Maurice Majewski sucht hier die Lücke im Sprockhöveler Abwehrverband. Der Holzwickeder SC verlor sein Match mit 0:5. © Neumann
Fußball

Holzwickeder SC rutscht an die Abstiegszone: „Das war eine Katastrophe“

Nächste Pleite für den Holzwickeder SC. Nach dem Match gegen die TSG Sprockhövel schrillen nunmehr laut die ersten Alarmglocken - direkt vor der Abstiegszone.

Drei Heimspiele – drei Niederlagen. Die bisherige Bilanz des Holzwickeder SC auf eigenem Platz sieht ernüchternd aus.

Oberliga: Holzwickeder SC – TSG Sprockhövel 0:5 (0:2). Es bleibt dabei, der Holzwickeder SC kann daheim nicht punkten. Dass am Ende gegen die TSG Sprockhövel eine derart klare 0:5-Schlappe herausspringen würde, damit hatte aber wohl niemand der rund 200 Zuschauer zu Beginn der Partie gerechnet. TSG-Coach Andrius Balaika brachte es nach dem Match dann wohl richtig auf den Punkt: „Wenn mir vor dem Spiel jemand gesagt hätte, dass wir hier mit 5:0 gewinnen würden, den hätte ich für verrückt erklärt. Wir haben einfach effektiv gespielt.“ Eine Aussage, mit der Balaika wohl den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Dass seine Mannschaft die Partie verdientermaßen für sich entschieden hatte, daran gab es keinen Zweifel unter den Besuchern.

Dabei bot sich den Platzherren in der neunten Spielminute die erste echte Chance im Spiel, die Tomislav Ivanciv nicht zu nutzen wusste. Danach wurde aber auch klar, wo eine der Stärken der Gäste lagen – nämlich im schnellen Umschaltspiel.

Deutlich wurde das, als die TSG (19.) nach einem Eckball für die Woller-Mannen mit einem blitzsauberen Konter die aufgerückte HSC-Abwehr überspielte. Nach der folgenden Rechtsflanke hatte der völlig blank stehende Gianluca Zentler keine Mühe, den Gast mit 1:0 in Führung zu schießen.

Auch das 2:0 aus Gästesicht hatte eine ähnliche Ursache, die Eduard Renke eiskalt ausnutzte. Wenn Sprockhövels Max Maron fast mit dem Pausenpfiff genauer gezielt hätte, dann wäre die Partie wohl schon zum Seitenwechsel entschieden gewesen.

Der dritte Treffer – damit die Vorentscheidung – der sollte den Gästen dann aber nach knapp einer Stunde Spielzeit durch Nazzareno Ciccarelli doch gelingen. Was dem HSC hoch anzurechnen ist, die Mannschaft steckte den Kopf nicht in den Sand. Das Team hatte dann nach 62 Spielminuten Pech, dass ihnen Schiedsrichter Schütter nach einem Foul an Lucas Arenz im Sprockhöveler Strafraum den eigentlich fälligen Elfmeter verweigerte. Auch in der folgenden Phase hatten die Platzherren einige gute Einschuss-Möglichkeiten, die allerdings vermochte Gästekeeper Azmir Alisic mit einigen Prachtparaden zu vereiteln. Anders die TSG, die ihre Chancen durch Renke und Cillarelli konsequent zum 5:0-Endstand verwertete.

„Mir fehlen die Worte. Der Sieg für Sprockhövel ist absolut verdient. Wir haben wieder nach Eckbällen für uns zwei Gegentore kassiert. Unser Defensivverbund war eine Katastrophe. Ich weiß nicht, ist das eine Sache der Einstellung oder eine Qualitätsfrage“, konstatierte HSC-Trainer Mars Woller.

HSC: Beinsen – Müller, Schneider (64. Selmanaj), Delija, Gödde, Ivancic, Schultze, Keremateng, Böcker (81. Biancardi) Majewski (64. Ilic), Arenz

Tore: 0:1 Zentler (19.), 0:2 Renke (36.), 0:3 Ciccarelli (59.) 0:4 Renke (68.), 0:5 Ciccarelli (75.)

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