Joemann feiert ein 20-Minuten-Comeback und dann kommt der Lockdown

rnFußball: Bezirksliga

Nach Robin Joemanns kurzen Comeback ist vorerst wieder Schluss. Der Fußball ruht wieder. Für den Lippramsdorfer war das keine Überraschung, er spricht von einer unvermeidbaren Entscheidung.

Lippramsdorf

, 02.11.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Etwa eineinhalb Monate musste Robin Joemann vom SV Lippramsdorf auf seinen ersten Einsatz in der Bezirksliga 14 warten. Am Ende feierte er nicht nur sein Comeback, sondern auch einen 2:1-Sieg gegen Angstgegner Merfeld. Weitere Spiele wird der Lippramsdorfer erst mal nicht machen, denn nur wenige Tage nach seinem Comeback kam der Lockdown. Für ihn eine unvermeidbare und logische Entscheidung.

Zum Ende der Sommervorbereitung hatte Joemann sich eine Entzündung an der Achillessehne zugezogen. Die Folge war eine längere Pause, in der sein neuer Trainer Thomas Bartke auf einen wichtigen Spieler im Mittelfeld verzichten musste. Dennoch machte es der LSV gut.

In sechs Partien holten die Lippramsdorfer elf Punkte. Tat sich das Team in der vergangenen Saison noch schwer, sich im gesicherten Mittelfeld festzuspielen, ging es nun ins obere Tabellendrittel. „Ein großer Vorteil in dieser Saison ist definitiv unsere Kaderstärke“, sagt Robin Joemann.

„Natürlich war es schön, wieder mit den Jungs auf dem Platz zu stehen“

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren sei der LSV nun breiter und besser aufgestellt. „Ausfälle können gleichwertig kompensiert werden und Spieler, die eingewechselt werden, können entscheidende Impulse im Spiel setzen“, so Joemann, der am letzten Spieltag vor dem Lockdown selbst einer dieser Spieler war, der von der Bank kam und Impulse setzten sollte.

Rund 20 Minuten ging sein erster Einsatz in dieser Bezirksliga-Saison, nachdem er in der 71. Minute für Andre Kleine Kappenberg ins Spiel gekommen war. Da war gerade das letztendlich entscheidende 2:1 durch Giacomo Lopez Fernandez gefallen - einem der Spieler, die im Sommer kamen und dazu beitrugen, den Kader deutlich zu verstärken.

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„Natürlich war es schön, wieder gemeinsam mit den Jungs auf dem Platz zu stehen“, sagt Robin Joemann. Zuletzt konnte er immer nur Zuschauen. Dabei immer nicht selbst mitwirken zu können, sei natürlich für jeden Mannschaftssportler nicht einfach.

Nach drei Niederlagen gab es endlich wieder einen Sieg gegen Merfeld

Umso schöner sei es dann gewesen, dass er bei seinem Comeback gleich einen Sieg gegen die Sportfreunde Merfeld feiern konnte. Nach drei Niederlagen in Serie gegen den Nachbarn aus Dülmen gab es endlich den ersehnten Erfolg.

In den vergangenen Jahren - selbst wenn die Lippramsdorfer gewinnen konnten - machte Merfeld ihnen immer Probleme. Während das zuletzt noch von Michael Hellekamp trainierte Team darauf bedacht war, spielerisch zu überzeugen und damit Punkte zu holen, hielten die Sportfreunde immer mit viel Einsatzbereitschaft dagegen.

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„Die Sportfreunde zeichnen sich seit Jahren durch ihre Standardstärke, ihr erfolgreiches Kopfballspiel sowie eine gewisse Robustheit aus“, erklärt Joemann. Diesmal sei seine Mannschaft aber von Beginn an körperlich präsent gewesen.

Lippramsdorf war gut auf Merfelds größte Stärke eingestellt

Zudem erspielte sich Lippramsdorf über sein Kurzpassspiel immer wieder Chancen. Und „außerdem hatten wir uns sehr gut auf die Standardsituationen eingestellt“, so der Mittelfeldspieler über die Gründe für den 2:1-Erfolg.

Weitere wird er vorerst nicht mit seinen Mitspielern feiern können. Denn mindestens bis Ende November ist der Ligabetrieb unterbrochen. Ob danach in diesem Jahr noch gespielt werden kann, ist zumindest fraglich.

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„Wenn man als Sportler nach einer Verletzungspause endlich wieder aktiv auf dem Platz mitwirken kann und die Saison dann unmittelbar unterbrochen wird, ist es sicherlich persönlich sehr schade“, sagt Joemann. Eine Saisonunterbrechung sei aber für ihn schon absehbar gewesen.

„Aufgrund der exponentiell steigenden Infektionen mit dem Coronavirus, ist aus meiner Sicht diese Entscheidung unvermeidbar gewesen und absolut nachvollziehbar“, erklärt er. Immerhin, so der LSV-Spieler, herrsche nun erst mal für alle Betroffenen Klarheit bis Ende November. Aber eben auch nur bis dahin.

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