Fußball

Erste Heimpleite seit knapp zwei Jahren: Holzwickeder SC kehrt auf den Boden der Tatsachen zurück

Das war sie: die erste Heim-Niederlage für den HSC seit Mitte Oktober 2019 in einem Meisterschaftsspiel. Das Team von Marc Woller spielte ähnlich fahrig wie beim Ausscheiden im Westfalenpokal.

Die Bäume wachsen bekanntlich nicht in den Himmel. Diese Erfahrung musste Sonntag Fußball-Oberligist Holzwickeder SC machen. Eine Woche nach dem 2:1-Sieg zum Saisonauftakt in Clarholz, setzte es nun eine glatte 2:4-Niederlage daheim gegen den TuS Ennepetal.

Dabei hätten die Woller-Mannen am Sonntag schon so etwas wie Eigenwerbung betreiben können: Erstes Heimspiel wegen der Corona-Pandemie in einem Meisterschaftsspiel seit Anfang Oktober 2020. Gute Witterungsbedingungen und dazu 350 Zuschauer. Die Rahmenbedingungen hätten also nicht besser sein können.

Einige Parallelen zur 0:4-Pleite in Espelkamp

Eine der Ursachen für diese wohl nicht unbedingt eingeplante Schlappe lag sicherlich in der Tatsache begründet, dass wohl kaum einer der HSC-Cracks an diesem Sonntag auch nur annähernde Normalform erreichte. Da taten sich schon Parallelen zum 0:4 im Westfalenpokal vor 14 Tagen bei Preußen Espelkamp auf.

Sei es drum: Der Nimbus der Unbesiegbarkeit der Holzwickeder auf eigenem Geläuf, einer Serie, die seit dem 16. Oktober 2019 (1:3 gegen den ASC Dortmund) Bestand hatte, ist seit dem vergangenen Sonntag mächtig angekratzt – und das nicht nur wegen der 2:4-Niederlage gegen Ennepetal.

Gästetrainer Thamm findet lobende Worte für den Holzwickeder SC

Erstaunlich daher, dass Gästetrainer Alexander Thamm nach der Partie eine Lanze für die Platzherren brach. „Für mich waren die Holzwickeder in spielerischer Hinsicht besser. Die Mannschaft hat für mich Oberliga-Format.“ Bei einem eigenen Sieg lässt sich so etwas sicher immer leichter sagen.

Dagegen stand seinem Holzwickeder Kollegen Marc Woller die Enttäuschung ob der Leistung seines Teams und der damit verbundenen Niederlage deutlich ins Gesicht geschrieben: „Der Sieg der Ennepetaler ist verdient. Bei uns hat die Absicherung nach hinten gefehlt“, sagte der Coach.

Kyeremateng gibt Debüt – Sonntag wartet ein Angstgegner

Im Verlauf der zweiten Halbzeit kam übrigens erstmals Neuzugang Jonathan Kyeremateng zum Einsatz. Der vom SV Lippstadt an die Emscher gestoßene Akteur zeigte einige gute Ansätze, an der Niederlage konnte aber auch er freilich nichts ändern.

Am dritten Spieltag in der Oberliga geht es für den HSC am kommenden Sonntag zum SV Schermbeck – einem sogenannten Angstgegner. Für die Woller-Elf eine gute Gelegenheit, sich zu rehabilitieren. Das Team von Coach Sleiman Salha gewann zum Saisonauftakt mit 6:0 gegen Westfalia Herne. Am Sonntag kassierte der Klub dann eine deutliche 0:4-Niederlage bei Westfalia Rhynern – konstant sieht sicher anders aus – vielleicht ist das die Chance des Holzwickeder SC.

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