TuS steht vorm ersten großen Härtetest

Fußball

Der TuS Haltern steht in der Westfalenliga vor der ersten großen Bewährungsprobe. Die heimischen Bezirksligisten peilen am zweiten Spieltag Siege an und die Westfalenliga-Frauen von Concordia Flaesheim starten in die Saison.

von Von Andreas Leistner, Niklas Berkel und Bastian Ro

, 19.08.2016, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Westfalenliga 1 1. FC Gievenbeck - TuS Haltern So. 15 Uhr, SA Gievenbecker Weg 200, 48149 Münster.

„Wir werden dort auf allerallerhöchstem Westfalenliga-Niveau abgeprüft werden“, macht Niemöller klar, wie schwer er die Aufgabe in Münster einschätzt.

Gievenbeck habe sich als Vorjahresdritter nicht umsonst auf die Fahnen geschrieben, wieder oben mitzuspielen: „Das ist eine sehr junge, sehr schnelle Mannschaft mit einem hervorragenden Trainer“, lobt der TuS-Coach. Sein Pendant Benjamin Heeke habe eine klare Philosophie, die auf viel Ballbesitz basiere.

Hinzu komme, dass die Gievenbecker nach der Auftaktniederlage in Delbrück im ersten Heimspiel natürlich auf Widergutmachung aus und besonders motiviert seien. „Kurz und gut: Das wird schon am zweiten Spieltag eines der schwersten Auswärtsspiele der Saison“, erklärt Magnus Niemöller: „Es wird eine sehr große Standortbestimmung und nach dem Spiel werden wir wissen, ob wir in der Westfalenliga tatsächlich oben mithalten können.“

Bezirksliga 11 SuS Olfen - SV Lippramsdorf So. 15 Uhr, SA Hoddenstraße 4, 59399 Olfen

Der LSV muss umbauen: Neuzugang Sven Igelbüscher, zum Saisonstart gegen den FC Marl noch Doppeltorschütze, ist im Urlaub. „Das ist natürlich unglücklich, zumal sich Sven und Hendrik Kleinefeld vorne gerade eingespielt hatten. Aber beruflich konnte Igel es nicht anders legen“, nimmt Hellekamp es so, wie es ist.

Neben Igelbüscher fällt auch der gelb-rot-gesperrte Timo Berg aus. Doch Michael Hellekamp sieht im LSV-Kader hinreichend Alternativen: „Wir werden sie adäquat ersetzen.“

Gegner Olfen startete in Merfeld wie Lippramsdorf mit einem 2:2 in die neue Saison. Beim SuS gelte es vor allem auf Stoßstürmer Marvin Böttcher zu achten: „Olfen ist sehr heimstark und hat in der Offensive seine Qualitäten.“ Auf der anderen Seite hat der Lippramsdorfer Trainer auch Schwächen in der SuS-Defensive ausgemacht und die will er am Sonntag nutzen: „Wir werden uns in Olfen nicht verstecken und wollen das Spiel offen gestalten. Ich würde gerne den ersten Saisonsieg einfahren.“

TuS II - Spvgg. E´schwick II So. 15 Uhr, Stauseekampfbahn, Lippspieker.

Der Erfolg gegen Hüls hat der Reserve des TuS viel Selbstvertrauen gegeben. „Der tat uns sehr gut und gibt uns Sicherheit“, erklärt Trainer Tim Abendroth. Die kommende Aufgabe werde aber sicherlich nicht einfacher, warnt er vor Überheblichkeit. Die Reserve der Erkenschwicker erwartet Abendroth auf Augenhöhe: „Zwei junge, talentierte Teams, die aufeinandertreffen. Das wird ein enges Spiel, bei dem Kleinigkeiten entscheiden werden.“

Die Aufgabe will Haltern II aber nicht wie vergangene Woche defensiv und auf Konter spielend angehen, sondern selber mehr agieren.

Fehlen werden der Mannschaft unter anderem Keeper Lukas Berkenkamp, Florian Abendroth, Julian Göcke, Simon Thiemann und Max Keller, der sich eine Kreuzbandverletzung zugezogen hat. „Das Jahr 2016 ist für ihn leider gelaufen. Das tut uns allen leid für Max“, bedauert Abendroth den Ausfall. „Ich werde nochmal mit dem Coach der ersten Sprechen“, hofft er auf Verstärkung.

Frauen-Westfalenliga C. Flaesheim - Bor. Dröschede So. 15 Uhr, SA Dr.-Hermann-Grochtmann-Straße.

Dass die Concordia gegen starke Gegner mithalten kann, bewies der Vorbereitungs-Auftritt gegen Regionalligist SG Essen-Schönebeck II. Dazu kamen allerdings auch haarsträubende Partien mit unerklärlichen Leistungen, die Giera weitere Lebensjahre kosteten. Seine Gemütslage bewegt sich deshalb irgendwo zwischen „Vorfreude“ und „am liebsten zu Hause bleiben“.

Im Kopf der Spielerinnen müsse es jetzt Klick machen, fordert der Trainer, der in der Abschlusseinheit noch mal die Sinne für die neue Spielzeit schärfte. „Dieses Jahr wird kein Zuckerschlecken. Wir spielen in der höchsten Spielklasse Westfalens, da zählt nur Leistung“, kennt sich Ralf Giera im hohen Frauenfußball-Amateurbereich bestens aus. Ein guter Start hilft bei der Akklimatisation, der gegen Mitaufsteiger Dröschede in Reichweite liegt. Das 0:0 der Borussia zum Auftakt dürfte aber Warnung genug sein, den Gegner nicht zu unterschätzen. Personell muss Flaesheim vorerst auf Ayse Kara verzichten, die sich an der Schulter verletzte. Dafür steigern Saskia Kreuz und Alina Nörenberg so langsam wieder ihre Intensität.

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