„Zwei Tage daran gesessen“: TuS Haltern bereitet Staffelleiter viel Arbeit

rnFußball: Landesliga

Zwei Tage lang musste sich Staffelleiter Gerhard Rühlow mit dem TuS Haltern beschäftigen. Das Ergebnis seiner Arbeit führt zu einer Besonderheit im Spielplan der neuen Landesliga-Saison.

Haltern

, 06.08.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als am Montagnachmittag, 3. August, der Spielplan für die Landesliga Staffel 4 veröffentlicht wurde, mag sich der ein oder andere gewundert haben, warum nicht alle Spiele sonntags stattfinden. Sechs Mal findet jeweils eine Partie an einem Samstag statt - und immer ist es die des TuS Haltern am See II. Staffelleiter Gerhard Rühlow erklärt, woran das liegt und warum er sich zwei Tage lang mit dem TuS beschäftigen musste.

Indirekt ist der TuS Haltern am See selbst Schuld an den Spielverlegungen. Denn die zweite Mannschaft der Seestädter, die seit dieser Saison von Sebastian Amendt trainiert wird, muss sechs Mal an einem Samstag spielen, weil es sonst zu Überschneidungen mit der ersten Mannschaft kommen würde. Wäre das von Timo Ostdorf trainierte Team in der Regionalliga West geblieben, hätte es derartige Überschneidungen wohl nicht gegeben. Doch die Halterner starten nun wieder in der Oberliga Westfalen - meistens sonntags.

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Beide TuS-Seniorenmannschaften spielen nun also sonntags um 15 Uhr. Bei zwei Heimspielen würde das zum Problem werden. Daher gab es früh Kontakt zwischen dem Verein und Staffelleiter Gerhard Rühlow, um eine Lösung zu finden. „Zwei Tage habe ich daran gesessen“, sagt er. Das Problem: Die Oberliga und die Landesliga haben ganz unterschiedliche Ansetzungsschlüssel, die quasi nicht miteinander kombinierbar sind.

TuS Haltern I spielt nicht jeden zweiten Sonntag zuhause

Es seien zwei völlig verschiedene Systeme. „Der eine tanzt Walzer, der andere Foxtrott“, sage er in solchen Fällen immer, so Rühlow. Während die Landesliga keine einzige englische Woche hat, also kein einziges Mal drei Partien innerhalb von acht Tagen stattfinden, warten auf die Oberliga-Mannschaft des TuS Haltern am See sechs englische Wochen.

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Dadurch hat die erste Mannschaft des TuS nicht jeden zweiten Sonntag ein Heimspiel. Würde es so sein, wäre die Spielplan-Erstellung nämlich ganz einfach gewesen. Am ersten Sonntag hätte die erste Mannschaft ein Heimspiel gehabt, am zweiten dann die zweite Mannschaft und danach wäre es in diesem Rhythmus so weitergegangen.

So musste Gerhard Rühlow aber zuletzt lange arbeiten und einiges ausprobieren, bis er eine einigermaßen zufriedenstellende Lösung fand. Ihm sei es wichtig gewesen, den Spielplan so zu gestalten, „dass nicht zu viele Spiele auf einen Samstag fallen“. Das wurde so auch mit dem Verein abgesprochen. Aber muss auch der andere Verein sein Einverständnis für ein Spiel am Samstag geben?

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„Wenn ein Verein an einem Spieltag keinen Platz zur Verfügung hat, muss der Gegner mit einem Spiel am Samstag einverstanden sein“, erklärt Rühlow. Ein Mitspracherecht hat das Auswärtsteam also nicht. Das gleiche würde auch bei einer anderen Anstoßzeit der Fall sein. Sollte eine Kommune beispielsweise vorschreiben, dass zwischen beiden Spielen auf einer Anlage aufgrund der Corona-Hygienemaßnahmen 1,5 Stunden Zeit zwischen Spiel eins und zwei freibleiben müssen, so wäre eine spätere Anstoßzeit als 15 Uhr sehr wahrscheinlich. Auch das müsse die Gästemannschaft so hinnehmen.

Die Samstags-Heimspiele des TuS Haltern am See II

  • 9. Spieltag: SC Altenrheine (7. November, 14.30 Uhr)
  • 11. Spieltag: Borussia Münster (28. November, 14.30 Uhr)
  • 13. Spieltag: Westfalia Gemen (12. Dezember, 14.30 Uhr)
  • 16. Spieltag: SV Eintracht Ahaus (20. Februar, 15 Uhr)
  • 19. Spieltag: TuS Wiescherhöfen (13. März, 15 Uhr)
  • 25. Spieltag: Viktoria Heiden (17. April, 15 Uhr)
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