Rote Karte gegen Ex-Klub: Ein Rückkehrer steht bei Niederlage des HSC Haltern-Sythen im Fokus

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Der HSC Haltern-Sythen unterliegt dem ASV Hamm-Westfalen II deutlich. Für einen Gäste-Spieler war es ein besonderes Spiel. Eine Rote Karte verhinderte dabei ein überraschendes Brüder-Duell.

Haltern

, 22.02.2020, 22:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst ein Spiel hatte der Tabellenführer ASV Hamm-Westfalen II bis zum Spiel gegen den HSC Haltern-Sythen in der Oberliga verloren. Ändern konnten die Halterner an der Statistik auch nichts. Sie verloren am Ende deutlich. Ein Ex-Spieler des HSC überzeugte vor allem in Halbzeit eins - in der zweiten Hälfte flog er dann mit Rot vom Feld.

Mit 28:41 unterlag der Halterner Aufsteiger im Nachholspiel gegen die zweite Mannschaft des ASV. Bereits zur Halbzeit stand es 15:22, nachdem die Halterner schon früh deutlich in Rückstand geraten waren. Bei den Gästen kam auch David Spiekermann zum Einsatz, der vor drei Jahren noch für den HSC spielte.

HSC Haltern-Sythen überrascht mit A-Jugendspieler auf der Bank

„Es war mega geil“, sagte der linke Rückraumspieler im Anschluss an den deutlichen Sieg seiner Mannschaft. „Ich habe mich voll gefreut, wieder hier spielen zu können.“ Seit seinem Wechsel habe er bislang nur ein paar Mal in Testspielen gegen die Halterner spielen können, erzählte er. In einem Pflichtspiel vor so vielen Zuschauern zu spielen sei aber „immer wieder geil“.

David Spiekermann (l.) traf erstmals nach seinem Wechsel vor drei Jahren in einem Pflichtspiel auf den HSC Haltern-Sythen.

David Spiekermann (l.) traf erstmals nach seinem Wechsel vor drei Jahren in einem Pflichtspiel auf den HSC Haltern-Sythen. © Manfred Rimkus

Beinahe hätte er sich sogar noch mit seinem jüngeren Bruder Tobias Spiekermann messen können, der überraschend auf der Bank der Halterner saß. Doch der A-Jugendspieler kam erst in den letzten Minuten ins Spiel, als die Partie schon entschieden war.

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Er habe allen Spielern am Ende noch mal ein paar Minuten geben wollen, erklärte Gerard Siggemann. „Ob man dann mit acht oder dreizehn Toren verliert, ist mir dann auch egal“, erklärte der Trainer, der „taktisch alles probiert“ habe, um doch noch eine Überraschung mit seiner Mannschaft zu schaffen.

David Spiekermann über seine Rote Karte: „Das ist halt doof“

Wäre Tobias Spiekermann bereits früher aufs Feld gekommen, hätte er noch gegen seinen Bruder spielen können, doch zuvor hatte der schon nach einem Zweikampf mit Halterns Jan-Bernd Kruth Rot gesehen. „Ich habe ihn mit einem Arm an der Brust getroffen“, erklärte er. Das habe dann zwar unglücklich ausgesehen, doch ob es dafür zwingend die Rote Karte geben musste, glaube er nicht. „Das ist halt doof“, sagte Spiekermann.

HSC-Trainer Gerard Siggemann war derweil zumindest mit der Einstellung seiner Mannschaft zufrieden. Vor allem in der Defensive habe seine Mannschaft aber besonders in der Anfangsphase Probleme offenbart. „Da haben wir nicht richtig Zugriff bekommen“, stellte er fest.

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Dadurch kassierte sein Team „einige einfache Gegentore“. Auch im Angriff habe seine Mannschaft nicht genug Tiefe gehabt. Zudem scheiterten seine Spieler häufig am starken Hammer Torhüter Jan Wesemann. Letztendlich sei „die Niederlage auch in der Höhe in Ordnung“, sagte Siggemann.

HSC: Lüger, Haunert - Scherer, Andersen, Knöner, M. Beumer, Schulte-Lünzum, J. Schrief, P. Schrief, Kruth, Spiekermann, Mühlenbrock, Mazur

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