TuS Haltern ist Tabellenführer

Fußball

Ein Fingerzeig oder nur eine Momentaufnahme? Auf jeden Fall haben sich die Fußballer des TuS Haltern durch den 4:1-Sieg am Sonntag beim 1. FC Gievenbeck an die Tabellenspitze der Westfalenliga-Staffel 1 geschoben. Trainer Magnus Niemöller war trotzdem nicht so richtig glücklich. Im Gegensatz zu den Trainern der heimischen Bezirksligisten.

HALTERN

, 21.08.2016, 19:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
ennis Drepper (r.) verstärkte nach einer längeren Verletzungspause die zweite Mannschaft des TuS Haltern und steuerte einen Treffer zum Heimsieg gegen Erkenschwick bei.

ennis Drepper (r.) verstärkte nach einer längeren Verletzungspause die zweite Mannschaft des TuS Haltern und steuerte einen Treffer zum Heimsieg gegen Erkenschwick bei.

Westfalenliga 1 1. FC Gievenbeck - TuS Haltern 1:4 (0:1)

„Das Ergebnis täuscht. Das war ein sehr enges Spiel, in dem wir nicht so flüssig und prägend gespielt haben, wie wir das können“, sagte Niemöller. In der Anfangsphase tasteten sich beide Teams vorsichtig ab, ehe der TuS das erste Ausrufezeichen der Partie setzte: Nach einer Flanke von Stefan Oerterer blockte ein Gievenbecker Verteidiger Andre Kochs Kopfball kurz vor der Linie. In den Augen des Schiedsrichters allerdings mit der Hand. Ergebnis der wilden Gievenbecker Proteste war der Inneraum-Verweis von Coach Benjamin Heeke. Oerterer ließ sich davon nicht irritieren und traf vom Punkt zum 0:1 (22.). Dieser Treffer gab dem TuS aber keine Sicherheit, das Spiel blieb intensiv und bisweilen hektisch. Doch auf Oerterer ist Verlass: Nach einer Flanke von Jan Trampe erzielte der Stürmer mit seinem vierten Saisontor das 0:2 (62.).

Gievenbeck ging anschließend voll ins Risiko und verdiente sich den Anschlusstreffer durch Alan Bezhaev, der mit einem Flachschuss ins kurze Ecke traf (76.). Ruhe brachte erst der Treffer zum 3:1, den Rademacher nach einer Oerterer-Flanke erzielte (81.). Kurz vor dem Ende legte Tobias Becker nach Vorarbeit von Koch den vierten Treffer nach.

TuS: Müller, Warnat, Kasak, Capakli, Eisen, Koch (89. Mann), Oerterer, Trampe (75. Becker), Batman (84. Eilert), Lehmann, Rademacher. Tore: 0:1 Oerterer (22./Foulelfmeter), 0:2 Oerterer (62.), 1:2 Bezhaev (76.), 1:3 Rademacher (81.), 1:4 Becker (89.).

Bezirksliga 11 SuS Olfen - SV Lippramsdorf 0:2 (0:0)

In den ersten 45 Minuten ließ der Gast keine Torchance des SuS zu. Das war es dann aber auch mit den guten Nachrichten, insgesamt investierte Lippramsdorf zu wenig. Nach einer Aussprache in der Kabine schien die Hellekamp-Truppe begriffen zu haben, wie in Olfen zu punkten ist. Druckvoll und engagiert ließ der LSV den harmlosen Hausherren immer weniger Luft zum Atmen, in Minute 70 setzte der angeschlagene Henrik Kleinefeld die Überlegenheit auch in Zählbares um.

Der Gegner brachte weiterhin nichts Gefährliches auf das Feld, weshalb Lippramsdorf ohne Probleme in Richtung erster Saisonsieg steuerte. Den machte Constantin Dewert kurz vor Schluss endgültig perfekt.

LSV: Niehaus; Schild, Echterhoff, Hardegen, Lopez, Schemmer, Kalwey (60. Drees), Dewert, Prause (60. van Buer), Joemann (90+4 Wessels), Kleinefeld. Tore: 0:1 (70.) Kleinefeld, 0:2 (86.) Dewert.

TuS Haltern II - Spvgg. Erkenschwick II 2:1 (0:1)

Die Halterner hätten sich die nervenaufreibende zweite Halbzeit ersparen können, wenn sie in den ersten 45 Minuten für klare Verhältnisse gesorgt hätten. Doch die Abendroth-Elf ließ viele klare Torchancen ungenutzt. Halbzeit zwei begann mit einem Freistoß an den Pfosten von Maik Knoblich, ehe auch die Gäste das Aluminium trafen. Der Freistoß-Aufsetzer von Elias De Ranca sprang aber von Innenpfosten ins Tor (50.), das 0:1 stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Ein paar Minuten später hätte es noch schlimmer kommen können, als Marcel Hullermann patzte und der Ball erneut im Netz lag, doch der Schiedsrichter hatte ein Foul am Halterner Keeper gesehen – nicht die letzte strittige Entscheidung des Tages.

Denn vor dem Halterner Ausgleich durch Dennis Drepper (74.) hatten die Erkenschwicker den Ball im Seitenaus gesehen, der Linienrichter hob die Fahne aber nur halbhoch und irritierte damit einen Erkenschwicker Abwehrspieler, der sich den Ball vom eingewechselten Yasin Keskin abluchsen ließ.

In der Schlussphase war das Spiel dann völlig offen. Hullermann verhinderte mit einer starken Parade den erneuten Rückstand, auf der anderen Seite legte Quinkenstein dem ebenfalls eingewechselten Tim Bonka nach einem Erkenschwicker Querschläger per Kopf das 2:1 vor (81.).

TuS II: Hullermann, M. Göcke, Frasheri (71. Bonka), Knoblich, Pillmann (83. Amendt), Quinkenstein, Drepper, Haak (68. Keskin), T. Abendroth, Pötter, Brinkert. Tore: 0:1 De Ranca (50.), 1:1 Drepper (74.), 2:1 Bonka (81.).

Lesen Sie jetzt