Freiwilliger TuS-Rückzug: „Unter den Umständen war es alternativlos“

rnFußball: Oberliga Westfalen

Dass der TuS Haltern freiwillig in die Oberliga zurückkehrt, ist für den neuen Trainer Timo Ostdorf die richtige Entscheidung. Für die kommende Saison hat er sich bereits ein Ziel gesetzt.

Haltern

, 07.07.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es hatte sich angedeutet, doch nun steht endgültig fest, dass der TuS Haltern am See in der kommenden Saison wieder in der Oberliga Westfalen antritt, statt wie zuletzt in der Regionalliga West. In seiner Pressemitteilung spricht der TuS von einer „Mammutaufgabe“, die die kommende Regionalliga-Saison dargestellt hätte. Halterns neuer Übungsleiter Timo Ostdorf begrüßt die Entscheidung des Vereins. Er selbst hätte womöglich gar nicht jeden Regionalliga-Spieltag an der Seitenlinie stehen können.

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„Unter den Umständen war sie alternativlos“, sagt Ostdorf. Auf den TuS Haltern hätten elf englische Wochen gewartet. Spiele unter der Woche drohen den Halternern zwar auch in der Oberliga, „aber es ist was anderes, wenn du Mittwochabend nach Herne fährst oder wenn du nach Aachen zum Tivoli fährst und gegen eine Profimannschaft spielst“, erklärt der neue TuS-Trainer, der zuletzt im Interview bereits sagte, dass er und der Verein den Spielerkader von Anfang an ligaunabhängig geplant hätten.

Timo Ostdorf: „Bei den Jungs liegt der Fokus nicht nur auf Fußball“

„Ich begrüße die Entscheidung total, da ich selber auch im Schichtdienst und Wochenenddienst tätig bin und weiß, was auf die Spieler zukommt.“ In der Regionalliga gibt es bereits einige Mannschaften, die unter professionellen Bedingungen trainieren und deren Spieler teilweise hauptberuflich Fußballer sind. Das ist beim TuS anders. „Wir haben Leute bei uns, die arbeiten oder studieren“, so Ostdorf. „Bei den Jungs liegt der Fokus nicht nur auf Fußball.“

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Zahlreiche junge Spieler sollen in der kommenden Saison den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung beim TuS Haltern gehen. Ist die Oberliga dafür nicht sogar besser geeignet als die Regionalliga? „Auf jeden Fall“, sagt Halterns Trainer. „Das wird ambitioniert genug, sich als junger Spieler in der Oberliga zu beweisen.“ Denn auch dort gibt es zahlreiche starke Gegner. Beispielsweise den RSV Meinerzhagen, der trotz Tabellenplatz zwei in der abgelaufenen Saison aufgrund der Quotientenregelung nicht in die Regionalliga aufsteigen durfte. Dennoch ist die Mannschaft bereits gespickt mit Regionalliga-erprobten Spielern.

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Einen bestimmten Tabellenplatz oder eine bestimmte Tabellenregion hat sich der TuS derweil nicht als Ziel für die kommende Saison gesetzt. „Da wird es keine Zielsetzung geben nach dem großen Umbruch“, erklärt Ostdorf. Das Hauptziel werde nun erst mal sein, „so viele junge Spieler wie möglich an die Oberliga heranzuführen“. Das allein sei bereits eine „spannende Herausforderung“.

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