TuS Haltern bleibt Spitzenreiter

Fußball

Der TuS Haltern hat mit einem Heimsieg gegen den SV Schermbeck die Tabellenführung in der Westfalenliga verteidigt. Beim 3:0-Erfolg überzeugte die Elf von Trainer Magnus Niemöller aber nur in der ersten Halbzeit. Die beiden Halterner Bezirksligisten kassierten Niederlagen.

HALTERN

, 07.05.2017, 19:51 Uhr / Lesedauer: 3 min
Christoph Kasak (Mitte), hier im Luftduell mit den Schermbeckern Benedikt Helling (l.) und Patryk Niedzicki, machte in der Innenverteidigung des TuS Haltern ein gutes Spiel.

Christoph Kasak (Mitte), hier im Luftduell mit den Schermbeckern Benedikt Helling (l.) und Patryk Niedzicki, machte in der Innenverteidigung des TuS Haltern ein gutes Spiel.

Westfalenliga 1 TuS Haltern - SV Schermbeck 3:0 (2:0)

Die Halterner hatten großen Respekt vor dem SV Schermbeck. Doch von der angekündigten Beton-Abwehr der Gäste war in der Stauseekampfbahn nichts zu sehen. Die Defensive des Oberliga-Absteigers wirkte ungefähr so sicher wie eine morsche Holzhütte im Auge eines Orkans. So konnten sich die Halterner nach Herzenslust in der Schermbecker Spielhälfte austoben. Nach einem Angriff über rechts kam Cedric Vennemann frei zum Abschluss. Sein geblockter Schuss landete bei Stefan Oerterer, der den Ball aus fünf Metern über die Linie schob und sein 29. Saisontor erzielte (5.).

Anders als in vielen Heimspielen in dieser Saison legte der TuS diesmal nach. Deniz Batmans Flatterball aus knapp 25 Metern schlug unhaltbar zum 2:0 im Netz ein (30.). Über einen dritten Gegentreffer noch vor der Pause hätten sich die abstiegsbedrohten Gäste nicht beschweren können.

Hälfte zwei begann mit einer Schrecksekunde für den TuS Haltern: Schermbecks Torjäger Marc Schröter tauchte frei vor Marcel Müller auf, verzog aber knapp. Kurz darauf blockte Cedric Vennemann einen Kopfball nach einer Ecke auf der Linie. Der TuS verlor die Kontrolle und hatte vor allem mit dem bulligen Schröter immer wieder Probleme. Verlassen konnten sich die Halterner aber auf ihren Keeper. Müller parierte nicht nur einen weiteren wuchtigen Schuss Schröters glänzend, sondern fing in aller Seelenruhe auch fast jeden langen Ball ab, der in seinen Strafraum segelte.

In den letzten 20 Minuten warfen die Gäste alles nach vorne. Der TuS hätte die Partie in dieser Phase eigentlich entscheiden müssen, spielte aber die Überzahlsituationen teilweise schlampig aus. Zudem blieb Oerterer frei vor dem Tor an Schermbecks Keeper Benjamin Carpentier hängen. Erst in der Nachspielzeit jagte der eingewechselte Lukas Opiola den Ball von der Strafraumgrenze zum 3:0-Endstand ins Netz.

TuS: Müller, Warnat, Kasak, Vennemann, Eisen, Drepper, Oerterer, Große-Puppendahl, Batman, Forsmann, Schurig. Tore: 1:0 Oerterer (5.), 2:0 Batman (30.), 3:0 Opiola (90.).

Bezirksliga 11 FC Epe - TuS Haltern II 1:0 (0:0)

Halterns Trainer Tim Abendroth stand nach einem Kurzurlaub pünktlich um 15 Uhr an der Seitenlinie und sah einen überzeugenden Auftritt seiner blutjungen Mannschaft. „Am Ende hat sogar der Gegner zugegeben, dass wir den Sieg verdient gehabt hätten“, sagte Abendroth. Seine Mannschaft kontrollierte die Partie über die gesamten 90 Minuten. Die Abwehr um den überragenden Innenverteidiger Simon Thiemann (Foto) ließ in der ersten Halbzeit nur eine Chance der Gastgeber zu. Auf der anderen Seite hatte Julian Göcke zweimal die Führung auf dem Fuß, verzog aber knapp. Genau wie in der zweiten Halbzeit. Weil auch Lukas Pillmann kein Schussglück hat, lief alles auf ein torloses Remis hinaus.

Bis zur 82. Minute: Nach einer Ecke erzielte Epes Florian Holtkamp den glücklichen Siegtreffer für die Gastgeber. „Das können wir besser verteidigen“, sagte Abendroth. Das war aber auch der einzige kleine Vorwurf an sein Team. Die gelb-rote Karte gegen Vrangjel Frasheri (86.) wegen wiederholten Foulspiels war nur noch eine Randnotiz.

TuS: L. Berkenkamp, Thiemann, Hördemann (88. Gimbel), Poggel (75. Töpfer), Bonka (35. Knoblich), Frasheri, Pillmann, J. Göcke, Pötter, Anhuth, Brinkert. Tore: 1:0 Holtkamp (82.).

SV Lippramsdorf - SG Borken 1:2 (0:0)

Von Beginn an ging der LSV konzentriert zur Sache. Als Säule in der Abwehr dirigierte Tim Engler lautstark seine Mitspieler und neutralisierte über eine Stunde lang Borkens Torjäger Bastian Bone. Große Torchancen waren zwar Mangelware, dafür sahen die Zuschauer aber verbissene Zweikämpfe, die der jungen Schiedsrichterin Rebecca Delbeck mehr Arbeit bescherten, als ihr lieb war. Mit einem torlosen Unentschieden wechselten beide Mannschaften die Seiten.

Im zweiten Abschnitt wurde die Partie deutlich härter. Es dauerte über eine Stunde, ehe es den ersten spielerischen Aufreger gab. Torjäger Bastian Bone ging auf einen hohen Ball im Fünfmeterraum und erzielte auch das vermeintliche 1:0 für den Tabellenführer, doch die Schiedsrichterin hatte ein Foul gesehen. Es dauerte aber nicht lange, bis es doch hinter LSV-Keeper Sebastian Arentz einschlug: Bone drückte eine Flanke von Niklas Bellen über die Linie (64.). Es spricht für die gute Moral der Hellekamp-Schützlinge, dass sie nicht aufgaben. Nach einem entschlossenen Flankenlauf von Christopher Schemmer über rechts brachte Robin Joemann das Leder per Kopf im Tor unter (73.).

Es begann eine spannende und kampfbetonte Schlussphase, in der alles möglich war. Hier setzte sich der Spitzenreiter noch durch einen Treffer des eingewechselten Dennis Kamp durch, der eine Kopfballvorlage von Bone zum etwas glücklichen 2:1-Siegtreffer über die Linie donnerte (84.).

LSV: Arentz, Schild, Schemmer, Prause (83. Zernahle), R. Joemann, Kleinefeld (76. Igelbüscher), Kalwey (59. Drees), Dewert, Lopez Fernandez, Hardegen, Engler. Tore: 0:1 (64.) B. Bone, 1:1 (73.) R. Joemann, 1:2 (84.) Kamp.

Lesen Sie jetzt