Vor allem Teamgeist ist am Sonntag an der niederländischen Grenzen gefragt, wenn der Holzwickeder SC bei der SpVgg Vreden antritt. © Neumann
Fußball

Grippekranker HSC-Coach fordert von seinem Team mehr Leidenschaft ein

Der Holzwickeder SC hat eine weite Reise vor sich. Bei der SpVgg Vreden möchte das Team gerne Punkte ernten - gleich an der niederländischen Grenze. Das ist Neuland für die Gäste.

Auf einen völlig unbekannten Gegner trifft der Holzwickeder SC Sonntag (15 Uhr.) Dann geht es zur SpVgg Vreden, deren Spielort nur einen Katzensprung von der Grenze zu den Niederlanden entfernt liegt. Jedenfalls gab es bislang noch keine sportliche Auseinandersetzung zwischen beiden Vereine.

Oberliga Westfalen

SpVgg Vreden – Holzwickeder SC

Angesichts der Tabellenlage ist eine Partie auf Augenhöhe zu erwarten, denn die SpVgg Vreden bewegt sich tabellarisch im Dunstkreis der Blau-Grünen. Während die Münsterländer als Tabellenfünfzehnter bislang acht Punkte geholt haben, liegt der Gast mit sieben Zählern zwei Plätze dahinter auf dem ersten Abstiegsrang. Die Ausgangslage ist also klar, mit einem Dreier in der Stadt an der Berkel kann der HSC im Ranking Boden gutmachen, würde auf jeden Fall den Abstiegsplatz verlassen.

SpVgg Vreden kassierte zuletzt 0:6-Klatsche in Rhynern

Ganz sicher kein leichtes Unterfangen, auch wenn Vreden am Sonntag in Rhynern eine deutliche 0:6-Klatsche kassierte. Doch dieses Resultat täuscht wohl ein wenig über die Kräfteverhältnisse hinweg, die beim Spiel am Papenloh herrschten. Die Elf von Coach Engin Yavuzaslan war dem Vernehmen nach sogar zu Beginn beider Halbzeiten zunächst das bessere Team, die Hammer Vorstädter dagegen einfach effektiver: „Wir waren zu Beginn hellwach, handlungsschneller und haben hoch verteidigt. Dann kam die Qualität von Rhynern“, resümierte Yavuzaslan nach dem Spiel.

Klar also, dass der SV Vreden, der erst im zweiten Jahr in der Oberliga spielt, um Rehabilitation bemüht sein wird. Ein Umstand, der die Aufgabe für den Holzwickeder SC im Hamaland-Stadion an der Ottensteiner Straße sicher nicht leichter macht, wenngleich bei den Woller-Mannen nach dem schwachen 0:2-Auftritt gegen die Sportfreunde Siegen ebenfalls Wiedergutmachungsbedarf besteht. Erschwerend kommt beim HSC hinzu, dass mit Andre Schneider, Leon Gensicke, Moritz Müller und Enis Delija erneut wichtige Akteure verletzungsbedingt passen müssen. Fehlen werden ferner Nils Hoppe (Urlaub) und Lennart Uedickoven, der im Rahmen seines Studiums in Ungarn weilt. Ein Fragezeichen steht zudem hinter Henri Böcker.

Auffällig wird beim Studium der Tabelle der Oberliga Westfalen, dass beide Kontrahenten neben dem RSV Meinerzhagen bereits 21 Gegentore kassiert haben. Nur Schlusslicht Westfalia Herne steht mit deren 22 noch schlechter da. Gut beraten ist die HSC-Defensive in diesem Sechs-Punkte-Spiel, besonders auf Vredens Nicolas Ostenkötter zu achten, der mit vier Treffern für die Hälfte der erzielten Tore seiner Farben verantwortlich zeichnet.

„Vreden hat eine ähnliche Spielanlage wie wir, mit guten spielerischen Elementen. Für uns wird es wichtig sein, mit der richtigen Leidenschaft in die kommenden Spiele zu gehen und dabei die passende Mentalität zu entwickeln. Das muss Schritt für Schritt erfolgen. Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel“, sagt HSC-Coach Marc Woller, der in dieser Woche mit einer Grippe ans Krankenbett gefesselt ist.

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