Neuzugang Nico Pulver (21) ist der Dauerbrenner des TuS Haltern

rnFußball: Oberliga

Nico Pulver hat noch keine Minute in der Oberliga verpasst. Zuletzt war er sogar der erfahrenste Abwehrmann, weshalb der Neuzugang sich vor allem auf die Rückkehr eines TuS-Spielers freut.

Haltern

, 23.10.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit gerade mal 21 Jahren absolviert Nico Pulver nun bereits seine dritte Oberliga-Saison. Nach seinem Wechsel von Westfalia Herne zum TuS Haltern am See hat er sich direkt in der ersten Elf festgespielt. Am vergangenen Spieltag war er plötzlich sogar der erfahrenste Mann in der Abwehr.

Wie wichtig Pulver bereits für den TuS ist, sagt sein Trainer Timo Ostdorf, „erkennt man schon an seinen Einsatzzeiten“. Neben Paul Richter (19) ist er der einzige Spieler im Kader der Halterner, der in jeder Minute auf dem Platz stand.

Mit den Offensivspielern Stefan Oerterer, Jan-Niklas Kaiser und Enes Schick gibt es nur drei weitere Spieler, die in jeder Oberliga-Partie eingesetzt wurden. „Er ist mit seinem jungen Alter schon ein wichtiger Spieler“, sagt sein Trainer, der sich über einen Neuzugang freut, dessen Transfer „sowohl auf als auch neben dem Platz gelungen“ ist.

Ein Neuzugang, der nicht nur auf dem Platz wichtig ist

Mit seiner eigenen Leistung ist Pulver bislang auch zufrieden. „Ich bin da immer relativ ehrlich zu mir selbst“, sagt er. Besser gehe es natürlich immer, aber der Start beim TuS sei gut gewesen. „Durch die zwei Oberliga-Jahre (bei Westfalia Herne, Anm. d. Red.) wurde ich gut vorbereitet.“

Doch nicht nur auf dem Platz ist ihm die Eingewöhnung gut gelungen, sondern auch daneben. „Auch als Typ ist er wichtig“, sagt Timo Ostdorf. Vor allem in der Kabine sei Pulver einer, der die Stimmung auch mal auflockern könne. „Die Eingewöhnung war top“, so der Neuzugang.

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Viele Spieler habe er schon gekannt - einige aus der Jugend, andere von direkten Aufeinandertreffen. Daher sei er direkt gut in der neuen Mannschaft aufgenommen worden. In den wenigen Monaten beim TuS Haltern am See hat der Linksfuß schon die Höhen und Tiefen des Fußballs miterleben dürfen.

Auf der einen Seite stehen Siege gegen den Oberliga-Favorit Meinerzhagen und der erfolgreiche Pokal-Fight gegen Regionalligist Ahlen. Auf der anderen Seite stehen bittere Niederlagen wie das 1:2 gegen Sprockhövel, als das entscheidende Tor in der Nachspielzeit fiel, oder die beiden 0:5-Niederlagen gegen Rhynern und Kaan-Marienborn.

Nico Pulver über Noah Korczowski: „Er ist eine Bank hinten drin“

Gerade für ihn als Abwehrspieler seien die Ergebnisse der letzten Wochen nicht gerade prickelnd gewesen, sagt er. Doch er ist überzeugt, dass sich die Mannschaft noch steigern wird. „Wir sind eine zusammengewürfelte Truppe, das ist ein Lernprozess.“

Es sei natürlich von außen betrachtet komisch, „dass wir am Wochenende fünf Stück kassieren, dann einen Regionalligisten rauskegeln und dann wieder fünf Stück kassieren“. Daran arbeite das Team aber gerade. „Unsere Philosophie ist es, erst mal hinten sicher zu stehen.“

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Dabei mithelfen, damit das in den nächsten Partien wieder besser funktioniert, könnte am kommenden Sonntag (25. Oktober) gegen Tabellenführer Gütersloh wieder Noah Korczowski, der zuletzt noch verletzt war. „Ich freue mich, wenn Noah wieder fit ist“, sagt Nico Pulver. „Er ist eine Bank hinten drin.“

Wenn Spieler wie Korczowski oder auch Nils Eisen und Tim Forsmann neben einem spielen, „fühlt man sich natürlich sicherer“. Alle drei würden über eine Menge Erfahrung verfügen. „Und mit der Erfahrung kommt die Ruhe, die sind noch mal deutlich abgezockter.“

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