Trainerjob ab Sommer: Fairplay-Torwart übernimmt mit seinem Vater beim ETuS Haltern

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Christian Martschat wird die „Zweite“ des ETuS Haltern verlassen und ab dem Sommer den Trainerposten beim SV Altendorf-Ulfkotte übernehmen. Jetzt ist klar, wer sein Nachfolger wird.

Haltern

, 25.02.2020, 12:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er ist 37 Jahre alt, BVB-Fan und hat im vergangenen Jahr sogar eine Fairplay-Urkunde vom DFB erhalten. Seit mittlerweile sieben Jahren spielt er bei Fortuna Seppenrade, hütet als Torwart den Kasten des A-Ligisten. Zugleich unterstützt er das Trainerteam der A-Jugend in Seppenrade.

Doch auch in Haltern ist er kein Unbekannter. Schließlich hat er schon für den TuS und den SV Lippramsdorf seine Schuhe geschnürt. Mit BW Lavesum konnte er sogar drei Stadtmeister-Titel feiern.

Neue Herausforderung

Die Rede ist von Patrick Franke. Der Halterner wird sich ab dem Sommer einer neuen Herausforderung stellen und zur neuen Saison die zweite Mannschaft des ETuS Haltern übernehmen. „Ich habe im vergangenen Jahr die Trainer-C-Lizenz gemacht und freue mich sehr auf diese Aufgabe“, sagt er. „Als die Anfrage vom ETuS kam, habe ich nicht lange nachdenken müssen. Wir sind uns schnell einig geworden.“

Patrick Franke (l.) und Ulrich Klebolte kennen sich bestens.

Patrick Franke (l.) und Ulrich Klebolte kennen sich bestens. © Juergen Patzke

Ulrich Klebolte vom Vorstand des ETuS Haltern hatte den Kontakt zum 37-Jährigen hergestellt. „Patricks Vater ist mein Cousin. Wir kennen uns schon lange. Ich hatte Patrick vor drei Jahren schon mal auf dem Zettel. Es ist schön, dass er uns jetzt seine Zusage gegeben hat. Wir freuen uns auf ihn. Er ist ein guter Typ, der auch viele Kontakte in die heimische Fußballszene hat.“

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Für Franke ist die neue Aufgabe reizvoll. Er sagt: „Nach 34 Jahren als aktiver Fußballer tun einem die Knochen langsam echt weh. Ich möchte mich nun als Trainer ausprobieren und mithelfen, junge Spieler auszubilden. Das macht mir Spaß.“ Sein Ziel ist es, mittelfristig auch noch die B-Lizenz zu absolvieren.

Mit dem Team will er in der neuen Saison einen einstelligen Tabellenplatz anstreben. „Der Verein hat mir keine Vorgabe gemacht, aber das ist mein persönliches Ziel.“ Dabei möchte er als Trainer seinen ganz eigenen Weg finden. „So emotional wie Jürgen Klopp und so erfolgreich wie Ottmar Hitzfeld“, sagt er und lacht. Am besten gelinge das „mit Zuckerbrot und Peitsche“.

Unterstützung vom Vater

Unterstützung bekommt der 37-Jährige von der eigenen Familie. Sein Vater Jochen, selbst seit Jahren Mitglied beim ETuS Haltern, wird als Betreuer und Co-Trainer fungieren. „Das wird schon schief gehen“, sagt Patrick Franke mit einem Augenzwinkern. Er selbst will künftig nur beim Training ins Tor gehen. „Bei den Spielen werde ich lieber an der Seitenlinie stehen.“

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Wenn es die Zeit zulässt, möchte er sich mit gelegentlichen Einsätzen bei den Alten Herren fit halten, allerdings ausgerechnet beim Lokalrivalen TuS Haltern. „Das ist so abgesprochen und auch kein Thema. Die Zeiten, wo man damit noch Probleme hatte, sind zum Glück längst vorbei.“

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