Holzwickedes Robin Schultze (2. v.re.) kommt hier gegen Vredens Keeper Ricardo Ottink einen Schritt zu spät. © Stefan Hoof
Fußball

SpVgg Vreden schickt Holzwickeder SC endgültig in den Abstiegskampf

Es sollte die Kehrtwende hin zum Guten werden. Die SpVgg Vreden hat aber am Sonntag den Holzwickeder SC endgültig in den Abstiegskampf geschickt.

Sie hatten sich Sonntag im Münsterland soviel vorgenommen – die Akteure des HSC. Gegen einen Widersacher, der ganz sicher keinen furchterregenden Fußball spielte. Am Ende ging die SpVgg Vreden dennoch als Sieger vom Platz. Die Talfahrt geht also weiter.

Oberliga Westfalen

SpVgg Vreden – Holzwickeder SC 1:0 (1:0)

In der Konsequenz heißt das für die Blau-Grünen nicht anderes, als sich auf den Abstiegskampf einzustellen, denn im Tabellenkeller der Oberliga ist der Holzwickeder SC spätestens am Sonntag endgültig angekommen.

SpVgg Vreden läuft mit enormer Körpergröße auf

Dabei sah es zunächst im Hamastadion gar nicht schlecht für den Gast von der Emscher aus, der recht couragiert in die Partie ging. Die Platzherren hatten ihrerseits ein schlagkräftiges Argument entgegenzusetzen – nämlich die Körpergröße vieler ihrer Akteure. Ein probates Mittel, mit dem der Gast schon so seine Probleme hatte. Dennoch: Die erste gute Torchance hatten die Holzwickeder in der 19. Spielminute, als Philipp Gödde einen Kopfball knapp am Tor der Vredener vorbeisetzte.

Wenig später standen dann die Platzherren vor dem Führungstreffer, das allerdings mit kräftiger Unterstützung der Gäste-Abwehr. Til Busemann hatte vor dem eigenen Strafraum leichtfertig die Lederkugel verspielt. In der Folge setzte Vredens Ostenkötter den Ball zunächst an den Pfosten. Der Abpraller landete bei Niehuis, der die Querlatte traf. Den dritten Versuch setzte Wüpping dann am Holzwickeder Gehäuse vorbei. Riesenglück also für die Schützlinge von Co-Trainer Daniel Frieg, der den erkrankten Chefcoach Marc Woller an der Linie vertrat.

Maurice Majewski - hier gegen Nicolas Ostenkötter - verlor mit dem HSC bei der SpVgg Vreden.
Maurice Majewski – hier gegen Nicolas Ostenkötter – verlor mit dem HSC bei der SpVgg Vreden. © Stefan Hoof © Stefan Hoof

Ein äußerst umstrittener Treffer verhalf den Niederlande-Anrainern dann aber doch zum Führungstreffer: Nach einem Eckball wurde HSC-Keeper Kevin Beinsen beim Klärungsversuch im eigenen Strafraum behindert, sodass Niclas Niehuis keine Mühe hatte, zum 1:0 zu vollstrecken. Die moderate Intervention von Kevin Beinsen angesichts dieses zumindest umstrittenen Tores stieß bei Schiedsrichter Lars Bramkamp auf taube Ohren, der dem HSC-Kapitän stattdessen dem Gelben Karton zeigte.

Holzwickeder SC fehlt im Abschluss wieder einmal das Glück

Mit dem 0:1-Rückstand kam der HSC nach dem Wiederanpfiff besser ins Spiel, während sich die Hausherren in erster Linie auf ihr Konterspiel beschränkten. Folgerichtig ergaben sich auch einige Möglichkeiten für die Holzwickeder. Allerdings, die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Philipp Gödde, Henri Böcker oder auch Tomislav Ivancic hatten im Abschluss nicht die notwendige Portion Fortune.

„Wir sind eigentlich gut ins Spiel gekommen, hatten dann aber einen Blackout und kassieren durch einen individuellen Fehler das Gegentor. Im zweiten Durchgang hatten wir zwei, drei gute Möglichkeiten. Wir müssen es schaffen, über 90 Minuten gut zu spielen“, sagte Daniel Frieg.

Hochzufrieden war dagegen Vredens Coach Engin Yavusaslan: „Wir haben heute die richtige Leidenschaft gezeigt. Jeder hat von Beginn an gekämpft, daher Respekt für meine Mannschaft.“

Holzwickeder SC: Beinsen – Busemann (68. Ivancic), Gödde, Bengsch (57. Jusufi), Duwe, Schultze, Selmanay (57. Böcker), Kyeremateng (77. Ilic). Majewski, Jenusch, Arenz

Tore: 1:0 Niehuis (37.)

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