Alhusain Barry hatte allein in den ersten fünf Minuten zwei gute Möglichkeiten für den SuS Kaiserau, der aber in Erle eine Niederlage einstecken musste. © Schürmann
Fußball

Erler Rasenmäher laufen gegen SuS Kaiserau auf Hochtouren

Von einem „gebrauchten Sonntag“ sprach Kaiseraus Trainer Jörg Lange nach der Niederlage in Erle, denn sein Team blieb sprichwörtlich im Naturrasen stecken.

Den Vergleich mit dem Erler SV verlor der SuS Kaiserau am Sonntag. Damit rutschte das Team auf den achten Tabellenrang ab, aber noch ist alles im grünen Bereich.

Landesliga 5: Erler SV – SuS Kaiserau 2:0 (0:0). Die Kunstrasentruppe des SuS Kaiserau, die ein flottes Spiel auf flacher Fläche gewohnt ist, tat sich am Sonntag auf dem Erler Naturrasen teils spürbar schwer. So verloren die Schwarz-Gelben mit 0:2 in Gelsenkirchen und rutschen zunächst auf den achten Tabellenrang der Landesliga ab.

SuS Kaiserau fehlt in Erle die Spritzigkeit

Im Spielgeläuf sah Kaiseraus Trainer indes nicht den Hauptgrund für die Niederlage. „Ja, die jungen Spieler mussten auf Rasen etwas Lehrgeld zahlen. Da gehst du nicht mal eben nach einem Haken mit Tempo an deinem Gegenspieler vorbei“, stimmte er zu, um aber zu ergänzen: „Es fehlte uns auch an Spritzigkeit und wir haben die Konter nicht gut gefahren. Zudem war das Pressing nicht gut.“

Dabei ging es am Rhein-Herne-Kanal gleich los wie die Feuerwehr: Ein Spiel mit offenem Visier, beide Seiten hatten in den ersten fünf Minuten je zwei gute Möglichkeiten. Die Kaiserauer Chancen boten sich Alhusain Barry, der aber beide nicht nutzte.

Timo Milcarek verlor mit dem SuS Kaiserau beim Erler SV. Der Routinier fällt am kommenden Wochenende aus.
Timo Milcarek verlor mit dem SuS Kaiserau beim Erler SV. Der Routinier fällt am kommenden Wochenende aus. © Schürmann © Schürmann

Die Führung der Gastgeber durch Jan Gendreizig (23.) läutete dann aber die Kaiserauer Niederlage ein. Die Schwarz-Gelben konnten sich nicht mehr auf die Spielweise des Gegner einstellen. Die „Erler Rasenmäher“ hingegen ließen am Ende sogar noch drei Mal das Kaiserauer Gebälk erzittern.

„Wir müssen akzeptieren, dass Erle heute besser und wir nicht in unserer besten Verfassung waren“, sagte Jörg Lange. „Wir hatten heute teils einfache Fehler, die uns normal nicht unterlaufen.“

Auch mit der Einwechslung des ohnehin angeschlagenen Timo Milcarek änderte sich das Bild nicht. Der Kaiserauer bekam am gegnerischen Strafraum zu allem Überfluss noch einen Schlag auf den Fuß und wird am kommenden Wochenende ausfallen.

SuS Kaiserau: Beßmann – Weßelmann, Kollakowski, Barry (46. Milcarek), Manka (72. Seifert), M. Schuster, Stöwe, Aktas (46. Friede), Schulz, Schriefer (72. Kowalski), Stender

Tore: 1:0 (23.) Gendreizig, 2:0 (83.) Borutta

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Redaktion Lokalsport
67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
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Thorsten Teimann