TuS Haltern will den dritten Sieg

Fußball

Die Saison läuft bislang für den Fußball-Westfalenligisten TuS Haltern wie gemalt. Am Sonntag soll für den Spitzenreiter gegen den SV Spexard der dritte Liga-Sieg her. Trainer Magnus Niemöller warnt aber vor einem Geduldsspiel. Auch die Bezirksligisten werden am Sonntag gute Nerven brauchen.

HALTERN

von Jan Große-Geldermann und Bastian Rosenkranz

, 26.08.2016, 15:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Außenverteidiger Christian Warnat (r.) ist mit dem TuS Haltern am Sonntag gegen Spexard gefordert.

Außenverteidiger Christian Warnat (r.) ist mit dem TuS Haltern am Sonntag gegen Spexard gefordert.

Westfalenliga 1 TuS Haltern - SV Spexard So. 15 Uhr, Stauseekampfbahn.

Niemöller gilt als akribischer Taktik-Tüftler. Deshalb wird er die Erkenntnisse, die er als Zuschauer bei der Spexarder 0:3-Pleite bei YEG Hassel am vergangenen Samstag gesammelt hat, gewissenhaft in seinen Match-Plan einfließen lassen.

Wichtig ist ihm vor allem eins: „Das Ergebnis in Hassel täuscht. Spexard ist sehr spielstark und mit den schnellen Spielern auf den Außenbahnen offensiv sehr stark besetzt.“ Entsprechend erwartet er die Gäste in einer „Konter-Haltung“. Im Umschaltspiel und beim Gegenpressing sei höchste Konzentration gefragt, betont Niemöller, dessen Kader sich weiter füllt.

Sogar ein Blitz-Comeback von Timo Ostdorf scheint nicht ausgeschlossen. Jago van Briel und Dennis Drepper sind ebenfalls wieder im Mannschaftstraining und damit Optionen für das zweite Heimspiel der Saison. Deniz Batman, der im Kreispokalspiel beim SV Hardt (2:1) am Donnerstag ausgesetzt hatte, wird auf jeden Fall wieder ins Team rücken. Sorgen macht sich Niemöller allerdings um Nils Eisen. Der Taktgeber im Mittelfeld quält sich schon seit einigen Tagen mit einer schmerzhaften Fußprellung.

Bezirksliga 11 Lippramsdorf - SuS Stadtlohn II So. 15 Uhr, SA Jahnstraße.

Heiß, aber entspannt sei die Woche in Lippramsdorf gewesen, vermeldet Trainer Michael Hellekamp nach dem guten Start seines SV Lippramsdorf. Damit weiter der Sommer genossen werden kann, sollen drei weitere Punkte auf das Konto wandern.

Dazu gilt es vorher aber, Aufsteiger SuS Stadtlohn in die Schranken zu weisen. Der wurde mit einem 0:7 von Epe gebührend in der Liga empfangen, dem Auftaktschock folgte letzte Woche ein Sieg gegen Merfeld. „Ich glaube, da haben sie erkannt, dass in der Bezirksliga ein anderer Fußball gespielt wird“, kann sich Hellekamp ein Schmunzeln nicht verkneifen. Gleichzeitig warnt der LSV-Coach vor der Oberliga-Reserve, die ihm als spielstark und mit gutem Umschaltspiel beschrieben worden war.

Gerade die Kontersituation möchte Michael Hellekamp vermeiden und baut wieder auf die „kontrollierte Offensive“ seiner Elf. Die funktionierte in Olfen nicht über die komplette Spieldauer, auch fußballerisch erkannte der Fußballlehrer noch etliche Mängel. Die aufzuarbeiten machte sich Michael Hellekamp unter der Woche zur Aufgabe, das Ende der englischen Wochen aus Meisterschaft und Pokal sei dabei eine Hilfe gewesen.

SV Gescher - TuS Haltern II So. 15 Uhr, SA Borkener Damm, 48712 Gescher.

Nachdem der TuS am ersten Spieltag bei Aufstiegskandidat VfB Hüls mit einer starken Defensivleistung gefordert wurde und gegen Erkenschwick II als Comebacker gefragt war, wartet in Gescher jetzt im wahrsten Sinne des Wortes ein Härtetest. Robust und unheimlich zweikampfstark sei der SV, weiß Tim Abendroth, um lachend hinterher zu schieben: „Das Normalmaß bei denen liegt doch zwischen 1,90 Meter und zwei Metern.“ Sich nicht beeindrucken zu lassen von der harten Gangart der Hausherren und im Rahmen der Regeln dagegen zu halten, dürften zwei der Schlüssel zum Sieg im hohen Norden sein.

Dass drei Punkte in Reichweite sind, hält Abendroth für realistisch. „Wir haben viel Selbstvertrauen und wollen ungeschlagen bleiben. Ich kann mir eine Überraschung sehr gut vorstellen.“ Der Respekt dürfte der Reserve nach den beiden gelungenen Auftritten zum Auftakt jedenfalls gewiss sein, obwohl der Offensivmann bremst: „Wir wissen die Partien gut einzuschätzen. Eine Tendenz erkennt man erst nach fünf Spieltagen.“

 

Lesen Sie jetzt