Im bislang letzten Aufeinandertreffen im November 2019 zog der BSV Heeren - hier mit Nils Hilbk-Kortenbruck (r.) - gegen den SuS Oberaden mit 2:4 den Kürzeren. Niclas Beckerling brachte den SuS mit zwei frühen Toren auf die Siegerstraße. © Palschinski
Fußball

Beim BSV Heeren fällt das Training aus – Coach Golombek warnt vor Oberadens Stürmer Krakala

Die Bedingungen vor dem Topspiel in der Kreisliga A2 könnten besser sein beim BSV Heeren. Unter der Woche fiel eine Trainingseinheit aus. Dennoch will das Team gegen den erstärkten SuS Oberaden punkten.

Wenn am Sonntag (Anstoß 15.15 Uhr, Stadion an der Heerener Straße) die beiden Fußball-A-Ligisten BSV Heeren und SuS Oberaden aufeinandertreffen, kommt es zum Topspiel in der A2: Der Dritte empfängt den Fünften.

Kreisliga A2 Unna-Hamm

BSV Heeren – SuS Oberaden

Nach der zweiten Saisonniederlage am vergangenen Sonntag in Langschede war die Stimmung beim BSV Heeren ziemlich im Keller. „Die 0:2-Schlappe an der Ruhrbrücke wurmt uns immer noch, weil sie völlig überflüssig war. Beide Gegentreffer resultierten aus katastrophalen Ballverlusten im Mittelfeld, da haben wir uns ziemlich dumm angestellt“, ärgert sich Heerens Übungsleiter Christoph Golombek auch mit ein paar Tagen Abstand immer noch über das Resultat.

Und weiter: „Dazu kommt, dass wir die sich bietenden Möglichkeiten nicht genutzt haben und der Schiedsrichter einem Tor wegen angeblichen Handspiels die Anerkennung verweigert hat.“

Trainingseinheit ausgefallen: Personallage beim BSV Heeren verschlechtert sich

Trotzdem ist man im BSV-Lager mit dem bisherigen Verlauf der Serie recht zufrieden. Immerhin hat das Team bisher 16 Punkte erreicht und rangiert auf einem guten dritten Tabellenplatz. Das Team strebt weiterhin eine Platzierung unter den Top 5 zum Ende des Spieljahres an.

Zum sonntäglichen Gegner SuS Oberaden meint Golombek: „Der SuS scheint endlich in die Spur gefunden zu haben. Da steht uns eine sehr schwierige Aufgabe bevor.“ Es werde wichtig sein, den Goalgetter Michael Krakala aus dem Spiel zu nehmen, „das ist sicherlich nicht einfach. Sollten wir einen Zähler in Heeren behalten, wäre dies schon eine tolle Sache“, so Golombek.

Vor allem vor SuS-Stürmer Michael Krakala hat BSV-Coach Christoph Golombek gewarnt. © Schürmann © Schürmann

Die Personalsituation beim Heimteam hat sich seit Sonntag weiterhin verschlechtert. Levin Titt, Gabriel Honorio und Arne Volkmer haben sich Verletzungen zugezogen und sind nicht dabei. Der Einsatz von Tao Kaul, Nils Hilbk-Kortenbruck, Jan-Niklas Böhmfeldt und Tobias Wrodarczyk ist mehr als fraglich. Am Dienstagabend ist das Training mangels Masse ausgefallen. Sven Kissing ist aus dem Urlaub zurück, vielleicht kann auch Andreas Gaida wieder auflaufen.

SuS Oberaden im Aufwind: Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen

Der SuS Oberaden hat in den vergangenen drei Begegnungen immerhin sieben Punkte auf die Habenseite gebracht. „Wir befinden uns offensichtlich im Aufwind. Die Einstellung stimmt, die Spieler sind enger zusammen gerückt. Ich hoffe, dass wir unser zwischenzeitliches Tief überwunden haben“, sagt Birol Dereli. „Die Trainingseinheiten verliefen zuletzt recht vielversprechend, auch die Chancenverwertung ist wesentlich besser geworden“, zeigt sich der Oberadener Coach weiterhin ziemlich optimistisch.

Doch er merkt auch an: „Heeren wird allerdings keine leichte Aufgabe. Dort haben wir uns in der Vergangenheit immer recht schwer getan. Der Gegner ist insbesondere in der Offensive stark, da sollten wir von Beginn an hellwach sein.“ Aufgrund der aktuellen Tabellensituation müsse der SuS aber drei Punkte mitnehmen, „damit wir weiterhin unser Saisonziel realisieren können“, so Dereli. Der Abstand zum Kamener SC beträgt immerhin schon sieben Punkte und sollte nicht weiter anwachsen, wenn sich der SuS weiter als Titelanwärter sehen will.

Peter Sokol (Urlaub) und die beiden Langzeitverletzten Yunus Sevindir und Jeremy Mustapha müssen ersetzt werden, ansonsten kann Oberaden personell aus dem Vollen schöpfen.

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