TuS Haltern ist in Schermbeck gefordert

Fußball

Zu einer ungewöhnlichen Zeit gastiert der Fußball-Westfalenligist TuS Haltern am Sonntag beim SV Schermbeck. Die Partie beim Oberliga-Absteiger wird erst um 17 Uhr angepfiffen und findet deshalb unter Flutlicht statt. Das ist aber nicht das einzige Problem, auf das sich die Niemöller-Elf einstellt. Die Halterner Bezirksligisten wollen unterdessen oben dranbleiben.

HALTERN

, 28.10.2016, 16:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Westfalenliga 1 SV Schermbeck - TuS Haltern So. 17 Uhr, Volksbank-Arena, Im Trog 52, 46514 Schermbeck.

Der SV Schermbeck kommt in der Westfalenliga bislang überhaupt nicht zurecht. Obwohl es nach dem Abstieg keinen großen Umbruch gegeben hat, konnte das Team von Trainer Christoph Schebach bislang nur selten überzeugen. So fällt die Zwischenbilanz ernüchternd aus: Rang 13, nur drei Siege aus elf Spielen. Doch gerade die Krise macht den SVS in den Augen von TuS-Coach Magnus Niemöller so gefährlich. „Spätestens die Niederlage in Herford hat dafür gesorgt, dass in Schermbeck alle Sinne geschärft sind und sie komplett unter Strom stehen werden“, sagt Niemöller. „Wir werden uns in diesem hochgradig explosiven Spiel zu einer außergewöhnlichen Leistung aufraffen müssen.“

Aus personeller Sicht sind am vergangenen Sonntag beim TuS zwei Sorgen dazu gekommen: Tolgahan Capakli hat sich einen Anriss des Syndesmosebandes zugezogen. Für ihn ist das Fußball-Jahr 2016 wohl beendet. Alternativen in der Innenverteidigung sind Björn Winkelbeiner und Christoph Kasak, der nach seiner Sperre wieder mitmischen darf. Ein großes Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Kevin Lehmann. Der Linksverteidiger hat Wadenprobleme und konnte nicht trainieren. So könnte Marvin Poggel nach überstandener Verletzung schneller als gedacht wieder in den Kader rücken.

Bezirksliga 11 TuS Haltern II - FC Epe So. 15 Uhr, Stauseekampfbahn.

Im Duell Vierter gegen Sechster verfolgt Tim Abendroth (Foto) mit seiner Reserve gleich mehrere Ziele. Zum einen soll die Stauseekampfbahn weiter zur Festung ausgebaut werden, in fünf Partien setzte es noch keine einzige Niederlage. Zum anderen erwartet der Spielertrainer endlich einmal 90 Minuten Fußball seiner Truppe, die Konstanz ging dem TuS zuletzt immer wieder ab. Daran schraubten die Verantwortlichen im Training kräftig, der Coach sieht Fortschritte. „Die Jungs haben auf die Niederlage in Borken gut reagiert, jeder brennt und will ins Team“, bemerkt Abendroth.

Gegner Epe dürfte etwas gegen das Halterner Comeback haben. Abendroth hat beim Scouting eine starke Defensive und einen Keilstürmer ausgemacht, der seinen Kollegen Chancen kreiert. „Sie haben ohne den Ball ihre Stärken. Trotzdem erwarte ich Epe auf Augenhöhe“, sagt der verletzte Spielertrainer. Zu seinem Ausfall gesellt sich ins Lazarett Vangjel Frasheri, der sich im Training den Fuß brach.

SG Borken - SV Lippramsdorf So. 15 Uhr, Netgo-Arena, Feldmark 5, 46325 Borken.

Nach Jahren des drohenden Absturzes in die A-Kreisliga verwöhnt der LSV seine Fans aktuell mit Bezirksliga-Spitzenfußball, am Wochenende steht mit den 90 Minuten beim Tabellendritten SG Borken ein echter Knaller auf dem Programm. „Auf solche Spiele freut man sich doch besonders“, kann Trainer Michael Hellekamp kaum noch die Füße still halten.

Seit mehr als einem Jahrzehnt gewann der LSV kein Pflichtspiel mehr gegen Borken (damals ein 3:1 gegen den TuS Borken), Hellekamp kennt die Gründe für die Negativserie. „Sie sind spielerisch stark. Aber auch Physis und Laufbereitschaft stimmen“, erklärt der LSV-Coach. Hohe einstellige bzw. zweistellige Erfolge haben die Hausherren in dieser Saison auf den Platz gebracht, was durchaus Eindruck hinterlassen hat.

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