ETuS Haltern unterliegt Concordia Flaesheim im Testspiel deutlich

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A-Kreisligist SuS Concordia Flaesheim und der ETuS Haltern, Aufstiegsanwärter der Kreisliga B, haben sich am Sonntag zu einem Testspiel in der Flaesheimer Haardkampfbahn getroffen.

Flaesheim

, 19.01.2020, 17:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die rund 50 Zuschauer wurden für ihr Kommen belohnt, sahen insgesamt elf Treffer. Das Spiel endete 9:2 für die Flaesheimer, die sich damit schon nach der Winterpause direkt wieder torhungrig präsentieren.

Dennoch war Flaesheims Trainer Michael Onnebrink nicht ganz zufrieden. „Die beiden Gegentore ärgern mich. Da hätten wir besser verteidigen müssen.“ Allerdings gab er auch zu: „Neun Tore muss man gegen den ETuS Haltern erst mal schießen.“ Überbewerten wollte Onnebrink das Ergebnis nicht. „Es war eine gute Trainingseinheit. Mehr nicht.“

Kein Vorwurf

Ähnlich, sah es auch Thomas Schaffrinna, der Trainer der Eisenbahner. „Ich mache meinen Jungs keinen Vorwurf. Ergebnisse spielen in der Vorbereitung keine Rolle. Die Arbeit beginnt jetzt erst.“ Für die Mannschaft vom ETuS Haltern war das Spiel in Flaesheim tatsächlich die erste richtige Einheit in diesem Jahr. „Wir haben bislang noch nicht trainiert, starten damit aber in dieser Woche.“

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Tim Bonka brachte den Gastgeber in der 21. Minute nach einer Ecke von Lukas Mann per Kopf in Führung. Flaesheim legte nach und erhöhte durch Treffer von Bonka, Mann und Fritzsche auf 4:0. ETuS-Stürmer Dennis Klüsener gelang vor dem Pausentee der Anschlusstreffer. Auch nach der Halbzeit war dann zunächst der ETuS die bessere Mannschaft. Klüsener verkürzte auf 2:4. Schaffrinna: „Da haben wir 25 Minuten gut mitgehalten.“

Doch Flaesheims Kapitän Thomas Fritzsche drehte anschließend richtig auf. Ihm gelang ein lupenreiner Hattrick (61., 80., 90.) Auch Luca Krause traf (75.). Am Ende war die Niederlage für den ETuS dann deutlich. Zum Glück war es nur ein Testspiel.

MONTAGS-MEINUNG

Es muss nicht immer Kaviar sein

Von Daniel Winkelkotte
Als sich am Sonntagnachmittag in der Fußballbundesliga Hertha BSC Berlin und Bayern München gegenüberstanden, fand zeitgleich in der Flaesheimer Haardkampfbahn ein Testspiel zwischen dem Tabellendritten der Kreisliga A und dem Tabellenführer der Kreisliga B statt. Concordia Flaesheim hatte den ETuS Haltern zu Gast. Das Duell der Trainer „Onne“ gegen „Schaffi“ oder, wenn man es deutlich überspitzt formulieren möchte: das Halterner El Clàsico. Im Gegensatz zum überteuerten Profibusiness riecht der Fußball hier noch nach Schlamm, Bierschaum und Kreide. Hier lebt der Fußball, wie wir ihn lieben gelernt haben. Smalltalk vor der Kabine, ein Trainer, der einem die Bilder von seinem letzten Angelausflug zeigt, freier Eintritt für die Besucher und der Kaffee, vom ersten Vorsitzenden des Vereins höchstpersönlich gekocht. Beim Blick auf die Bandenwerbung stellt man fest, dass es ein Teil der abgebildeten Firmen gar nicht mehr gibt. Auf einem der Rasenplätze ist aktuell kein Fußballspielen möglich. Die Maulwürfe haben ihre Spuren hinterlassen. Aber scheinbar ist es genau diese Atmosphäre, die den Amateurfußball so besonders macht und nicht nur den hiesigen Lokalsportreporter, sondern viele weitere Besucher anzieht. Immerhin verfolgten gestern rund 50 Zuschauer das Geschehen am Spielfeldrand. Gar nicht schlecht für ein Testspiel, bei dem es letztlich um die Goldene Ananas ging. Es muss halt auch nicht immer Kaviar sein.
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