Die Tischtennis-Saison 2019/2020 ist für unsere heimischen Teams mit dem Stichtag 13. März 2020 beendet. Die Entscheidung des Verbands hat auch Auswirkungen für die Teams des TuS Haltern.

von Bernhard Valtwies, Daniel Winkelkotte

Haltern

, 02.04.2020, 13:06 Uhr / Lesedauer: 3 min

Nun ist es amtlich: Die Tischtennis-Saison 2019/2020 ist für unsere heimischen Teams mit dem Stichtag 13. März 2020 beendet. Das hat der Deutsche Tischtennis-Bund am Mittwoch (1. April) verkündet und dabei ausdrücklich bemerkt, dass es sich nicht um einen Aprilscherz handelt.

Die Regelung gilt für alle Mannschaften von der untersten Kreisklasse bis zur Bundesliga. Darin eingeschlossen sind auch Pokal- und bedingt Relegationsspiele. Die Tabellen zum Zeitpunkt 13. Märzwerden als Abschlusstabelle gewertet. Mannschaften, die sich zu diesem Zeitpunkt auf einem Auf- bzw. Abstiegsplatz befanden, steigen auf oder ab. Problematisch wird es für die Mannschaften, die sich auf einem Relegationsplatz befinden. Hierzu wird der Landesverband, also der WTTV, kurzfristig noch eine Entscheidung bekannt geben. Ob es Relegationsspiele gibt oder ob es am grünen Tisch entschieden wird, ist noch offen.

Fast keine Nachteile

In der Tischtennis-Abteilung des TuS Haltern wurden nun fleißig die Tabellen begutachtet, um zu sehen, wie sich die Situation zum Stichtag darstellt. Generell kann festgehalten werden, dass das frühe Saisonende bis auf eine Ausnahme keine Nachteile bringt.

Die I. Mannschaft hat ihr Saisonziel erreicht, denn sie nimmt in der Bezirksliga mit dem siebten Tabellenrang einen soliden Mittelfeldplatz ein. Vier Spieltage wurden gekappt. Den Klassenerhalt hatte sich die Mannschaft praktisch schon vor der Corona-Krise gesichert. Mannschaftsführer Detlef Wilmering ist einerseits froh, dass nach einer längeren Trainingspause nicht noch entscheidende Spiele auszutragen gewesen wären. „Andererseits hätten wir auch gerne noch gespielt, da die Stimmung in der Mannschaft zuletzt außerordentlich gut war“, so Wilmering.

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Robert Kleppel, Mannschaftsführer der II. Mannschaft, freut sich mit seinem Team zwar über die Meisterschaft in der Kreisliga, hätte dieses Ziel aber auch lieber auf sportlichem Wege erreicht. „Letztlich ist der Titel aufgrund einer hervorragenden Saison berechtigt“, resümiert er ausdrücklich. Die „Zweite“ führte zum Stichtag die Kreisliga mit einem knappen Vorsprung von einem Punkt an. Das Restprogramm war nicht ohne. Der Verfolger SuS Polsum hätte dem TuS noch am vorletzten Spieltag ein Bein stellen können. Allerdings hatten die Halterner im Hinspiel knapp mit 9:7 Punkten die Nase vor.

Trotz der Tabellenführung ist der II. Mannschaft der Aufstieg noch nicht sicher, denn die Tabellenführer der beiden Kreisligen müssen unter Umständen noch in einem Relegationsspiel um den Aufstieg antreten. Allerdings könnte der WTTV auch eine Entscheidung ohne Spiel treffen. Die Spieler um Mannschaftsführer Robert Kleppel werden es in Kürze wissen.

Mannschaftsführer Thomas Wallrad ist froh, dass seine junge Truppe in den letzten Spielen noch Boden gutmachen konnte und sich nun auf einem sicheren Tabellenplatz befindet. Damit bleibt der III. Mannschaft nach einjähriger Zugehörigkeit zur Kreisliga der unmittelbare Abstieg erspart.

Abwarten ist angesagt

Die IV. Mannschaft rangiert in der 2. Kreisklasse auf dem vierten Tabellenrang und wäre damit noch für die Relegationsspiele oder eine andere Regelung qualifiziert. Das Team um Dieter Lewe profitiert dabei davon, dass der direkte Verfolger noch mit einem Spiel im Rückstand ist. Auch in dieser Mannschaft heißt es erst einmal abwarten.

Die V. Mannschaft hatte den Klassenerhalt bisher noch nicht ganz sicher, befand sich aber auf gutem Wege. Jetzt reicht der Vorsprung von zwei Punkten für den Klassenerhalt. Auf die Tabellensituation der VI. Mannschaft hat das vorzeitige Saisonende keinen Einfluss.

Besonders ärgerlich ist das abrupte Saisonende für die Jugendmannschaft. Nach dem Aufstieg in die höchste Jugend-Liga, der NRW-Liga, hatten die Nachwuchsspieler zunächst einen schweren Stand. In der Hinrunde wurden keine Punkte gewonnen. Dafür lief es aber in der Rückrunde besser.

Durch die Rückkehr von Milad Osmani holte der TuS einige Punkte. Das entscheidende Spiel gegen einen weiteren Abstiegskandidaten stand noch aus. Beide Teams trennten in der Tabelle lediglich einen Punkt. Ein möglicher Sieg hätte noch zu einem guten Ende führen können. Für Milad Osmani, Jan Philipp Lehmann, Moritz Hehmann, Lauritz Beckmann und Jann Arndt geht das Abenteuer „NRW-Liga“ jetzt vorzeitig zu Ende.

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