Der TuS trifft auf das Schlusslicht - „Eventuell muss ich selbst spielen“

rnFußball: Landesliga 4

Das Team B des TuS Haltern empfängt das Fußballteam, das bislang am stärksten von der Corona-Krise gebeutelt wurde. Der Gegner wird gegen den TuS kaum Spieler zur Verfügung haben.

Haltern

, 22.10.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das war ein ganz, ganz intensives und lehrreiches Spiel“, sagt Sebastian Amendt, Trainer des Team B des TuS Haltern am See, über das vergangene 1:1 gegen den SV Herbern. Schon am Donnerstagabend ist sein Team wieder im Einsatz - gegen den stark gebeutelten SV Drensteinfurt.

Nur einen Punkt hat der SV Drensteinfurt bislang in fünf Partien holen können. Damit steht das Team von Trainer Oliver Logermann auf dem letzten Tabellenplatz. „Sie haben massive Probleme“, sagt Sebastian Amendt. Damit meint er die Situation des Vereins in der Corona-Krise.

Sowohl ein Corona-Fall in der eigenen Mannschaft als auch beim Gegner haben es den Drensteinfurtern zuletzt nicht leicht gemacht. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Spieler des Vereins in unterschiedlichen Kreisen, die verschieden mit der Corona-Krise umgehen, leben.

Zwölf Spieler haben für das Spiel abgesagt

Die Folge: Einige Spieler wollen aufgrund der Pandemie derzeit sogar gar nicht mehr spielen. „Wir haben im Moment von 23 Spielern im Kader immer so 12, 13 zur Verfügung“, sagt Logermann. Für das Spiel gegen den TuS Haltern am See hatte er schon zu Beginn der Woche zwölf Absagen erhalten.

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„Eventuell muss ich gegen Haltern auch selbst spielen. Dabei war das eigentlich gar nicht mehr gewollt.“ Für ein paar Spiele gehe das sicherlich noch, aber „wenn ich da gegen einen 18-Jährigen ins Laufduell muss, sieht das sicherlich nicht gut aus“.

Womöglich könnte es auf der Anlage des TuS also sogar zu einem Duell der besonderen Art kommen. Denn auch TuS-Trainer Sebastian Amendt spielt ab und an noch selbst mit, wenn Not am Mann ist. Ob das auch gegen Drensteinfurt der Fall sein könnte, kann er jedoch noch nicht sagen.

Auch der Kader des TuS Haltern ist nicht allzu groß

Dafür hat er schon Planungssicherheit, was seinen Kader angeht. „Wir können nur in der gleichen Besetzung wie Sonntag spielen“, sagt er. Denn Spieler aus der ersten Mannschaft, die am Sonntag in der Oberliga gespielt haben, können nicht runterrücken.

„Das ist eng, da darf nicht viel passieren“, gibt Amendt zu. Dennoch freut er sich auf die kommende Begegnung, die ganz anders sein werde als die letzten Spiele. Denn diesmal spielt der TuS nicht gegen einen der Favoriten. „Ich gehe davon aus, dass wir etwas mehr Ballbesitz haben werden als zuletzt.“

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Das Ziel seines Teams sei es natürlich weiterhin, am Ende der Spielzeit nicht auf einem der fünf Abstiegsplätze zu stehen. Gegen Drensteinfurt könnte der Abstand mit einem Sieg weiter vergrößert werden. „Logischerweise ist das ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen wollen“, so Halterns Trainer.

  • Anstoß: Donnerstag, 19.45 Uhr, Lippspieker, Haltern am See
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