Negative Corona-Tests, ein erleichterter Trainer und eine große Sorge

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Bislang waren alle Corona-Tests bei Concordia Flaesheim negativ. Das und die Unterbrechung der Saison haben Trainer Onnebrink vorerst erleichtert. Doch etwas anderes bereitet ihm schon Sorgen.

Haltern

, 30.10.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die letzten Wochen haben Michael Onnebrink, Trainer von Concordia Flaesheim ziemlich genervt. Der nicht einheitliche Umgang im Amateurfußball mit der Corona-Pandemie machte es ihm und seiner Mannschaft nicht leicht. Zuletzt gab es sogar einen Corona-Fall im eigenen Verein. Mit Blick auf die Saison-Unterbrechung ist Onnebrink nun erst mal erleichtert - aber auch besorgt.

Zwar hat Concordia Flaesheim noch nicht alle Testergebnisse nach dem Corona-Fall in der eigenen A-Jugend, doch alle, die bereits vorliegen, seien negativ, so der Trainer. Auch dem betroffenen Spieler gehe es soweit ganz gut. Das und die Tatsache, dass nun erst mal alle Spiele im November abgesagt wurden, sorgte für eine Erleichterung beim Flaesheimer.

Dass nun nicht nur der Spielbetrieb ruht, sondern auch kein Training mehr möglich ist, sei zwar schade, „aber es war alternativlos“. Froh sei er vor allem, dass man nun Fakten habe. „So wie es die letzten drei Wochen war, konnte es ja nicht mehr weitergehen.“

Flaesheims Trainer: „Mehr kannst du an Hygiene nicht leisten“

Weiter zu trainieren wäre aber sowieso schwierig gewesen, gesteht er. Denn ohne Zugang zu den Kabinen und Duschen könne in der aktuellen Jahreszeit eigentlich nicht trainiert werden. Dass es auf Fußballplätzen zu vielen Infektionen kam, wird derweil von vielen Seiten angezweifelt.

Auch Michael Onnebrink sieht vor allem eine andere Art von Veranstaltung als großes Problem der vergangenen Wochen. „Mich regen die ganzen Privatfeiern auf“, sagt er. Bei Concordia Flaesheim und auch bei vielen anderen Vereinen hätten sich alle gut an die Regeln gehalten.

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„Mehr kannst du an Hygiene nicht leisten“, erklärt er. Die Concordia beispielsweise sei schon an ihre Grenzen gestoßen, was die Vorbereitung und Ausführung des Hygienekonzeptes anging. „Du musst dafür ja auch Sonntag für Sonntag Leute abstellen“, so Onnebrink.

Bei aller Erleichterung über die Entscheidung der Politik, bereitet dem Trainer ein Blick auf die Zeit nach dem Lockdown Sorgen. „Der Aberwitz für mich wäre, wenn wir im Dezember dann Nachholspiele austragen“, sagt er. „Das wäre der komplette Wahnsinn.“

Wird im Dezember wieder gespielt? Onnebrink ist dagegen

Keiner glaube, dass im Dezember wieder trainiert werden kann. Und selbst wenn, sei eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs quasi unmöglich. Denn zwei Wochen müssten mindestens wieder trainiert werden, ehe gespielt werden könnte. Dann ist aber bereits Mitte Dezember.

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„Ich hätte mir gewünscht, dass man gleich bis Ende des Jahres alles absagt“, erklärt der Trainer, der schon davon ausgeht, dass eine komplette Saison nicht mehr gespielt werden kann. „Das geht ja gar nicht“, sagt er. Denn bereits jetzt gibt es zahlreiche Nachholspiele und mindestens einen Monat Spielpause.

Das Ziel des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) bleibt aber wohl ohnehin nur das Erreichen der 50-Prozent-Marke. Denn dann könnte die Saison abgebrochen und trotzdem gewertet werden.

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