Regatta-Auftakt mit Böen und Hagel

Segeln

Waren sie nun unverfroren oder unverdrossen? Egal. Auf jeden Fall konnte der Segel-Club Stevertalsperre am vergangenen Wochenende trotz des schauerlichen Aprilwetters rund 30 Segler zu seiner Kehrein-Regatta begrüßen, darunter stolze 17 aus den eigenen Reihen und drei weitere von anderen Halterner Vereinen.

HALTERN

28.04.2016, 17:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sonnenschein und Hagelschauer, drehende Winde und plötzlich einfallende Böen – mit diesem Mix hatten die Teilnehmer der Kehrein-Regatta des SC Stevertalsperre zu kämpfen.

Sonnenschein und Hagelschauer, drehende Winde und plötzlich einfallende Böen – mit diesem Mix hatten die Teilnehmer der Kehrein-Regatta des SC Stevertalsperre zu kämpfen.

Für die OK-Segler lief die Kehrein als Ranglistenregatta und bei den Klassen der Europes, Laser und Laser Radial als verbandsoffene Regatta. Überwiegend herrschten winterliche Verhältnisse mit Hagel und Eisregen, mal mehr, mal weniger kräftige Schauer und vor allem viel Wind, der von jetzt auf gleich doppelt so stark werden konnte oder Richtungswechsel hinlegte, die viel Aufregung und manchen Segler an seine Grenze brachten. Nach etlichen Kenterungen entschied sich die Wettfahrtleitung deshalb dazu, den ersten Regattatag für die Europes und Laser schon nach zwei Wettfahrten zu beenden.

Für die Ranglistenregatta der OK-Segler wurden insgesamt drei Wettfahrten durchgeführt, die die Segler schließlich erschöpft und durchgefroren zu Ende gesegelt haben. Den äußeren Bedingungen zum Trotz lieferten sich die Segler in den zwei bzw. drei Läufen höchst spannende Wettkämpfe und schenkten sich nichts.

Kurs komplett geändert

Der Sonntagmorgen war beinahe noch schlimmer, und der Wettfahrtkurs musste aufgrund der drehenden Winde komplett neu gelegt werden. Nach dieser Verzögerung konnte schließlich die erste Wettfahrt gestartet werden und wieder kam es zu heftigen Böen und Hagelschauern. Nach Abschluss dieses Laufes erklärte die Regattaleitung die Kehrein für alle Klassen als beendet.

Die DLRG sorgte an beiden Tage dafür, dass niemals jemand ernste Schwierigkeiten zu fürchten brauchte, und war stets in Rufweite, wenn ein Segler von einer Böe überrascht wurde oder einen Winddreher nicht hatte kommen sehen.

Angehörige integriert

Gastfreundlich wie immer sorgte der SCST dafür, dass auch die Angehörigen während der Regatta und selbstverständlich auch bei der Abendveranstaltung integriert wurden. So konnten alle Gäste beim abendlichen Grillbuffet gemeinsam feiern, über ihre harten Kämpfe diskutieren oder auch einfach entspannen und sich auf den nächsten Wettkampftag einstimmen.

Nach Abschluss aller Wettfahrten waren die Gesamtergebnisse der Regatta schnell ermittelt und Vorsitzender Reinhard Sdunek eröffnete die Siegerehrung mit einigen Grußworten, bevor er an Sportwart Klaus Stephan zur Bekanntgabe der Platzierungen übergab. Vom letzten bis zum erstplatzierten Segler gab es viel Applaus für jeden Einzelnen und auf die Segler auf den vorderen Plätzen warteten schon die begehrten Pokale.

In der Klasse der OK-Jollen ging der Gesamtsieg an Uwe Böhm vom SCST, gefolgt von Gert Breitbart (Segelclub Oevelgönne) und Claus Stockhardt (Surf- und Segelclub Pulheim).

In der Klasse der Europes kämpften vier ambitionierte junge Segler des SCST gegeneinander. Schließlich segelte Robert Zink auf den ersten Platz in der Gesamtwertung. Marc Hofschneider erzielte den den zweiten Platz, den dritten Platz sicherte sich Luca Gerstmann gefolgt von Jens Fridag.

In der Klasse der Laser Standard erreichte Fabian Schmitz den ersten Platz, Daniel Lötzbeyer den zweiten (beide SC Prinzensteg) und den dritten Platz belegte Thomas Starke vom SCST.

Getrennt gewertet wurden Laser Radial Segler: der Gesamtsieg ging hier an Tanja Fridag, gefolgt von Leonie Fortmann und Katja Krug, alle drei vom SCST.

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