TuS Haltern bezwingt den SC Herford

Fußball

Es geht auch ohne ein Tor von Stefan Oerterer: Der Fußball-Westfalenligist TuS Haltern hat am Sonntagnachmittag die Hürde SC Herford genommen. Für den 2:0-Sieg gegen den Tabellenvierten reichte der Mannschaft von Trainer Magnus Niemöller eine durchschnittliche Leistung. In der Bezirksliga verabschiedete sich der TuS Haltern II aus dem Titelrennen, während der SV Lippramsdorf endlich wieder gewann.

HALTERN

, 23.04.2017, 19:06 Uhr / Lesedauer: 3 min
Halterns Kapitän Nils Eisen (Mitte) zog in der Zentrale wie gewohnt die Fäden, verpasste in dieser Szene kurz vor der Pause nach einer starken Einzelleistung aber das 2:0.

Halterns Kapitän Nils Eisen (Mitte) zog in der Zentrale wie gewohnt die Fäden, verpasste in dieser Szene kurz vor der Pause nach einer starken Einzelleistung aber das 2:0.

Westfalenliga 1 TuS Haltern - SC Herford 2:0 (1:0)

Die Gäste brachten die drittbeste Offensive der Liga mit in die Stauseekampfbahn und deuteten das schon in der ersten Minute an: Jannis Wehmeier jagte den Ball aus kurzer Distanz an den Außenpfosten. Das sollte dann aber auch schon die gefährlichste Szene der Gäste in den gesamten 90 Minuten gewesen sein, denn anschließend hatte die Halterner Defensive um die starken Innenverteidiger Tolgahan Capakli und Christoph Kasak alles im Griff.

Das konnte man von der Herforder Abwehrreihe nicht behaupten. Die Gäste verteidigten sehr hoch und waren dadurch anfällig für lange Bälle. Beim Halterner Führungstreffer verließen sie sich zudem auf den Linienrichter, der eine Abseitsposition von Dennis Drepper anzeigte. Der blieb jedoch passiv. Cedric Vennemann schaltete am schnellsten, schnappte sich den Ball und behielt vor dem Tor die Nerven (10.).

Kurz darauf scheiterte Oerterer aus spitzem Winkel, nachdem er Herfords Keeper schon umkurvt hatte. Auch Nils Eisen verpasste den zweiten Treffer, als sein Schuss nach einem Solo durch das ganze Mittelfeld am rechten Pfosten vorbeistrich. Trotz dieser Chancen blieb das Halterner Offensivspiel Stückwerk. Das änderte sich auch in Hälfte zwei nicht. Der TuS konnte sich aber auf die Defensive verlassen – und auf Lukas Opiola. Der Außenspieler, der durch die Erkrankung von Tim Forsmann in die Startelf gerückt war, traf nach Vorarbeit von Drepper mit einem satten Schuss zum 2:0 (62.). Damit waren die meisten Fragen beantwortet. Halterns Keeper Marcel Müller parierte noch einen Freistoß von Aytürk Gecim sehenswert, machte sich ansonsten aber nicht schmutzig. 

TuS: Müller, Schurig, Kasak, Capakli, Lehmann, Vennemann, Eisen, Batmann, Opiola (71. Warnat), Oerterer, Drepper (85. Große-Puppendahl). Tore: 1:0 Vennemann (10.), 2:0 Opiola (62.).

Bezirksliga 11 SuS Stadtlohn II - TuS Haltern II 2:0 (1:0)

Die Partie in Stadtlohn war im Grunde eine Kopie der 0:2-Niederlage in Merfeld am Gründonnerstag. Die Halterner hatten viel Ballbesitz, aber keine Ideen. Auch der Dauerdruck der ersten 30 Minuten führte zu keiner einzigen echten Torchance. Die Gastgeber gingen dagegen mit ihrem ersten Angriff in Führung. Torschütze Tim Böing war dabei im Strafraum genauso unbedrängt wie der Flankengeber auf der linken Seite. Dieser Gegentreffer zog dem TuS II den Stecker. Markus Schmittmann-Wehning erhöhte Mitte der zweiten Hälfte auf 2:0, obwohl die Halterner in der Defensive klar in Überzahl waren.

Kurz zuvor hatte Timo Ostdorf nach einem Schuss von Florian Abendroth zum vermeintlichen Anschlusstreffer abgestaubt, doch der Schiedsrichter hatte ihn im Abseits gesehen. Die Aufregung über diese wohl falsche Entscheidung hielt sich allerdings Grenzen. „Wir sind selbst schuld“, ärgerte sich Tim Abendroth.

Durch die zweite Niederlage in Folge hat sich der TuS Haltern II wahrscheinlich endgültig aus dem Titelrennen verabschiedet. Tabellenführer SG Borken kam zwar in Epe über ein 0:0 nicht hinaus, hat jetzt aber drei Punkte Vorsprung, das deutlich bessere Torverhältnis und ein Spiel weniger absolviert als die TuS-Reserve.

TuS: Berkenkamp, Thiemann, M. Göcke, Frasheri (71. Berse), Pillmann (59. Hördemann), Ostdorf, J. Göcke, Pötter, Brinkert, Poggel (39. Gimbel), F. Abendroth. Tore: 1:0 Böing (37.), 2:0 Schmittmann-Wehning (67.).

LSV - Spvgg. Erkenschwick II 2:0 (0:0)

Beide Mannschaften spielten in der Anfangsphase sehr ungenau, Chancen ergaben sich eher zufällig. Christopher Schemmer traf nach sechs Minuten den Pfosten. Auf der anderen Seite brach Marvin Gatberg durch, blieb aber an LSV-Keeper Sebastian Arentz hängen.

Die Lippramsdorfer erspielten sich mit laufender Spielzeit mehr und mehr Anteile, allerdings verzogen Henrik Kleinefeld und Robin Joemann in aussichtsreichen Positionen. Ein Konter der Gäste nach gut einer halben Stunde hätte fast den Spielverlauf auf den Kopf gestellt, Marvin Griegel scheiterte aber an einem tollen Fußreflex von Arentz. Kurz danach bewahrte der Schlussmann Tim Kalwey vor einem Eigentor, als er seinen verunglückten Kopfball aus dem Winkel fischte. Der Rest der ersten Halbzeit war die Henrik-Kleinefeld-Show. Doch mehrfach verpasste der Angreifer den Führungstreffer.

Der zweite Abschnitt begann mit zwei Aktionen von Tim Engler. Zunächst köpfte der Routinier eine Ecke knapp über die Latte und wenig später unterlief ihm ein unglückliches Handspiel. Der fällige Elfmeter von Matthias Szatka klatschte aber an den Pfosten. Auf der anderen Seite machte es Kleinfeld bei seiner nächsten Chance besser. Das 1:0 (59.) wirkte wie eine Befreiung. Constantin Dewert und Schemmer ließen den zweiten Treffer zwar noch liegen, aber Robin Joemann verwandelte einen Handelfmeter zur Entscheidung (69.).

In der Schlussphase hätte der SV Lippramsdorf noch nachlegen können, aber auch mit dem 2:0 konnten die Gastgeber am Ende nach einer langen Durststrecke sehr gut leben.

LSV: Arentz, Drees, Schild, Schemmer, Prause (64. Hardegen), R. Joemann, Kleinefeld, Kalwey (79. T. Joemann), Dewert, Lopez Fernandez (86. Zernahle), Engler. Tore: 1:0 Kleinefeld (59.), 2:0 R. Joemann (69./Handelfmeter).

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