Überraschendes Senioren-Debüt für Halterns jüngsten Torwart-Trainer

rnFußball: Landesliga

Mit 18 Jahren ist es für Bastian Mrowitzki bereits die zweite Saison als Torwart-Trainer beim TuS Haltern. Gegen Roxel gab er dann auch noch sein Landesliga-Debüt - und blieb ohne Gegentor.

Haltern

, 23.09.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er hat das super gemacht“, sagte Sebastian Amendt, Trainer des Team B des TuS Haltern am See, nach der 0:1-Niederlage seiner Mannschaft über die Leistung von Bastian Mrowitzki. Der 18-Jährige kam zur Pause für den angeschlagenen Marcel Müller. Für den jungen Torhüter das erste Spiel seit rund zwei Jahren. Denn eigentlich ist seine Hauptaufgabe bei den Seestädtern die des Torwart-Trainers - und das sogar schon im zweiten Jahr.

Zwei Torwart-Trainer haben die Halterner. Zwischen Oliver Bautz und und Bastian Mrowitzki liegen sage und schreibe 21 Jahre. Trotz seines jungen Alters ist Mrowitzki schon seit der vergangenen Saison für die Torhüter der damaligen U23 zuständig. „Ich hätte noch ein Jahr in der A-Jugend machen können“, erzählt er. Dann wurde jedoch Timo Ostdorf, der ihn bis dato trainiert hatte, zum Übungsleiter der Bezirksliga-Mannschaft befördert. „Da kam dann die Frage auf, ob ich nicht mit hochkommen möchte.“

„Wenn Not am Mann ist, gehe ich ins Tor“

Mrowitzki entschied sich für den ungewöhnlichen Schritt und „ich bereue die Entscheidung nicht“, sagt er. Das erste Jahr mit seiner neuen Aufgabe sei ziemlich ungewohnt gewesen, gesteht der Halterner. Doch die beiden Torhüter Ubeyd Güzel und Leonhard Backmann-Stockhofe, mit denen er trainierte, halfen ihm viel. „Mit denen hatte ich richtig viel Spaß“, erzählt er. „Ich habe mir da auch Tipps geben lassen und denen Tipps gegeben.“

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Angedacht sei damals gewesen, dass Mrowitzki womöglich in der Bezirksliga auch mal zum Einsatz kommt. Doch vor dem 1. April hätte er aufgrund der Bestimmungen des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) aufgrund seines Alters nicht spielen dürfen. Bevor es zu seinem Seniorendebüt kommen konnte, machte ihm das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung.

Er selbst bezeichnet seine derzeitige Position beim TuS Haltern am See derweil als eine Art „Springer-Rolle“. Sowohl als Torwart als auch als Torwart-Trainer könne der Verein auf ihn zählen. „Wenn Not am Mann ist, gehe ich ins Tor“, sagt er. So war es auch gegen den BSV Roxel. Es war das erste Spiel für Bastian Mrowitzki im Seniorenfußball, seine letzte Partie war noch in seinem ersten A-Jugend-Jahr.

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„Es war relativ ungewohnt“, erzählt der 18-Jährige. Schon früh habe Marcel Müller angezeigt, dass es irgendwann nicht mehr weitergehe. Bis zum Beginn der zweiten Halbzeit konnte sich Mrowitzki dann vorbereiten, ehe es nach der langen Pause wieder zwischen die Pfosten ging. „Klar“, sagt er, „eine gewisse Nervosität hat man dann schon nach so einer langen Zeit“. Doch vor allem indem er dann viel mit seinen Vorderleuten kommunizierte, habe er sich selbst die Nervosität ein Stück weit wieder genommen. Und so blieb er dann auch in seinen ersten 45 Senioren-Minuten ohne Gegentor.

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