Schalke unterliegt Flaesheim - zwei Tage zuvor gab es noch einen 17:0-Sieg

rnFußball: Testspiel

Nur zwei Tage nach einem deutlichen 17:0-Sieg trat die neugegründete Frauenmannschaft des FC Schalke 04 in Flaesheim an - und kassierte direkt die erste Niederlage der Vereinsgeschichte.

Flaesheim

, 07.09.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein so deutliches Ergebnis wie am vergangenen Freitag bei der Partie zwischen Schalke 04 und dem SC Hassel gibt es nur selten: Das Testspiel der beiden Kreisliga-A-Konkurrenten entschied die neugegründete Frauenmannschaft der Gelsenkirchener klar mit 17:0 für sich. Es war das erste Spiel des Teams, das allerdings nicht lange ungeschlagen blieb. Denn am Sonntag trafen sie auf Concordia Flaesheim II - und kassierten zwei sehenswerte Treffer.

„Gegen Schalke zu spielen ist natürlich immer schön“, sagte Schalke-Fan und Flaesheim-Trainer Thorsten Wieja, der den A-Ligisten gemeinsam mit Julia Heidemann betreut. Noch schöner ist allerdings ein Sieg. Und den bescherte ihm seine Mannschaft dank einer starken und engagierten Leistung. „Es war ein richtig ansehnliches Spiel“, so Wieja. Am Ende konnte sich Flaesheim mit 3:1 (2:0) durchsetzen. Er habe seinen Spielerinnen von Beginn an angemerkt, dass sie den FC Schalke 04 unbedingt schlagen wollten.

In der 28. Minute konnte Flaesheim erstmals jubeln. Laura Gode erzielte das 1:0 mit einem direkten Freistoß. Gäste-Keeperin Janine Wondzinski hatte keine Chance, sah den Ball gar nicht kommen. Nur wenig später legte die Concordia direkt nach. Den berechtigen Elfmeter nach einem Foul an Spielführerin Julia Waidick verwandelte Neuzugang Antonia Erlenkämper souverän zum 2:0.

Flaesheims Damen zeigen den größeren Siegeswillen

In Halbzeit zwei kamen die Gäste dann noch mal ran, erzielten durch Vera Billmann den Anschlusstreffer (56.). Vorausgegangen war dem Gegentor „ein Missverständnis in der Abwehr“, erklärt Thorsten Wieja. Der Treffer war „eigentlich überflüssig, aber sowas kann passieren“. Die Hoffnung der Schalker, zumindest auszugleichen oder die Partie sogar noch zu drehen, zerschlug sich danach schnell wieder.

Mit einem sehenswerten Distanzschuss aus etwa 23 Metern brachte Alina Graß die Flaesheimerinnen wieder zum jubeln (62.). „Das war ein richtig guter Fernschuss“, lobte ihr Trainer hinterher. Lobende Worte fand er aber auch für alle anderen Spielerinnen. Die ganze Mannschaft habe sowohl läuferisch als auch kämpferisch eine ansprechende Leistung gezeigt und sich gut präsentiert.

Sein Team hätte sogar noch höher in Führung gehen können, doch einige Chancen wurden nicht genutzt. Obwohl der Gegner aus Gelsenkirchen vor allem im technischen Bereich sehr gut gewesen sei, konnte sich Flaesheim verdient mit 3:1 durchsetzen. Dass die Schalker Mannschaft gerade erst zusammengestellt wurde und sich noch finden muss, habe man auch noch in einigen Situationen immer wieder gemerkt, so Flaesheims Trainer.

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Ausschlaggebend für den Sieg sei am Ende aber vor allem der Wille seiner Spielerinnen gewesen, sagte ein zufriedener Thorsten Wieja, der sich bereits auf eine Wiederholung der Partie freut. Mit Schalke-Trainer Boris Liebing wurde bereits über ein mögliches Spiel in der nächsten Saisonvorbereitung gesprochen. Dann vielleicht sogar in der Glückauf-Kampfbahn in Gelsenkirchen.

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