Rückzug in die Oberliga: Der TuS Haltern geht den richtigen Weg

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Die Regionalliga-Saison war etwas Besonderes für den TuS Haltern, doch nun geht der Verein freiwillig zurück in die Oberliga. Der Rückzug ist die richtige Entscheidung - aus mehreren Gründen.

Haltern

, 06.07.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der TuS Haltern am See hat sich entschieden: In der kommenden Saison wird es keinen Regionalliga-Fußball mehr in Haltern geben. Wobei es so viel Regionalliga ohnehin nicht in der Seestadt gegeben hätte. Denn der TuS hätte wie auch schon in der vergangenen Saison viele seiner Spiele gar nicht in der Stauseekampfbahn austragen dürfen. Nicht nur deshalb ist die Entscheidung, in die Oberliga zurückzukehren, die einzig richtige.

Es war ein spannendes Jahr für den TuS Haltern. Die Regionalliga verlangte den Halternern alles ab, sorgte aber auch für einige unglaubliche Momente wie das 1:0 am ersten Spieltag bei den Sportfreunden Lotte. Doch nun ist das Kapitel Regionalliga vorerst beendet. Jedes zweite Heimspiel hätte der TuS wieder im Lohrheidestadion austragen müssen. Dann doch lieber alle Heimspiele in Haltern austragen, nur eben eine Liga tiefer.

In der Oberliga Westfalen können sich die jungen TuS-Spieler zeigen

Auch der Aufwand der vergangenen Saison war riesig. Die Regionalliga war für alle neu, vieles musste organisiert werden. Und auch für die Spieler war die Saison alles andere als einfach. An einem Wochentag abends nach der Arbeit noch eine weite Fahrt anzutreten, um dann in einer Amateurliga gegen eine Mannschaft zu spielen, die unter Profibedingungen trainiert, zehrte an den Kräften aller.

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Für Raphael Brinkert, Marketingchef des Vereins, bleibt der TuS in Deutschlands höchster Amateurliga. Mit Blick auf die Mannschaften der Regionalliga West und ihre Möglichkeiten ist die Frage wirklich sinnvoll, inwieweit die Regionalliga überhaupt noch eine Amateurliga ist.

Zudem möchte der TuS nun mit dem Bilbao-Konzept wieder deutlich mehr auf junge Spieler setzen, die entweder aus Haltern kommen, dort leben oder beim TuS in der Jugend ausgebildet wurden. Ob die neu zusammengestellte Halterner Mannschaft, die einige Leistungsträger verloren hat, in der Regionalliga bestehen könnte, wird nun vorerst niemand erfahren.

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Doch vor allem für die jungen Spieler scheint der Schritt in die Oberliga, in der die Konkurrenz ebenfalls stark ist, der bessere zu sein. Dort können sie sich stetig verbessern. Und vielleicht wird dann ja irgendwann noch mal ein Angriff auf die Regionalliga gestartet. Doch dann muss auch die Infrastruktur passen in Haltern. Denn die Hälfte aller Heimspiele auswärts zu bestreiten, ist auf Dauer keine Lösung.

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