Für Leon Gensicke ging es im Spiel gegen seinen Ex-Klub nicht weiter. Nun droht er wochenlang auszufallen. © Neumann
Fußball

Vom Glückspilz zum Pechvogel: Leon Gensicke wird dem HSC wochenlang fehlen

Schock für den Holzwickeder SC: Im Spiel gegen die SG Wattenscheid 09 hat sich Leon Gensicke verletzt und wird wochenlang fehlen. HSC-Sportchef Tim Harbott bedauert den Ausfall des Top-Stürmers enorm.

Dass Glück und Pech im Leben manchmal sehr eng beieinanderliegen, musste Holzwickedes Stürmer Leon Gensicke am Sonntag erfahren. Zunächst wähnte er sich beim Oberliga-Match seines Teams gegen die SG Wattenscheid 09 nach knapp einer halben Stunde Spielzeit als Glückspilz, weil ihm gegen seinen Ex-Klub der sehenswerte Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gelang.

Doch kurz nach dem Wiederanpfiff avancierte der Kicker dann zum Pechvogel, der nach einem Zweikampf im Wattenscheider Strafraum umknickte, sodass er ein Krankenhaus aufsuchen musste.

Verdacht eines Außenbandrisses bei Leon Gensicke

„Gebrochen ist zwar nichts, doch es besteht der Verdacht eines Außenbandrisses bei Leon, der eine längere Pause nach sich ziehen würde. Er muss jetzt schnellstmöglich zwecks genauer Diagnose in die Röhre. Für uns ist das ein harter Schlag, denn Leon Gensicke ist der torgefährlichste Akteur in unserer Mannschaft“, berichtete Tim Harbott, Sportlicher Leiter des Holzwickeder SC.

Diese Verletzung kam für den HSC zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Just in dieser Spielphase stand es nämlich 1:1-Unentschieden und die Blau-Grünen waren auf dem besten Wege, die Partie zu ihren Gunsten zu gestalten.

Leon Gensicke (u.) traf zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich – und musste dann runter. © Neumann © Neumann

Gensicke hatte das Spielfeld kurz nach dem Wiederanpfiff gerade verlassen müssen, als die Gäste eine erneute Unsicherheit in der Defensive der Platzherren konsequent durch Nils Hönicke zum 1:2 nutzten. Großes Pech aber auch für Wattenscheids Mike Lewicki, der wenig später mit Verdacht auf Kreuzbandriss in ein Unnaer Spital eingeliefert werden musste.

Marc Woller „nicht so sauer wie vor zwei Wochen“

Trotz der Niederlage hielt sich der Ärger bei HSC-Trainer Marc Woller bei der Pressekonferenz in Grenzen. „Für Leon Gensicke tut es mir wegen seiner Verletzung natürlich sehr leid. Ich bin aber heute nicht so sauer wie vor zwei Wochen, als wir gegen Ennepetal mit 2:4 verloren haben. Wir hatten gute Chancen zum 2:2. Beim Tor zum 1:3 mussten wir Lehrgeld bezahlen, haben dennoch eine gute Leistung geboten und ein Remis wäre verdient gewesen“, sagte der Übungsleiter des Holzwickeder SC nach dem Spiel.

Zumindest mit dem Ergebnis zeigte sich Gästetrainer Christian Britscho zufrieden: „Wir haben eine intensive, schnelle Partie gesehen. Aufgrund der kämpferischen Leistung geht unser Sieg wohl in Ordnung. Allerdings hat uns unser Keeper bei den Chancen von Holzwickede im Spiel gehalten“, bilanzierte der Wattenscheider Coach nach dem 3:1-Sieg.

4. Spieltag hatte einige Überraschungen parat

Für den HSC geht es nun am nächsten Spieltag zum FC Eintracht Rheine – einem Team, das am vergangenen Sonntag beim glatten 0:3 in Rhynern erstmals in dieser Saison Federn lassen musste. In den beiden bisherigen Auftritten in der Stadt im nördlichen Münsterland gingen die Holzwickeder jeweils als Sieger vom Feld. Vielleicht ein gutes Omen, ganz sicher aber kein Garantieschein.

Übrigens: Der vierte Spieltag der Oberliga Westfalen brachte so einige Ergebnisse, die durchaus als große Überraschungen zu bewerten sind: So verlor der FC Gütersloh, einer der Topfavoriten um die Meisterschaft, beim bisherigen Kellerkind TuS Erndtebrück deutlich mit 0:3. Aber auch mit dem mageren 3:3 des 1. FC Kaan-Marienborn, einem weiteren Aufstiegskandidaten, war im Heimspiel gegen Victoria Clarholz nicht unbedingt zu rechnen.

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