Wethmars Nico Sonnen (Mitte) sorgte immer wieder für Gefahr in der HSC-Abwehr, er markierte auch das zwischenzeitliche 3:0. © Thorsten Teimann
Fußball

Westfalia Wethmar schickt Holzwickedes U23 auf den ersten Abstiegsplatz

Glücksgefühle in Wethmar, Sorgenfalten in Holzwickede. Gegen eine äußerst effiziente Westfalia war der HSC am Sonntag machtlos. Ein erstes Alarmglöckchen bimmelt an der Haar.

Jubel bei Westfalia Wethmar, trübe Blicke bei der U23 des Holzwickeder SC. Der Lüner Vorort-Klub hat am Holzwickeder Haarstrang gewonnen und bereitet damit dem HSC die ersten richtigen Sorgen – auf einem Abstiegsplatz.

Bezirksliga 8: Holzwickeder SC U23 – Westf. Wethmar 1:5 (0:3). Paul Mantei, Co-Trainer der Westfalia, brachte es nach dem Abpfiff auf den Punkt: „In diesem gefühlt hektischen Spiel waren wir einfach griffiger. Nach vorne hin haben wir die sicheren Bälle in die Tiefe gespielt und die dann eiskalt weggemacht. Ich glaube, wir haben keine Chancen liegenlassen.“

Westfalia Wethmar spielt in Holzwickeder ganz effizient auf

Wethmar legte am Haarstrang in der Tat eine sehr hohe Effizienz an den Tag: 5 Chancen, 5 Tore. Schon zur Pause führte die Westfalia verdient mit 3:0 durch Treffer von Maximilian Strecker, Niklas Wehner und Nico Sonnen. Die Vorbereitung war fast immer die gleiche: Einen Pass in die Tiefe nutzten die Offensivkräfte zum Treffer. Das spätere 4:0 durch Patrick Schöpf (71.) war eine Art Mini-Lupfer, das 5:1 durch „Schlepper“ Osterkemper ein Konter.

Nächster Treffer für Westfalia Wethmar. Durch den Sieg bei der HSC-Reserve springt das Team ins Mittelfeld der Bezirksliga (8).
Nächster Treffer für Westfalia Wethmar. Durch den Sieg bei der HSC-Reserve springt das Team ins Mittelfeld der Bezirksliga (8). © Thorsten Teimann © Thorsten Teimann

Holzwickede war indes „stets bemüht“ – wie es so schön heißt – musste allerdings früh auf Oberliga-Kraft Dario Markovski (vermutlich Zerrung) verzichten. Nach der Pause hatte der HSC sogar mehr vom Spiel und kam durch Selim Mechken zum Anschlusstor. Zu mehr reichte es aber nicht.

HSC nach der Pause besser, ober ohne Konsequenz

HSC-Co-Trainer Claudio Marzolla: „Wethmar war heute von Beginn an wacher auf dem Platz. Wenn man mit 0:3 in die Pause geht, dann hat man zuvor sehr viel falsch gemacht. In der zweiten Halbzeit hatten wir gefühlt die ganze Zeit den Ball, waren aber nicht konsequent genug.“

Das hingegen war Schiedsrichter Maik Echelmeyer, der insgesamt neun Verwarnungen aussprach – eine an Wethmars Trainer Steven Koch. Der schüttelte mit dem Kopf und meinte: „Ich habe nur gesagt, dass man auch mit den Spielern in einem anderen sachlichen Ton reden kann.“

Die Gäste müssen vorerst auf den Torschützen Niklas Rene Wehner verzichten, der mit einer Knöchelverletzung ausgewechselt werden musste.

Holzwickeder SC II: Emmerich – Pastian (63. Belabbes), Greig, Derichs, Biancardi, Ilic (71. Kruse), Farenbruch, Becker, Markovski (27. Mechken), Logah, Ünal

W. Wethmar: Adamsky – Strecker, Osterkemper, Schöpf, Wehner (39. Simsek), Quiering, Sonnen, Jansen, Kücükyagci (66. Markowski), Osterholz (46. Nagel), Voß (69. Weiling)

Tore: 0:1 (12.) Strecker, 0:2 (19.) Wehner, 0:3 (40.) Sonnen, 0:4 (67.) Schöpf, 1:4 (71.) Mechken, 1:5 (90+4) Osterkemper

Über den Autor
Redaktion Lokalsport
67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
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Thorsten Teimann

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