Julian Büscher im Interview: Er ist „eine jüngere und fittere Version von mir“

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Julian Büscher hat den TuS Haltern verlassen und spielt zukünftig für Bonn. Im Interview spricht er noch mal über die Gründe für seinen Abgang und über seinen Bruder, der nun beim TuS spielt.

Haltern

, 28.08.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach rund einem halben Jahr hat Julian Büscher den TuS Haltern am See verlassen. Allerdings nicht aus sportlichen Gründen, sondern weil er nach Köln gezogen ist. Während der 27-Jährige nun beim Regionalligisten Bonner SC unterschrieben hat, hat sich sein jüngerer Bruder dem TuS angeschlossen. Im Interview spricht Büscher über lange Autofahrten und ob die Halterner den Klassenerhalt in der Regionalliga auch sportlich geschafft hätten. Außerdem verrät er, warum der TuS mit seinem Bruder einen starken Neuzugang gefunden hat.

Herr Büscher, wie schwer fiel Ihnen die Entscheidung, den TuS Haltern am See zu verlassen?

Sehr schwer, wir waren sehr zufrieden da. Es war eine coole Geschichte und hat wirklich Spaß gemacht. Wir wussten, es wird eher schwierig, aber von der Logistik her wurde es jetzt zu problematisch. Die A43 ist immer voller Staus, da macht es keinen Sinn, für die Oberliga 1,5 Stunden mit dem Auto zu fahren. Wir wollten es irgendwie versuchen, haben dann aber gemerkt, wie schwer das ist.

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In den rund sechs Monaten beim TuS kamen Sie aufgrund der Corona-Pandemie nur sechs Mal zum Einsatz. Wie bewerten Sie Ihre Zeit in Haltern?
Es hat mir richtig Spaß gemacht, vor allem auch, weil es in der Nähe von meiner Familie war. Es war schön, als Familie zum Spiel zu gehen. Dadurch, dass sie (der TuS/Anm. d. Red.) jetzt wieder in einer anderen Liga spielen, muss man schauen, wie es sich entwickelt. Alle waren super nett und freundlich. Ich wünsche meinem kleinen Bruder alles Gute. Ich bin froh, dass es alles gut geklappt hat (mit dem Wechsel nach Haltern/Anm. d. Red.).

Sie kamen vom Cavalry FC zum TuS Haltern. War der Wechsel aus Kanada in die Regionalliga eine große Umstellung?

Es war da anders als in Haltern, weil das Fußballspielen da hauptberuflich war mit zwei Mal Training am Tag und so. Grundsätzlich wird Fußball aber überall gleich gespielt.

Sie hatten nur wenige Monate Zeit, die Mannschaft so richtig kennenzulernen. Hätten Sie den Klassenerhalt auch ohne Corona geschafft?

Doch, gerade in der Rückrunde hatten wir eine richtig starke Truppe. Das hat man in den Spielen auch gesehen, als wir in Essen beinahe gewonnen hatten und in Köln spät den Ausgleich kassiert haben. Von der Qualität her war der Klassenerhalt drin.

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Während Sie den TuS verlassen haben, hat sich Ihr jüngerer Bruder dem Verein angeschlossen. Wer ist der bessere Büscher auf dem Fußballplatz?

Ich sage es mal so: Jetzt hat der TuS Haltern eine jüngere und fittere Version von mir (lacht). Die Halterner können sich auf ihn freuen. Ich hätte ihnen allein aus Altersgründen nicht so lange erhalten bleiben können wie er, so ist es doch jetzt super.

Wo sehen Sie bei Ihrem Bruder Jendrik noch Nachholbedarf?

Ich glaube, bei einem jungen Spieler ist es normal, dass er eine gewisse Erfahrung sammeln muss. Das kannst du nicht lernen, das muss man sich durch viele Spiele aneignen. Jüngere Spieler brauchen einfach Spiele. Beim TuS haben sie ein gutes Rundumpaket bekommen, da können sie sehr zufrieden sein. Ich freue mich, dass er jetzt da ist. Jendrik hat seine spielerischen Qualitäten. Wir werden auf jeden Fall ab und an mal versuchen, ihm zuzugucken. Es ist schade, dass es für uns in Haltern vorbei ist.

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