Holzwickedes Philipp Gödde (l.) und Philipp Grodowski im Zweikampf: Hamms Kapitän ist aus dem Kader nicht mehr wegzudenken. © Werner Hahn
Fußball

Ex-Borker Philipp Grodowski geht als Kapitän beim Oberligisten Hammer SpVg vorweg

Der Abwehrrecke hat keine Probleme mit der Vergangenheit, aber keine guten Erfahrungen mit dem Holzwickeder SC, auf den er auch am Sonntag wieder traf.

Beim Namen Holzwickeder SC müsste es bei dem Ex-Borker Philipp Grodowski, aktuell Kapitän des Fußball-Oberligisten Hammer Spielvereinigung, eigentlich in den Ohren klingeln. Gegen den Klub von der Emscher hat der Abwehrrecke nämlich zumindest bis Sonntag in seinen Spielen keine guten Erfahrungen gemacht.

Angefangen hatte das vor gut drei Jahren: Grodowski, damals noch in Diensten von Rot Weiss Ahlen stehend, verursachte im Oberliga-Match gegen den HSC beim Stande von 3:2 für seine Farben kurz vor dem Abpfiff einen Foulelfmeter: „Eine harte Entscheidung, wir haben uns diese Szene damals mehrfach auf Video angesehen, das war ganz scharf an der Strafraumgrenze. Da musste man keinen Elfmeter geben. Der Unparteiische hatte aber eine andere Sicht der Dinge – zeigte auf den ominösen Punkt.“

Dennoch blickt der Abwehrmann mit diesem langen Abstand ohne Zorn zurück. Dass ausgerechnet Holzwickedes Keeper Kevin Beinsen seinerzeit den verhängten Strafstoß zum 3:3-Endstand verwandelte, passte ins Bild. Grodowski und Beinsen standen sich nun am Sonntag bei der Partie der Hammer Spielvereinigung gegen den Holzwickeder SC als Kapitäne direkt gegenüber, eine Situation vielleicht, die dem Kreisderby an der Lippe schon eine gewisse zusätzliche Würze verlieh.

Grodowski flog gegen Holzwickede schon vom Platz

Gut vielleicht, dass diese Partie schiedlich, friedlich 1:1 ausging. Erwähnenswert aber auch, dass sich beide Teams bereits im September des vergangenen Jahres an der Lippe im Kreisderby begegneten. Grodowski, inzwischen nach Hamm gewechselt, sah bereits nach gut einer halben Stunde Spielzeit den Roten Karton. Wohl mitentscheidend dafür, dass die Hammer Spielvereinigung in Unterzahl die Partie mit 1:2 verlor.

Für den Hammer Spielführer ist das aber wohl so etwas wie Schnee von gestern. Jedenfalls lieferte sich Philipp Grodowski mit seinem Holzwickeder Namensvetter Philipp Gödde Sonntag einige packende Duelle, die sich aber immer im fairen Bereich bewegten.

„Wir haben ein ausgeglichenes Spiel gesehen, haben in der zweiten Halbzeit viel Druck aufgebaut. Ich denke, mit dem 1:1 können beide Mannschaften gut leben. Der Punkt bringt uns auf jeden Fall ein Stück weiter. Wir wollten uns auf jeden Fall besser als vor einer Woche beim 2:5 in Rhynern präsentieren. Ich glaube, das ist uns auch gelungen“, sagte der 1,97 Meter große Abwehrspieler in einem Gespräch mit der Sportredaktion.

Philipp Grodowski hat den Kreuzbandriss gut weggesteckt

Auch den vor rund zwei Jahren erlittenen Kreuzbandriss – wohl die Höchststrafe in der Karriere eines jeden Sportlers – hat den 26-Jährigen nicht aus der Bahn geworfen. „Ich habe zwar einige andere Wehwehchen, aber ansonsten geht es mir gut“, so Philipp Grodowski weiter. Etwas, was sein Bruder Joel nicht für sich in Anspruch nehmen kann. Den Stürmer, der inzwischen für den Drittligisten SC Verl spielt, hat eine Verletzung derzeit etwas aus der Bahn geworfen.

Philipp Grodowski © Werner Hahn © Werner Hahn

Über den weiteren Saisonverlauf in der Oberliga macht sich Grodowski nicht zu viele Gedanken: „Wir denken von Spiel zu Spiel“, so der Hammer Abwehrchef, der im Februar zum zweiten Mal Vater wird.

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