HSC-Coach Marc Woller hat mit seiner Mannschaft die 0:5-Niederlage gegen Sprockhövel aufgearbeitet. © Michael Neumann
Fußball

HSC-Trainer Marc Woller vor dem Hamm-Spiel: „Müssen erst einmal auf uns selbst schauen“

Die Personalsituation entspannt sich beim Holzwickeder SC: Zwei wichtige Kräfte stehen in Hamm wieder im Kader.

Nach den drei bislang recht weiten Anfahrten zu den Auswärtsspielen steht für den Holzwickeder SC Sonntag eine Partie mit Lokalkolorit an. Dabei ist im Kreisderby bei der Hammer Spielvereinigung von der Papierform her ein Match auf Augenhöhe zu erwarten.

Oberliga Westfalen

Hammer SpVg – Holzwickeder SC

Wiedergutmachung ist angesagt, denn beide Kontrahenten kassierten zuletzt deutliche Niederlagen mit jeweils fünf Gegentreffern. Steven Degelmann, Trainer der Hammer SV, war am Sonntag nach der glatten 2:5-Niederlage im Derby bei Westfalia Rhynern ob der Leistung seines Teams am Papenloh wenig erbaut: „Ich bin erschüttert, wie körperlos wir lange gespielt haben. Das habe ich nie gemacht, wenn ich in einem Derby dabei war“, gab der Coach der örtlichen Presse nach Spielschluss zu Protokoll.

Auch die Leistung, welche seine Mannschaft am Dienstag im Kreispokalspiel beim TSC Kamen ablieferte, war sicherlich keine Offenbarung. Immerhin benötigte der Oberligist beim auf Meisterschaftsebene drei Klassen niedriger angesiedelten TSC schon ein Elfmeterschießen, um sich mit dem 7:6 (1:1)-Sieg für die nächste Runde zu qualifizieren. Aber das sah eine Woche zuvor beim 1:0-Erfolg der Holzwickeder beim Kamener SC auch nicht besser aus.

Holzwickeder SC weist Abwehrschwächen auf

Eines dürfte klar sein: Der HSC muss sich Sonntag an der Jürgen-Graef-Allee (Anstoß 15 Uhr) auf einen heißen Tanz gefasst machen, zumal beide Widersacher die Punkte zur Verwirklichung ihrer Saisonziele unbedingt benötigen.

Wie die Gäste von der Emscher, so hat auch der Traditionsverein aus der Lippestadt mit Personalsorgen zu kämpfen. Stürmer Marcel Todte fällt auf jeden Fall aus. Er hat sich unlängst im Training einen Kreuzbandriss zugezogen.

Sei es drum, für die Holzwickeder wird es darauf ankommen, die zweifellos eklatanten Abwehrschwächen zumindest auf ein Minimum zu reduzieren. Immerhin 18 Gegentreffer, das nach gerade einmal sechs Spieltagen, die sind ganz sicher kein Ruhmesblatt für die Defensive der Blau-Grünen.

Nach der Sprockhövel-Klatsche folgte die Aufarbeitung

HSC-Trainer Marc Woller geht wie immer zuversichtlich, so auch Sonntag, an die nächste Aufgabe in Hamm heran: „Wir haben in der Woche wieder gut trainiert, dabei die klare 0:5-Niederlage gegen Sprockhövel aufgearbeitet und die Fehler analysiert“, so der Übungsleiter des Holzwickeder SC. Natürlich hat Woller die Hammer Spielvereinigung bei der Partie in Rhynern beobachtet: „Wir müssen aber in erster Linie erst einmal auf uns selbst schauen. Unser Minimalziel ist ein Punkt in Hamm“, so der Trainer weiter.

Allmählich entspannt sich beim HSC die personelle Situation. So steht Marcel Duwe nach Ablauf seiner Gelb-Rot-Sperre wieder im Kader. Dazu zählt auch Mathieu Bengsch nach Überwindung seiner Armverletzung. Dagegen fehlen weiterhin der Verletzte Leon Gensicke und Urlauber Nils Hoppe.

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