dem Abpfiff zum gefeierten Helden. Ein anderer fiel derweil kurzfristig noch aus.

Haltern

, 01.02.2020, 22:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war das erwartet schwere Spiel für den HSC Haltern-Sythen gegen den VfL Mennighüffen. Im Hinspiel (35:35) musste das Team von Gerard Siggemann noch spät den Ausgleich einstecken, diesmal wollten sie gegen den Tabellenzehnten der Oberliga gewinnen. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff hatten die Gäste noch die große Chance zum Ausgleich - ein Halterner hatte allerdings etwas dagegen.

Mit 27:26 konnte sich der HSC am Ende durchsetzen. „Wir waren heute voll am Limit, sowohl körperlich als auch mental und taktisch“, sagte Halterns Trainer nach der umkämpften Partie. Nicht nur musste Siggemann auf die bereits im Vorfeld bekannten Ausfälle von Rückkehrer Tim Strotmann und Philipp Wolak reagieren, sondern er musste auch noch auf den im vergangenen Herbst gekommenen Alexander Mazur verzichten, der kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel.

Zu allem Überfluss knickte dann auch noch Sommer-Neuzugang Johannes Beumer in der 14. Minute um. Für ihn ging es nicht mehr weiter. „Ich hoffe, es ist nur eine Bänderdehnung“, so der HSC-Coach. Beumers Knöchel sei zumindest bis zum Ende des Spiels „nur ein bisschen dick geworden“.

Mika Knöner und Nick Andersen bringen HSC wieder in Führung

Die verbliebenen Spieler hätten aber „alles rausgeholt“, um die Punkte zuhause zu behalten. Dabei hatten die Halterner auch den besseren Start, gingen früh mit zwei Toren in Führung (2.) und ließen sich auch nicht von einer Mennighüffener Führung in der 14. Minute aus dem Konzept bringen. In den letzten Minuten gelang es dem Aufsteiger, sich etwas abzusetzen und bis zur Pause auf 17:12 zu erhöhen. Vor allem eine zweiminütige Überzahl ab der 22. Minute beim Stand von 10:10 nutzten die HSC-Spieler eiskalt. Erst traf Julian Schrief mit einem platzierten Wurf knapp über dem Hallenboden, dann legte er aus der eigenen Hälfte ins verwaiste VfL-Tor nach, ehe auch Torhüter Daniel Lüger aus der Distanz ins leere Tor traf.

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Der Beginn der zweiten Hälfte gehörte dann aber den Gästen, die Tor um Tor aufholten und plötzlich nur noch einen Treffer zum Ausgleich brauchten (39.). „ Da hatten wir einige Abstimmungsprobleme“, erklärte Gerard Siggemann. Die Folge war eine kleine taktische Umstellung, bei der die Halterner Deckung etwas tiefer agierte. Doch Mennighüffen kam dennoch zum 21:21-Ausgleichstreffer (47.). Erneut ließ sich der HSC jedoch nicht beirren, ging durch Mika Knöner und Nick Andersen wieder in Führung (48.).

HSC Haltern-Sythen mit einer „mental ganz starken Leistung“

Julian Schrief und Maximilian Beumer hätten in den Schlussminuten dann für eine mögliche Vorentscheidung sorgen können, doch beide trafen innerhalb von einer Minute von Rechtsaußen jeweils nur den Pfosten. Und so bekam Mennighüffen in Unterzahl noch eine letzte Chance, einen Punkt zu holen. Fünf Sekunden vor dem Abpfiff konnte Daniel Lüger aber einen flachen Wurf von der linken Seite gerade so mit dem Fuß ins Toraus abwehren. Der Jubel war groß - sowohl auf der Tribüne bei den zahlreichen Zuschauern als auch bei den Spielern auf dem Feld. Denn es war die letzte Szene der Partie.

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Dass seine Spieler auch nach mehreren Ausgleichstreffern nie aufgaben und immer weiter kämpften, sei „mental eine ganz starke Leistung“ gewesen, lobte Siggemann nach der Partie. „Das sind zwei ganz wichtige Punkte“, erklärte er mit Blick auf den anvisierten Klassenerhalt.

HSC: Lüger (1), Haunert - Scherer (1), Andersen (4), Knöner (3), M. Beumer, Schulte-Lünzum, J. Schrief (8/3), P. Schrief, J. Beumer (1), Kruth (9)

Zweite Mannschaft bleibt an der Spitze

  • Die zweite Mannschaft des HSC Haltern-Sythen setzte sich am Samstagnachmittag mit 32:24 (14:12) gegen die ETG Recklinghausen durch.
  • In der ersten Hälfte tat sich das Team von Harald Scherer schwer, geriet früh in Rückstand und ging nur knapp mit zwei Toren Vorsprung in die Pause. „Es ist schon fast ein gewohntes Bild, dass die erste Halbzeit so ist“, sagte der Trainer und Spieler der ersten Mannschaft im Anschluss.
  • In den zweiten 30 Minuten sei sein Team dann besser geworden. Der HSC baute seine Führung nach und nach aus. „Nach zehn Minuten in Halbzeit zwei hat man gemerkt, dass der Gegner aufgegeben hat“, erklärte Scherer.
  • Mit jeweils fünf Treffern waren Justus und Janne Krause die erfolgreichsten Spieler des HSC II.
  • Mit 23:7 Punkten stehen die Halterner somit weiter an der Tabellenspitze der Bezirksliga. Direkt dahinter lauert aber der FC 26 Erkenschwick mit 22:8 Punkten.
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